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Razr-reloaded: Motorola legt sein Kult-Klapphandy neu auf – als Falt-Smartphone

Motorola ist der nächste Anbieter mit einem Falt-Smartphone – das Unternehmen bringt eine Neuauflage seines Erfolgsmodells Razr heraus. Und geht damit andere Wege als Samsung oder Huawei.

Aus heutiger Sicht kaum zu glauben: Aber in der ersten Hälfte der Nuller-Jahre waren Klapphandys ein absolutes Must-Have. Ein gutes Stück dazu beigetragen hat sicher die Matrix-Trilogie, in der die Helden mit stylishen Falt-Phones aus der vituellen Welt nach Hause telefonierten. Ein an vielen Ohren präsentes Modell in jenen Tagen war das Motorola Razr. 

Das Unternehmen hofft nun auf eine Wiederholung des Erfolgs: Die Neuauflage des vor 15 Jahren populären Modells Razr ist im Grunde ein Smartphone in heute üblichem Format, das sich auf halbe Größe zusammenklappen lässt.

Samsung und Huawei bauten dagegen Smartphones, die sich zu einem kleinen Tablet auffalten lassen. Motorola, das zum chinesischen PC-Weltmarktführer Lenovo gehört, will sein neues Razr im Januar 2020 für rund 1.500 Dollar auf den Markt bringen.

Design orientiert sich am klassischen Motorola Razr

Aufgefaltet hat der Bildschirm eine Diagonale von 6,2 Zoll (knapp 16 cm). In zusammengeklapptem Zustand kann der Nutzer auf ein kleines Display (2,7 Zoll) zurückgreifen, das Benachrichtigungen anzeigt, Musiksteuerung erlaubt und Selfies machen lässt. Das Design des Geräts lehnt insgesamt sehr stark an das Razr-Klapphandy aus dem vergangenen Jahrzehnt an.

Die in diesem Jahr vorgestellte neue Geräteklasse der Falt-Smartphones hatte einen schweren Start – und es gilt immer noch als offene Frage, wie robust sie sind. Samsung musste den Start seines Modells Galaxy Fold im Frühjahr verschieben, nachdem mehrere an Journalisten verteilte Testgeräte schnell kaputtgingen. Das rund 2.000 Euro teure Gerät kam erst im September auf den Markt.

Auch der Start von Huaweis Auffalt-Telefon Mate X verschob sich vom ursprünglich anvisierten Sommer auf Herbst. Der chinesische Konzern hat zudem das Problem, dass er nach US-Sanktionen keine Google-Dienste auf seinen neuen Geräten vorinstallieren kann. Das Mate X kommt zunächst nur in China auf den Markt, wo Google-Apps eh nicht erlaubt sind.

rös / dpa