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Stiftung Warentest prüft Handytarife: Vor dem Surfen richtig kombinieren

Surfen mit dem Smartphone kann sehr teuer werden, wenn man den für sich falschen Tarif ausgewählt hat. Stiftung Warentest hat günstige Angebote unter die Lupe genommen - sowohl für Wenig- als auch für Vielsurfer.

Das Internet immer und überall dabei zu haben, klingt toll. Doch den mobilen Surfspaß gibt es meistens nicht umsonst. Wer per Smartphone und iPad im Web unterwegs sein möchte, braucht einen speziellen Datentarif von einem Mobilfunkanbieter. Es gibt Abrechungsmodelle im Minutentakt, per Datenmenge und Flatrate-Pakete für fast unbegrenzten Internetzugang.

Wer mit seinem Handy im Netz surfen will, sollte erst den Tarif prüfen. Flatrates ersparen Handy-Vielsurfern teure Überraschungen. Wer mit Smartphone oder Computer ohne speziellen Datentarif unterwegs Musik lädt, Videos streamt oder online spielt kann viel Geld loswerden. Mit Flatrates können Nutzer für einen festen Preis so oft und lange ins Netz, wie sie wollen.

Dauersurfer sollten sich eine Monatsflatrate anschaffen. Für spontane Surfausflüge mit dem Smartphone können andere Lösungen sinnvoller sein. Die Nutzer können wählen zwischen zwischen einem Kombitarif, der telefonieren und surfen abdeckt, und einer Datenoption, die zum regulären Handytarif dazugebucht wird.

Flatrates sind nicht grenzenlos

Wichtig: Der Begriff Flatrate ist irreführend. Anders als bei DSL bedeutet die Datenflatrate im Mobilfunk nicht die totale Surffreiheit. Ab einem bestimmten Datenvolumen reduzieren die Anbieter die Geschwindigkeit auf ein langsameres Niveau. Bandbreitendrosselung wird dieser Vorgang genannt. Deshalb ist es wichtig, das verbrauchte Datenvolumen einigermaßen realistisch einzuschätzen. Viele Handys führen dazu Protokoll, auch ein Blick in frühere Rechnungen kann helfen.

Die richtige Kombination aus Sprach- und Datentarif auszuwählen, ist nicht so einfach, denn Angebote mit günstigen Telefonkosten bringen nicht automatisch auch eine preiswerte Datenübertragung mit sich. Außerdem ist es in Deutschland nur mit großem Aufwand möglich, Sprach- und Datentarif von unterschiedlichen Anbietern zu wählen. Wer nicht ständig mit Sim-Karten herumjonglieren oder sich im Ausland ein Dual-Sim-Handy organisieren will, muss ein Angebot finden, das Telefonie- und Datenbedürfnisse gleichermaßen berücksichtigt.

Die Stiftung Warentest hat solche Kombinationen unter die Lupe genommen und für zwei Nutzertypen die günstigsten Angebote ermittelt.

Angebote für Wenignutzer

Zurückhaltende Mobilsurfer, die regelmäßig Mails checken, etwas surfen und gelegentlich Fußballergebnisse verfolgen, können bei Discount-Anbietern wie Hellomobil, Maxxim und Simply bereits für weniger als fünf Euro monatlich einen Datentarif bekommen. Diese Tarife sind in den meisten Fällen Prepaid-Angebote nach dem Vorkasseprinzip. Typisch für Discounter ist außerdem, dass viele Angebote nur im Internet erhältlich sind.

Eine Sonderlösung ist der werbefinanzierte Tarif von Netzclub. Der kostet nur 2,50 Euro monatlich, dafür bekommt man 30 Werbebotschaften im Monat aufs Smartphone geschickt. Mindestens eine Reklame muss außerdem angeklickt werden. Welche Eckdaten die Stiftung Warentest für den typischen Wenignutzer zugrunde gelegt hat, steht im Kasten links.

Das Günstigste aus jedem Mobilfunknetz (Wenignutzer)

Anbieter (Netz)Name des Tarifs/der OptionGrundpreis €/MonatBandbreiten- drosselung ab
netzclub (O2)Sponsored Combi (werbefinanziert)2,50-
hellomobil, Maxxim, Simply (O2)Friends4Free4,90200 MB
blau.de (E-Plus)Einheitstarif + 100 MB Internetpaket8,90-
Klarmobil (D1)Handy-Spart-Tarif + Handysurf Paket 509,90-
Absolut Mobil (D2)Absolut Flat S12,70

Angebote für Vielnutzer

Wer mit seinem Smartphone ständig im WWW unterwegs ist und viel telefoniert, ist meistens mit einer Flatrate am besten bedient. Laut Stiftung Warentest gibt es allerdings vereinzelte Volumentarife, die sich aufgrund ihres geringen Grundpreises auch für Vielsurfer lohnen können. Genannt werden hier Angebote von Cosmo Mobile und Speach, die bei 35 Euro pro Monat beginnen. Welche Eckdaten die Stiftung Warentest für den typischen Wenignutzer zugrunde gelegt hat, steht im Kasten links.

Die vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2 gehörten übrigens für beide Nutzertypen zu den teuersten Anbietern. Bei den Wenignutzern liegt T-Mobile mit 22,60 Euro pro Monat am Ende der Tabelle der Stiftung Warentest, bei den Vielnutzern ist es O2 mit 55 Euro.

Das Günstigste aus jedem Mobilfunknetz (Vielnutzer)

Anbieter (Netz)Name des Tarifs/der OptionGrundpreis €/MonatBandbreiten- drosselung ab
Cosmo Mobile (E-Plus)Cosmo Mobile + Allnet Flat 300 + Internetflat 50035,10(Volumentarif)
Edeka (D2)Edeka Mobil + Telefon-Flat + mobile Internet Flat37,70500 MB
Freenetmobile (O2)Freenet.de Mobiltarif + Datenoption38,40500 MB
T-Mobile (D1)Complete Mobil S (ohne Handy) + Call 24049,90

Eine ausführliche Tabelle mit günstigen Tarifkombinationen finden Sie in den aktuellen Ausgabe der "Test"-Zeitschrift. Weitere Infos zum Thema außerdem auf test.de

san