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Camcorder: Das Ende vom Band

Eine neue Generation von Camcordern nimmt auf Festplatte oder Speicherchip auf. Den Komfortgewinn bei der Nachbearbeitung am Computer muss man noch teuer bezahlen.

Noch ist bei Hobbyfilmern alles beim Alten: Deutlich mehr als 90 Prozent der Camcordernutzer filmen auf Cassetten mit Magnetband - viele noch analog in den Formaten (S-)VHS-C oder Video-/Hi-8, immer mehr schon mit digitaler Aufzeichnung als Mini-DV oder Digital-8. Dennoch naht auch bei den Videokameras der Anfang vom Ende der Magnetbandcassette: Künftig sollen Einsteckkarten mit Speicherchips, kleine Festplatten und beschreibbare Mini-DVDs digitale Bild- und Tonsignale aufnehmen.

Die Vorteile sind klar:

Mit Chipkarten, Festplatten oder Mini-DVDs entfällt das zeit- und nervenaufreibende Spulen. Jede Szene lässt sich sofort ansteuern und wiedergeben - oder löschen. Auch die Nachbearbeitung am Computer wird leichter: Heute läuft das dazu notwendige Überspielen aus dem Camcorder auf die Festplatte des Schnitt-PCs in Echtzeit: die Übertragung dauert ebenso lang wie die Spielzeit der Szenen. Chipkarte und Festplatte speichern Filme dagegen als Computerdateien, die sich blitzschnell auf den PC kopieren lassen.

Die ersten Camcorder mit den neuen Aufzeichnungsmedien kommen in diesen Tagen auf den Markt. So bietet JVC mit zwei Modellen der Serie "Everio" die ersten Digital-Videokameras mit Festplatte an. Als Speicher dient die 4 Gigabyte große Minifestplatte "Microdrive". Sie rotiert auch im Musikplayer iPod mini. Darauf passen je nach Bild- und Tonqualität zwischen einer und fünf Stunden Video. Zusätzlich lässt sich in die JVC-Geräte auch eine SD-Speicherkarte einstecken. Die gibt es mit 1 Gigabyte Kapazität schon für unter 100 Euro. Ein zweites 4-GB-Microdrive zum Wechseln kostet rund 200 Euro.

Mit der vom MiniDV-Band gewohnten hohen Bildqualität kann allerdings nur der "Ultrafine"-Modus konkurrieren, der auf der Platte eine Stunde und auf einer 1-Gigabyte-SD-Card gerade mal 15 Minuten unterbringt. Das kompakte Everio-Modell GZ-MC200 ist für 1299 Euro erhältlich, die konventionelle Hochkantvariante GZ-MC100 gibt es für 1199 Euro (jeweils inklusive 4-GB-Microdrive).

Samsung setzt unterdessen ganz auf Speicherchips und überspringt damit auch den Entwicklungsschritt Festplatte. Der neue Samsung-Camcorder "Miniket" VM-M2050 kostet um 950 Euro. Damit auf die Chips ausreichend Film passt, verwendet Samsung das Kompressionsverfahren MPEG4, das die Daten platzsparender unterbringt als herkömmliche Verfahren - dafür allerdings auch etwas geringere Bildqualität liefert. Im Miniket sind 512 Megabyte Speicher fest eingebaut, auf den in der besten Qualitätstufe 30 Minuten Bild und Ton passen. Der Speicher lässt sich durch eine SD-Card erweitern - ein 1-Gigabyte-Chip für 100 Euro speichert weitere 60 Minuten. Obendrein lässt sich das Gerät auch als MP3-Player nutzen.

Auch Sanyo und Pentax nehmen in ihren neuesten Geräten Videos im MPEG4-Format auf SD-Card auf. Die Pentax Optio MX4 (499 Euro) sowie die Sanyo Xacti Digital Movie C4 (599 Euro) wurden jedoch als Kombigeräte aus Digital-Fotokamera und Videokamera entwickelt. Mit ihnen kann man also auch gleich noch Urlaubs-schnappschüsse mit 4 Megapixel Auflösung schießen. Dafür können sie wie auch der Samsung im Videomodus nicht mit der Bildqualität der JVC-Versionen mithalten.

Noch sind die Modelle mit der neuen Speichertechnik nicht gerade billig. Festplattengeräte richten sich vor allem an ambitionierte Filmer, die schon jetzt von den Vorteilen dieser Camcorder beim Handling und beim Videoschnitt profitieren wollen. Die Kameras mit Speicherchip bieten bei geringerer Bildqualität einen weiteren Vorteil: Sie sind besonders kompakt.

Hannes Rügheimer / print
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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.