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Suche nach Partnerfirmen: Spotify will ins Video-Streaming einsteigen

Musik ist nicht genug: Spotify könnte schon bald im Videogeschäft mitmischen - und tritt damit in direkte Konkurrenz zu Youtube. Das Google-Portal macht den Schweden das Leben schon länger schwer.

Die Caféterie des Spotify-Hauptquartiers in Stockholm. Die neuesten Pläne, die hier geschmiedet wurden, sind jetzt bekannt geworden.

Die Caféterie des Spotify-Hauptquartiers in Stockholm. Die neuesten Pläne, die hier geschmiedet wurden, sind jetzt bekannt geworden.

Der weltgrößte Musik-Streamingdienst Spotify will Berichten zufolge ins Videogeschäft einsteigen. Das schwedische Unternehmen werde am 20. Mai in New York ein neues Video-Streaming-Angebot verkünden, berichteten "New York Times", "Financial Times" und das "Wall Street Journal" am Freitag übereinstimmend unter Berufung auf informierte Kreise. Man habe sich an verschiedene Firmen gewandt, die auf Video-Streaming spezialisiert seien, darunter sogenannte Multi-Channel-Netzwerke, die meistens zahlreiche YouTube-Videomacher unter Vertrag haben.

Spotify werde damit in direkte Konkurrenz zu YouTube treten, das zum US-Internetriesen Google gehört. Der "New York Times" zufolge macht das Video-Portal YouTube dem schwedischen Unternehmen arg zu schaffen, weil die dort gratis gezeigten Musikvideos viele Gelegenheitshörer anlocken. Der 2008 gegründete Dienst Spotify hat nach eigenen Angaben 15 Millionen zahlende Kunden. Weitere 45 Millionen Musikfreunde nutzen das Angebot kostenlos. Die Firma selbst hat die Berichte bislang nicht kommentiert - das könnte sich am 20. Mai ändern.

Nettoverlust im Geschäftsjahr 2014 verdreifacht

Im Geschäftsjahr 2014 verdreifachte Spotify wegen hoher Investitionen seinen Nettoverlust auf 162,3 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Doch auch wenn es noch nie einen Jahresgewinn erzielt hat, zählt Spotify nach Angaben des "Wall Street Journal" mit 8,4 Milliarden Dollar (7,4 Milliarden Euro) zu den wertvollsten nicht an der Börse notierten Start-up-Unternehmen.

tim/AFP / AFP