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Farblaserdrucker: Druck auf die Kosten

Die Preise von Farblaserdruckern sinken stark. Wegen ihrer gestochen scharfen Seiten sind sie ohnehin oft die bessere Wahl.

Von Hannes Rügheimer

Fast wie ein Heiligtum standen sie noch vor kurzem in den Büros großer Unternehmen, meist in einem separaten Raum: Farblaserdrucker im Kühltruhenformat. Staunend raunten sich die Angestellten Preise zu: 6000 Euro, 10.000 Euro gar. Vorbei: Ein fast unglaublicher Preisverfall hat Drucker mit Farblaser-Technologie bezahlbar gemacht. Einfache Modelle für Privatleute und Kleinbüros sind schon für deutlich unter 300 Euro zu haben - wenig mehr als ein guter Tintenstrahldrucker, kaum teurer als ein schwarzweißer Laserdrucker. Für wen also ist ein Farblaser die richtige Wahl? Der stern hilft bei der Entscheidung und stellt einige Geräte vor.

Die Technik könnte nicht unterschiedlicher sein als im Tintenstrahler: Der sprüht feine Farbtropfen aufs Papier, beim Laserdrucker wird farbiges Tonerpulver auf dem Papier verteilt und mit Hitze aufgeschmolzen. Die Folge: Schriften und Linien erscheinen auf Laserausdrucken gestochen scharf. Auch bei großen Farbflächen wird das Papier nicht wellig - ganz anders bei Tinten-Drucken. Zudem sind die aufs Papier aufgeschmolzenen Toner-Drucke weitgehend unempfindlich gegen Feuchtigkeit oder Abrieb. Und schnell sind die Laserdrucker auch noch: Während ein A4-Ausdruck auf einem Tintenstrahlgerät gern mal zwei oder drei Minuten auf sich warten lässt, spucken Laserdrucker die farbige Seite schon nach 20 bis 30 Sekunden aus.

Die schnelle Farbe vermittelt ein großartiges Gefühl von Luxus: Es sieht einfach schicker aus, wenn man zum Beispiel Webseiten mit einem Reisebericht in Farbe ausdruckt statt in Grau. In vielen Fällen verbessert der Farbdruck Lesbarkeit und Übersicht, etwa bei digitalen Straßenkarten oder Fahrplänen aus dem Netz. Gerade im privaten Bereich macht Drucken in Farbe viel Spaß: Einladungskarten zur Geburtstagsfeier oder Dankesbriefe an die Patentante fürs schöne Geschenk sehen richtig professionell aus.

Die Laser-Fraktion kann besonders punkten, wenn nur selten gedruckt wird: Die Geräte sind vergleichsweise pflegeleicht. Eintrocknende Tinte bei langen Pausen etwa ist kein Problem.

Teure Verbrauchsmaterialien

Ein Schock allerdings sind auf den ersten Blick die Kosten für Verbrauchsmaterialien. Schon Tintenpatronen sind nicht billig, doch eine Tonerkassette für nur eine der vier Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz schlägt oft mit 70 bis 150 Euro zu Buche. Ein weiteres Verschleißteil ist die ebenfalls vierfach eingebaute Belichtungstrommel, die je nach Gerät 6000 bis 30.000 Seiten durchhält. Dann kostet sie zwischen 60 und 220 Euro - wenn sie nicht, wie bei manchen Modellen, gleich in der Tonerkassette eingebaut ist und mit dieser ersetzt wird. Viel Geld lässt sich sparen, wenn man im Internet nach dem günstigsten Anbieter für Toner und Trommeln sucht.

Doch deren Preise sind nur scheinbar hoch: Tausende Seiten lassen sich mit einer Kassette bedrucken - und so liegen die Kosten für eine A4-Farbseite je nach Drucker und bedruckter Fläche im Schnitt bei 4 bis 20 Cent. Und das kostet eine Seite aus dem Tintenstrahler auch.

Eindeutig ungeeignet sind Farblaser-Drucker allerdings für Fotografen, die häufig Fotoabzüge drucken wollen. Denn Farb-Laserdrucke sind immer aus einem feinen Raster aus Punkten aufgebaut. Auch wenn Bilder trotzdem meist gut aussehen, erreichen sie im Laserdruck nicht die Qualität eines Tintenstrahldruckers, der auf Fotos spezialisiert ist. Dessen Tintentröpfchen verlaufen so auf der Papieroberfläche, dass eine homogene Farbdeckung entsteht. Dann sehen die Bilder aus wie auf einem Abzug aus dem Labor - der allerdings meist billiger ist.

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