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Foto-Archivsoftware: Alles in Ordnung

Wer digital fotografiert, fotografiert mehr. Zuweilen so viel, dass der Überblick verloren geht. Archivierungs-Software hilft.

Sie kommen aus dem Scanner, aus Speicherkarten und aus CDs. Sie treffen per E-Mail ein, werden von Webseiten kopiert und direkt aus der eigenen Kamera. Sie sammeln sich in Ordnern, die "C 189" heißen oder ähnlich aussagestarke Namen haben, und sie tragen selbst Bezeichnungen wie img_8762.jpg.

Das Fotochaos auf dem PC besiegen

Ohne Bilddateien wäre digitale Fotografie nicht denkbar - doch je mehr davon auf dem Computer sind, desto unübersichtlicher wird es. Zu Hunderten, bei Vielfotografierern zu Tausenden verteilen sie sich in Festplatten-Ordnern und auf selbst gebrannten CDs. Je größer die Speicherkapazität des Rechners, desto größer ist meist auch das Fotochaos. Um Ordnung in den Wust zu bringen, empfehlen sich deshalb Archivierungsprogramme, wie sie früher nur von Fotografen oder Bildagenturen gebraucht wurden. Inzwischen gibt es solche Bildverwalter mit angeschlossener Datenbank auch immer mehr für Privatanwender.

Geeignet auch für Anfänger

Selbst sehr große Fotosammlungen stellen für sie kein Problem dar. Und auch Anfänger finden sich meist gut zurecht: Automatisch durchforsten die Programme die Festplatte nach Bilddateien, erstellen kleine Vorschaubilder und bringen sie in eine logische Struktur. Man kann die Bilder neu benennen, ihnen einen erklärenden Text zufügen und sie selbst angelegten Kategorien zuordnen (zum Beispiel "Kinder", "zu Hause" oder "Urlaub").

Neue Ordnung

Ordner und Unterordner - seit Jahrzehnten die gängige Methode, um Daten auf Rechnern zu sortieren - sind dabei verpönt: Moderne Software ordnet die Bilder auf einer Zeitleiste nach ihrem Entstehungsdatum an oder sortiert sie nach Themen in "Alben". Die nächste Stufe der Software-Intelligenz fehlt noch, ist aber in den Entwicklungsabteilungen der Hersteller schon absehbar: das automatische Erkennen dessen, was auf einem Foto zu sehen ist.

Wer nur wenig knipst, braucht womöglich gar kein Spezialprogramm. Schon Betriebssysteme wie Windows XP oder Mac OS X helfen beim Erstellen von Vorschauen, Diashows und bei der Druckvorbereitung. Doch je größer die Foto-Sammlung, desto besser sollten auch die Ordnungs-Tools sein.

Wir stellen einige aktuelle Bildarchivierungs-Programme vor. Nutzen Sie die Navigation links unter dem Bild, um zu den einzelnen Programmen zu gelangen.

Ulf Schönert/Ralf Sander

Paint Shop Photo Album 4

Jasc Software, Hersteller der bekannten Bildbearbeitungssoftware Paint Shop Pro, bietet mit Paint Shop Photo Album auch eine Archiv-Software an. Die Verwandtschaft der beiden Programme ist offensichtlich: Die Benutzeroberfläche ist nüchtern und richtet sich eher an erfahrene Anwender. Dabei bietet die Software alles, was man von einem soliden Bildverwalter erwarten kann: die Organisation in Alben, Assistenten für das Verschicken von Fotos per E-Mail, das Brennen auf CD und die Erstellung von Diashows.

Auch für die Bearbeitung von Bildern bietet Paint Shop Photo Album einen Satz an Werkzeugen: Neben Standards wie "Größe ändern", "Drehen" und "Zuschneiden" steht ein Optimierungsassistent bereit, der dem User in vier Schritten hilft, sein Bild zu verschönern. Hinzu kommen Funktionen zum Zusammenbauen von Panoramabildern, für das Entfernen von roten Augen und verschiedene Spezialeffekte.

Ein Programm wie der Werkzeugkasten aus dem Baumarkt: alles drin, was man braucht, aber knochentrocken präsentiert.

Paint Shop Photo Album 4, Jasc Software, ca. 30 Euro

Picasa

Picasa ist ein kleines Juwel unter den Bildarchivierern: Juwel deshalb, weil die Benutzeroberfläche sehr stilvoll designt ist und das Tool seine Arbeit extrem schnell erledigt. Besonders edel und gut: die Größe der Vorschaubilder lässt sich mit einem Schieberegler stufenlos einstellen - eine Funktion, die inzwischen auch einige Konkurrenten kopiert haben.

Als klein kann man das Programm deshalb bezeichnen, weil es sich auf das Wesentliche beschränkt: Minimale Funktionen zur Bildverbesserung, dazu eine Slideshow-Funktion und alle notwendigen Möglichkeiten, seine Bilder zu organisieren. Gute Idee: Der Sortierung nach Zeit wird besondere Aufmerksamkeit geschenkt, so dass sich Aufnahmen der Digitalkamera zu einer schönen Zeitleiste zusammenfügen. Das ist wörtlich zu nehmen, denn als einzigartiges Feature bietet Picasa die "Timeline", eine grafisch besonders hübsche und fließend animierte Darstellungsform der Alben, die sich per Schieberegler durch die Jahre navigieren lassen.

Picasa ist von Google übernommen worden und seitdem kostenlos. Obwohl das Tool nur auf Englisch erhältlich ist, kann es für jeden Digitalfotografen ein interessantes Hilfsmittel sein - oder auch Spielzeug.

Picasa, kostenlos unter www.picasa.com

StudioLine Photo 2

StudioLine Photo 2 ist ein Schwergewicht unter den Verwaltungsangestellten. Es verfügt nicht nur über alle notwendigen Features zur Archiv- und Albenverwaltung, integriert sind auch eine vergleichsweise mächtige Bildbearbeitung mit einer Menge verschiedener Filter und Korrekturmöglichkeiten sowie Assistenten für die Erstellung von Webgalerien und Diashows.

Außergewöhnlich ist die Art, wie StudioLine mit den Originalbildern umgeht: Diese werden nicht verändert. Eine spezielle Datenbank speichert Fotodaten und die Informationen über die Veränderungen an dem Bild getrennt und fügt sie erst bei der Ausgabe - ob auf Monitor, CD oder Drucker - zusammen. Aus diesem Grund muss man bei der Benutzung kein einziges Mal speichern. Alles wird automatisch protokolliert.

Trotz der profimäßigen Archivverwaltung, die auch vielfältige Möglichkeiten bietet, Bildbestände zu sichern, ist das Programm fast schon aufdringlich einsteigerfreundlich. Überall schwirren Fenster mit selbsterklärenden Buttons herum, bei jedem Arbeitsschritt tauchen Fenster mit Erklärungstexten auf. Zum Glück lassen sich diese Helfer nach einmaligem Auftauchen in die Wüste schicken. Allerdings sehr löblich: Es gibt ein 100-seitiges Handbuch.

Auffällig für ein Tool, das sich explizit auch an Profis wendet: die doch sehr verspielte Oberfläche und die insgesamt relativ langsame Performance.

Doch wer besonders auf die Unversehrtheit der Originaldateien achtet, findet in StudioLine Photo 2 einen kraftvollen Helfer.

StudioLine Photo 2, H&M Software, ca. 50 Euro

Attraktiv: Eine Basic-Version des Programms mit wenigen Einschränkungen gibt es kostenlos zum Download bei www.studioline.net

Photoshop Elements 3

Bisher hatte der renommierte Fotosoftware-Hersteller Adobe zwei Programme für Amateur-Fotografen im Angebot. Da gab es "Photoshop Elements" zum Bearbeiten und "Photoshop Album" zum Archivieren und Ordnen der Fotos. Die neue Version 3.0 von Photoshop Elements vereinigt beide Programme zu einer Komplettlösung, die alles bietet, was man als Digitalfotograf braucht. Verbesserte Möglichkeiten der Bildbearbeitung lassen ebenso wenig Wünsche offen wie das durchdachte Archivsystem, mit dem man ohne großen Aufwand auch sehr große Digitalbild-Sammlungen übersichtlich sortieren kann. Die Export- und Back-up-Funktionen sind ebenfalls durchdacht und so einfach umgesetzt, dass sich auch Anfänger gut zurechtfinden.

Photoshop Elements 3.0, Adobe, ab Oktober erhältlich, rund 99 Euro

ACDSee 7.0

ACDSee gehört zu den Klassikern unter den Bildbetrachtern. Auch die neue Version 7 wird ihre Fangemeinde nicht enttäuschen: Sie ist schnell, solide und bietet alles, was man für die professionelle Verwaltung seiner Bilder braucht. Aus Alben lassen sich Bildershows, PDF-Dateien, Foto-CDs oder Kontaktblätter machen. Für die Bilddatenbank gibt es vielfältige Bearbeitungs- und Sicherungsfunktionen. Die Benutzeroberfläche ist schlicht und funktional, Zusatzfeatures wie eine Bildbearbeitung sucht man vergebens.

Ein schnell arbeitendes Tool für Puristen, dafür aber vergleichsweise teuer.

ACDSee 7.0, ACD Systems, 49,99 US-Dollar, erscheint im Oktober

Magix Digital Foto Maker 2005

In seinen neuen "Digital Foto Maker 2005" hat Magix alles hineingestopft, was einem zum Thema Bildbearbeitung und -verwaltung einfallen kann. Archivierungs- und Sortierfunktionen, Backupverfahren zum Sichern des Bildbestandes, eine recht umfangreiche, aber einfach zu bedienende Bildbearbeitung ("Foto Clinic") und Module zum Aufnehmen und Bearbeiten von Musik und eingesprochenen Texten. Trotz der genannten Features liegt der Schwerpunkt der Software auf gelungener Präsentation. Egal, was man tut, nach spätestens zwei Klicks ist man in einer Umgebung, mit der man Diashows erstellen, steuern und mit Audio- und Video-Elementen versehen kann. Das ist gewöhnungsbedürftig, alle gewünschten Funktionen sind aber dennoch einfach zu erreichen.

Die Benutzeroberfläche ist trotz ihrer vielen Fenster und Hilfe-Popups gerade noch übersichtlich und einfach zu bedienen. Einsteiger finden Schritt-für-Schritt-Anleitungen und für einige Funktionen sogar Lehrvideos.

Ein Rundumsorglospaket für Einsteiger und Fortgeschrittene. Wer sich wirklich nur um die Verwaltung seines Bildbestandes kümmern will, dem könnte ein schlankeres Tool bessere Dienste leisten.

Digital Foto Maker 2005, Magix, ca. 40 Euro

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Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.