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Vorstellung am Montag?: Apples Siri-Lautsprecher kommt - und hat einige Tricks im Gepäck

Am Montag lädt Apple in Cupertino zu seiner Hausmesse WWDC. Die heißeste Neuvorstellung soll ein Echo-Klon mit der Assistentin Siri werden. Ein neuer Leak verrät nun: Apples Gerät soll vieles besser machen als die Konkurrenz.

Siri lernt Whatsapp und Co. kennen  Mit dem neuen iOS 10 soll Siri deutlich mächtiger werden. Dazu hat Apple die Schnittstelle auch für Drittentwickler frei gegeben. Auch Whatsapp und Co. werden sich also in naher Zukunft mit Siri steuern lassen. Wie gut das funktioniert, wird sich zeigen, wenn die angepassten Versionen der Apps erscheinen.

Noch ist Siri vor allem auf dem iPhone und dem iPad zuhause. Bald könnte es das erste Mal eine Variante ohne Bildschirm geben

Es ist einer der größten Technik-Trends der jüngsten Zeit: Sprachgesteuerte Lautsprecher wie Amazon Echo haben Hochkonjunktur. Während Amazon lange Zeit alleine am Markt war, ziehen die Konkurrenten jetzt nach. Zuerst stellte Google seinen "Home"-Lautsprecher vor, am Montag soll Apple ein Gerät mit der eigenen Assistentin Siri vorstellen. Und das soll einiges besser machen.

Entsprechende Gerüchte gab es bereits seit längerem, jetzt will der gewöhnlich bestens informierte Journalist Mark Gurman aus seinen wie gewohnt nicht genannten Quellen erfahren haben, dass Apple tatsächlich bereits mit der Fertigung seines Sprachlautsprechers begonnen hat. Das schreibt er in einem Artikel bei "Bloomberg". Wann Apple den Lautsprecher vorstellen will, weiß er zwar nicht, in den Handel soll er erst zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr kommen.

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Apple braucht den Siri-Lautsprecher

Eine Vorstellung am Montag ist trotzdem wahrscheinlich. Tim Cook eröffnet dann mit einer Keynote Apples jährliche Entwicklerkonferenz WWDC. Dort dreht sich alles um Software. Der perfekte Moment also, den Entwicklern die Möglichkeiten des Siri-Lautsprechers vorzuführen. Schließlich leben die Geräte auch von den angebotenen Apps.

Der grundsätzliche Reiz der Sprachlautsprecher ist schnell erklärt: Statt das Smartphone aus der Tasche zu ziehen oder den Laptop aufzuklappen, kann man einfache Anfragen schlicht in den Raum rufen. So kann man bequem nach dem Wetter fragen, ein Taxi bestellen oder etwas zur Einkaufsliste hinzufügen. Auch die Steuerung von smarten Haushaltsgegenständen ist über Sprache deutlich einfacher.

Alexa versteht sich nicht mit iTunes

Nur wer sich im Apple-Universum bewegte, stand bisher etwas dumm da. Apple ist bekannt dafür, seine Geräte und Dienste besonders nahtlos miteinander arbeiten zu lassen. Geräte anderer Hersteller lassen sich allerdings nicht in Ansätzen so gut in ein Apple-Netzwerk integrieren. 

Und auch Amazons Alexa und der Assistant lassen sich höchstens über Umwege mit Apples eigenen Apps und der Smarthome-Steuerung Homekit verbinden. Auch der Musikdienst Apple Music wird bisher von keinem Gerät unterstützt. Das soll der Siri-Lautsprecher ändern. 

Satter Raumklang 

Dem Bericht zufolge soll Apples Gerät zudem mit einem besonders guten Sound punkten. Der soll lauter und klarer sein als bei den Konkurrenten. Mit sogenanntem "Virtual Surround" soll sich der Klang zudem an den Raum anpassen. Dazu muss der Raums ausgemessen werden, was Sonos aktuell etwa schon mit einer iPhone-App ermöglicht. Apple habe erwägt, die passenden Sensoren direkt im Gerät zu verbauen, will Gurman aus anonymen Quellen erfahren haben.

Für Apple ist der Lautsprecher nicht nur als neue Hardware wichtig. Das Unternehmen strebt danach, einen deutlich größeren Anteil seiner Gewinne mit der Service-Sparte einzufahren, um sich etwas weniger vom Erfolg des iPhones abhängig zu machen. Unter diese Sparte fällt etwa die iCloud, aber auch Apple Music und natürlich bei iTunes gekaufte Musik. Und wer weiß, welche Dienste noch über einen Siri-Lautsprecher möglich werden.

Siri muss smarter werden

Eine Barriere gibt es allerdings noch: Während Alexa und Googles Assistant den Nutzer in der Regel sehr gut verstehen, taugt Siri aktuell vor allem zu einfachen Aufgaben. Komplexere Zusammenhänge verwirren die Pionierin der Sprachsteuerung meist. Um den Siri-Lautsprecher sinnvoll nutzbar zu machen, müsste Apple eine deutlich smartere Version seiner Assistentin vorstellen. Am Montag wäre der perfekte Zeitpunkt dafür.

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