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Streit um Skype-Handys: Nokia ärgert Vodafone und T-Mobile mit N97

Telefonieren übers Internet ist Mobilfunkbetreibern ein Dorn im Auge, denn damit verdienen sie nichts an den Gesprächen. Die neuen Nokia-Handys sorgen nun für Unruhe bei Vodafone und T-Mobile, denn Sie haben Skype an Bord. Nun suchen die Netzbetreiber nach Lösungen - ohne Nokia zu vergraulen.

Vodafone und T-Mobile, die beiden größten Mobilfunkprovider in Deutschland, wollten nach Medienberichten Skype-Telefonate in Deutschland nicht über bestehende Mobilfunkverträge zulassen. Betroffen von diesem Ausschluss wären nicht nur Nutzer des Dienstes, sondern auch Geräte-Hersteller. Marktführer Nokia plant, im Sommer mehrere Handys in den Handel zu bringen, die bereits mit der Skype-Software ausgestattet sind. Um den Dienst zu nutzen, muss sich der Kunde nur noch ein kostenloses Konto einrichten. Für Telefonate zu anderen Skype-Nutzer fallen keine Gebühren an - egal, ob sie den Dienst auf einem Telefon oder am Computer nutzen. Nur für Gespräche ins Fest- oder Mobilfunknetz fallen Gebühren an, die aber oft viel günstiger als herkömmliche Tarife sind. So zahlt man für einen Anruf in die USA nur wenige Cent pro Minute.

Doch nicht nur Skype belastet die Mobilfunkprovider. Kunden werden mit Datenflatrates gelockt, mit denen all die neuen Internet-Services genutzt werden können. Das iPhone von Apple hat gezeigt, was alles mit einem Mobiltelefon möglich ist, andere Hersteller ziehen jetzt nach. Viele der Programme, die für Handys im Umlauf sind, nutzen eine Verbindung zum Internet - einige sogar permanent. Das verursacht viel Traffic und Kosten, denn um das Mehr an Traffic bewältigen zu können, muss die Infrastruktur deutlich verbessert werden.

Streit mit Nokia

Den Streit um Skype auf dem Handy will der Mobilfunkanbieter Vodafone mit einem Sondertarif umschiffen. Für Kunden, die den günstigen Dienst zum Telefonieren über das Internet (VoIP) verwenden wollten, werde es künftig spezielle Datentarife geben, sagte ein Vodafone-Sprecher. Auch Konkurrent T-Mobile prüft nach eigenen Angaben einen Sondertarif - allerdings als eine von mehreren Optionen. "Es gibt verschiedene Modelle, die noch geprüft werden", sagte ein T-Mobile-Sprecher.

Noch vor rund sechs Wochen hatte T-Mobile angekündigt, den erst seit kurzem auch für Mobiltelefone wie Apples iPhone verfügbaren Internet-Dienst zu blockieren. Inzwischen rudert das Unternehmen aber teilweise wieder zurück: Mit den Skype-fähigen Handys des finnischen Handy-Herstellers Nokia habe T-Mobile keine Probleme. Das in wenigen Wochen erscheinende N97 werde es entgegen anderslautenden Medienberichten auch bei T-Mobile geben, sagte der T-Mobile-Sprecher.

Kein Boykott

Allerdings werden die Kunden beider Mobilfunkanbieter Skype auf den Geräten nicht vorinstalliert finden. Nokia liefere seine Telefone aber mit einem allgemeinen Client für Internet-Telefonie (Voice over IP, VoIP) aus, sagte der Sprecher von T-Mobile. Der Kunde könnte dann einen Dienst seiner Wahl nutzen. Auch Vodafone ist nach eigenen Angaben weit entfernt von einem noch am Wochenende von der "Welt" berichteten Boykott gegen Nokia-Handys. "Es gibt keinen Streit zwischen Nokia und uns", sagte der Sprecher von Vodafone. Auf den von Nokia gelieferten Handys sei Skype nicht vorinstalliert. "Allerdings kann der Kunde die Skype-Software selbst draufladen."

Der Internet-Dienst Skype ist seit rund sechs Wochen erstmals auch für Mobiltelefone verfügbar. Die Version für Apples iPhone war nach kurzer Zeit mehr als eine Million Mal heruntergeladen worden. Skype-Nutzer telefonieren über das Internetprotokoll untereinander kostenlos, Gespräche zu anderen Teilnehmern kosten eine geringe Gebühr. Vorerst erwarte Vodafone aber noch keinen großen Ansturm der Nutzer auf den Dienst.

Furcht vor Umsatzverlusten

T-Mobile hatte als Grund für seine Blockade-Absichten angeführt, dass der Service das Netz erheblich belasten würde und keine gleichwertige Sprachqualität gewährleistet werden könne. Erste Erfahrungen im Ausland hätten dieses Argument entkräftet, wendet dagegen die Noch-Ebay-Tochter Skype ein. Tatsächlich dürften die Mobilfunkbetreiber aber befürchten, dass sie der Dienst mittelfristig deutlich Umsätze kosten könnte. Wer seine Gespräche auch mobil über eine Daten-Flatrate führt, kann in vielen Fällen kräftig Gesprächskosten sparen - somit könnten VoIP-Dienst ins Kerngeschäft der Mobilfunk-Konzerne schneiden.

bla mit dpa
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.