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100 Jahre Pilotenschein: "Vater riskierte Kopf und Kragen"

August Euler bestand vor 100 Jahren als erster Deutscher die Pilotenscheinprüfung. Wer damals seiner Leidenschaft nachgeben wollte, musste nicht nur ein guter Flieger sein - sondern seine Maschinen auch selbst bauen können.

Er war ein erfolgreicher Automobil- und Fahrradfabrikant, doch er wurde eine der prominentesten Persönlichkeiten der Luftfahrtgeschichte: August Euler. Vor genau 100 Jahren, am Silvestertag des Jahres 1909, bestand der gebürtige Westfale aus Oelde als erster deutscher Flieger die Pilotenscheinprüfung - im eigenen Flugzeug.

Weil es damals noch keine eigene Behörde gab, wurde die Prüfung vom Deutschen Luftschiffer-Verband abgenommen. Denn nur der Luftschiffer-Verband war Mitglied der Fédération Aéronautique Internationale (FAI), der internationalen Vereinigung. Die Bescheinigung war in Deutsch und Französisch abgefasst, der seinerzeit noch dominierenden Sprache der Fliegerei. Der Pilotenschein galt ausschließlich für Flüge mit Doppeldeckern. August Euler erhielt den Pilotenschein Nr. 1 allerdings erst mit Datum vom 1. Februar 1910. Am selben Tag bekam der Magdeburger Hans Grade, der als der erste deutsche Motorflieger gilt, den Pilotenschein Nr. 2.

Marke Eigenbau

Wer sich in den Gründerjahren der Fliegerei das Abenteuer gönnen wollte, musste sein Flugzeug meist noch selbst entwickeln und in mühevoller Heimarbeit bauen. Erst wenige Jahre später entstanden die ersten Flugzeugwerkstätten. August Euler, der als Fabrikbesitzer vermögend genug gewesen war, hatte ein Modell seines französischen Kollegen Gabriel Voisin gekauft. Bald darauf schon baute er eine eigene Flugschule auf, die nicht weniger als 75 Piloten ausbildete - unter ihnen Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder von Kaiser Wilhelm II.

Schon 1908 hatte August Euler die erste deutsche Fabrik für Motorflugzeuge in Darmstadt, die "Euler-Flugmaschinen-Werke". Bis zur ersten Luftfahrt-Ausstellung ein Jahr später in Frankfurt am Main baute er vier Motor- und drei Gleitflugzeuge. Euler war übrigens der einzige deutsche Aussteller in Frankfurt. Und weil er mit den zahlreichen ausländischen Fliegergrößen in jenen Tagen noch nicht mithalten konnte, höhnte der "Generalanzeiger": "August, laß das Fliegen sein." Der Spott wurde zum Gassenhauer, den die Kinder auf den Straßen sangen. August Euler stürmte wutentbrannt in die Redaktion, drohte gerichtliche Klagen an und trat den ihm angebotenen Stuhl mit Füßen. Einen Tag später stand im selben Blatt: "Lerne Fliegen, ohne zu klagen." Schon wenig später aber gab es in allen deutschen Zeitungen nur Lob über den ebenso ehrgeizigen wie engagierten Westfalen.

Der "Gelbe Hund" brachte die Post

1912 schrieb der Westfale Euler erneut Luftfahrtgeschichte. Sein populärer Doppeldecker - genannt "Gelber Hund" - absolvierte am 10. Juni den ersten Luftpostflug von Frankfurt über Darmstadt, Worms und zurück nach Frankfurt - mit 20.000 Luftpostkarten. Dazu hatte die Deutsche Post Erstluftpostmarken von 40 Pfennig bis 3 Mark herausgegeben. Es war die erste amtliche Flugpost der Welt.

Wie fast alle Pioniere jener turbulenten ersten Jahre der Fliegerei war auch Euler voller Tatendrang und Ideen. Sogar an Autorennen nahm er teil. Sein Sohn Hanns-August kommentierte damals: "Mein Vater riskierte Kopf und Kragen." Für internationales Aufsehen sorgte August Euler mit einem Flug-Dauerrekord von 3 Stunden, 6 Minuten und 18 Sekunden. Er konstruierte 21 verschiedene Flugzeugmodelle. Maßgeblich beteiligt war er auch an der Gründung der Flugwissenschaftlichen Gesellschaft, der ersten deutschen Institution, die sich wissenschaftlich mit Luftfahrt und Luftfahrtforschung beschäftigte.

1919 bekam Euler die Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule Braunschweig. Ein Jahr zuvor war er Unterstaatssekretär im Reichsluftamt und später erster Staatssekretär für das Luftfahrtwesen in Deutschland geworden. In seiner Amtszeit wurde die erste Luftverkehrsordnung in Deutschland geschaffen und auch die erste Polizei-Fliegertruppe aufgestellt.

August Euler blieb bis ins hohe Alter der Fliegerei verbunden. Zu seinem 60. Geburtstag traf sich alles, was in der Branche Rang und Namen hatte: Junkers, Rumpler, Fokker, Eckener und viele andere. Seine Leistung würdigte Bundespräsident Theodor Heuss 1952 mit dem Bundesverdienstkreuz. Am 1. Juli 1957 starb August Euler im Alter von 88 Jahren in Feldberg im Schwarzwald. Über seinem Ehrengrab kreuzte bei der Beerdigung auf dem Frankfurter Hauptfriedhof ein Sportflugzeug mit Trauerflor.

Karl Morgenstern/DPA / DPA
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