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Galaxy Note 5: Mega-Panne bei Samsung: Eigener Stift killt 700-Euro-Handy

Peinlicher Patzer bei Samsungs neuem Premium-Smartphone Galaxy Note 5: Wer den mitgelieferten Stift falsch herum einsteckt, macht damit sein neues Smartphone unbrauchbar. Ein einziges Mal genügt.

Von Malte Mansholt

Samsungs neue Spitzenmodelle: Das neue Galaxy Note 5 und Galaxy S6 Edge+

Samsungs neue Spitzenmodelle: Das neue Galaxy Note 5 und Galaxy S6 Edge+

Ein kleines Versehen, schon ist das neue Smartphone futsch. Wem schon mal ein neues Gerät aus der Hand geglitten ist, der kennt das grauenhafte Gefühl. Doch während jedem klar ist, dass Stürze oder Wasser dem Smartphone nicht gut tun, reicht bei Samsungs neuem Spitzenmodell Galaxy Note 5 eine winzige Unachtsamkeit, um das Gerät nachhaltig zu beschädigen. Schuld ist ein Konstruktionsfehler beim mitgelieferten Stift.

Der S-Pen genannte Schreiber schießt eigentlich auf leichten Druck aus seinem Schaft an der Unterkante des Gehäuses. Dafür sorgt ein spezielles Federsystem. Das klappt aber nur, wenn man den Stift korrekt mit der Schreibspitze zuerst einführt. Allerdings scheint Samsung nicht bedacht zu haben, dass man im stressigen Alltag den Stift auch einmal verkehrtherum hereinzufummeln versucht. Und das funktioniert beim S-Pen ohne jeden Widerstand - der Benutzer bemerkt davon also zunächst gar nichts. Bis der Stift dann hängen bleibt.

Zerstörter Sensor

Wie das Smartphone-Blog "Android Police" in einem Video zeigt, lässt sich der mit der Rückseite eingeführte Stift nicht mehr ohne weiteres herausziehen. Denn auch die Rückseite rastet in die Haltevorrichtung ein - und lässt sich jetzt nur noch mit sanfter Gewalt entfernen. Dann ist es allerdings zu spät. Im Inneren des Schachts befindet sich nämlich nicht nur die Haltevorrichtung, sondern auch ein Sensor. Der erkennt, wenn der Schreiber herausgezogen wird und bietet dann verschiedene Optionen an. Das Note 5 wacht so etwa aus dem Standby auf. Eigentlich. Denn war der Stift einmal mit dem falschen Ende im Schacht, ist Schluss damit. Der Sensor reagiert nicht mehr. Ein klassischer Konstruktionsfehler.

Das Schlimmste: Eigentlich weiß Samsung es besser. Der Stift ist seit dem ersten Note-Modell an Bord, er ist das Hauptfeature der Reihe. In den Vorgängern gab es den Fehler nicht - denn der Stift ließ sich nur mit Gewalt verkehrt herum einführen. Dazu reicht es aus, dass hintere Ende ganz leicht dicker zu machen. Der neue S-Pen hat aber überall den gleichen Umfang. Ob sich diese Fehlkonstruktion in zukünftig gefertigten Geräten ohne größeren Produktionsaufwand noch nachträglich beheben lässt, ist unklar. Für die bereits hergestellten Note-5-Modelle kommt ohnehin jede Hilfe zu spät.

Kein Problem für europäische Kunden

Für europäische Kunden dürfte der Fehler trotzdem erst einmal keine Rolle spielen: Das erst vor zwei Wochen vorgestellte Note 5 erscheint vorerst nur in Asien und den USA. Gerüchte zu einem möglichen Europa-Start existieren zwar, konkrete Pläne gibt es laut Samsung aber nicht. Vielleicht hat das für zukünftige Kunden nun sogar etwas Positives: Sollte es das Note 5 dann irgendwann doch einmal nach Deutschland schaffen, hat Samsung bis dahin vielleicht den Fehler behoben. Und den europäischen Käufern eine Menge potenziellen Ärger erspart.

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