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Stiftung Warentest: Elektrogrills sind so gut wie die echten - und ein 35-Euro-Modell gehört zu den besten

Die Grillsaison hat begonnen. Wegen des Picknickverbots in Parks werden viel Menschen auf die Wurst vom Grill allerdings verzichten müssen. Wie praktisch, dass Stiftung Warentest gerade Elektrogrills geprüft hat. Die schneiden insgesamt überraschend gut ab - und es gibt sogar ein echtes Schnäppchen.

Die Elektrogrills schnitten bei Warentest gut ab (Symbolbild)

Die Elektrogrills schnitten bei Warentest gut ab (Symbolbild)

Getty Images

"Wenn es 30 Grad werden, macht der Deutsche erst einmal ein Feuer", so fasste Komiker Dieter Nuhr vor Jahren den Volkssport Grillen zusammen. Jedes Jahr steigt mit den Temperaturen auch der Hunger der Deutschen nach Steaks und Würstchen direkt vom Rost. Wer keinen Garten oder tolerante Nachbarn hat, muss dieses Jahr allerdings auf Kohlefeuer verzichten. Doch Stiftung Warentest hat Abhilfe parat.

Kontaktgrills im Vorteil

Zwölf Elektrogrills haben sich die Tester zum Start der Saison ins Labor geholt, die eine Hälfte Flächengrills, die andere sogenannte Kontaktgrills, die sich zuklappen lassen und dann das Grillgut von beiden Seiten befeuern. Das erfreuliche Ergebnis: In der wichtigsten Disziplin - dem Grillen selbst - schneiden alle Geräte "gut" ab. Alle brieten Schweinenackensteaks und Würstchen schön und schnell durch, Totalausfälle leistete sich keiner.

Das beste Ergebnis gab es interessanterweise bei den Kontaktgrills. Ein weiter großer Vorteil dieser Geräte: Bis auf ein Modell lassen sie sich so aufklappen, dass sie sich auch als Flächengrill nutzen lassen, wobei sie mit Ausnahme des Testsiegers nicht die doppelte Grillmenge schaffen. Dafür machen sie auf dem Balkon aber weniger her. Mit einer Ausnahme brachten die dezidierten Flächengrills nämlich Standbeine mit, während die Kontaktgrills allesamt auf dem Tisch platziert werden. Wer auf die Beine nicht verzichten will, muss aber Abstriche machen: Das beste Standmodell landet hinter vier Tischgrills auf dem fünften Platz.

Der Testsieger kann beides

Das beste Gesamtpaket gibt es beim Tefal GC 3060. Der Kontaktgrill liefert das beste Grillergebnis im Test, bei der Handhabung belegt er Platz zwei. Als einziger Kontaktgrill schafft er aufgeklappt tatsächlich auch die doppelte Fleischmenge, er taugt also auch noch als Flächengrill. Auch die Haltbarkeit ist in Ordnung. Einen kleinen Schnitzer gibt es bei der Sicherheit: Dass heiße Flächen nur mittelmäßig geschützt sind, reißt die Gesamtnote leicht nach unten. Sonst hätte der ab etwa 95 Euro erhältliche Grill wohl eine noch bessere Gesamtnote als "gut" (1,8) bekommen.

Fast genauso gut ist der WMF Lono Kontaktgrill 2in1. Er grillt nahezu gleich gut, ist sogar besser handhabbar. Leider gibt es ein Manko bei der Sicherheit: An der Außenoberfläche maß Warentest beim zugeklappten Gerät Temperaturen bis zu 95 Grad - eine echte Verbrennungsgefahr. Aktuell ruft WMF einige Chargen des trotzdem mit "gut" (1,9) bewerteten Geräts wegen Verkabelungsproblemen zurück. Einen Zusammenhang behauptet Warentest nicht. Der Preis beginnt bei 100 Euro.

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Preis-Hit von Lidl

Auf Platz drei kommt schon der Preis-Leistungs-Sieger. Nur 35 Euro kostet der Silvercrest SKGE 2000 C3, den der Discounter Lidl laut Warentest ab Juni wieder anbietet. Der Kontaktgrill brät zwar nicht ganz so gut wie die beiden Plätze vor ihm, kann aber mit hervorragender Handhabe und Sicherheit punkten. Und bietet mit der Gesamtnote "gut" (2,1) ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Wer auf Beine nicht verzichten will, sollte sich den George Foreman 22460-56. Der Haubengrill der Boxlegende liefert bei den Standgrills mit das beste Grillergebnis, nur bei der Handhabung ist noch Raum nach oben. Mit dem Gesamtergebnis "gut" (2,2) und einem Preis von etwa 100 Euro ist er aber allemal einen Blick wert.

So gelingt Elektrogrillen 

Um ein perfektes Grillergebnis zu erreichen, sollte man laut Warentest bei den E-Modellen aber einige Dinge beachten. So sollte man das Fleisch nicht kalt, sondern auf Raumtemperatur auf den Grill legen, zudem sollte man den Geräten vor dem Wenden noch einmal Gelegenheit zum Nachheizen geben, empfiehlt der Grillweltmeister Klaus Breinig dem Magazin. Bei Haubengrills dürfe man sofort wenden, die Haube sollte aber erst nach dem Wenden auf dem Grill landen.

Den vollständigen Test finden Sie gegen Gebühr auf test.de


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mma