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Wohnen auf dem Fluss: Für Bastelfreunde: Dieses Hausboot ist im Angebot - für 160.000 Euro

Die SS Davenham besitzt einen Salon von 100 Quadratmetern, traumhafte Formen und einen sehr individuellen Innenausbau. Der neue Eigner müsste aber noch einmal richtig anpacken, damit der alte Frachter wieder flott wird.

Der kuschelige Master Bedroom.

Der kuschelige Master Bedroom.

180 Quadratmeter Wohnfläche, in der Nähe von London und nur 160.000 Euro? Das kann doch nicht stimmen? Doch, es stimmt, zu diesem Preis wird derzeit ein historisches Hausboot gehandelt. Der Nachteil: Der Liegeplatz ist nur gemietet und wird nicht mit erworben. Und: An dem Boot ist noch einiges zu tun. 

Ursprünglich handelt es sich bei der SS Davenham um einen kleinen Frachter, der 1946 von Yarwood and Sons gebaut wurde. Mitte der 60er Jahre wurde die Davenham als Transporter für Chemikalien der Farbindustrie außer Dienst gestellt, zwei Schwesterschiffe wurden abgewrackt. Die Davenham überlebte, bis sie einen Liebhaber fand. Aus dem ersten Fan wurden mehrere, die letzte, eine Lehrerin, hat das Schiff ein paar Jahre lang renoviert, 100.000 Pfund hingesteckt und gibt das Projekt jetzt ab. Fertiggestellt wurde das Hausboot nicht, der Innenausbau ist weit fortgeschritten und besitzt viel Charme. Handwerklich ist er sicher nicht perfekt ausgeführt – Shabby Chic eben.

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Hausboot: Ausbau mit Charme

Die Besitzerin sagte der "Daily Mail": Ich wollte schon immer auf einem Boot leben und als ich einen Blick auf sie warf, war es um mich geschehen. Als ich sie 2012 gekauft hatte, sah sie von außen so aus wie jetzt, aber innen gab es nur die Stahlhülle. Es war schon schön, aber die Streben sahen aus wie die silbernen Rippen eines gigantischen Walfisches." An Bord habe es nichts gegeben, als sie einzog. Weder Küche noch Bad. Die ersten Jahre seien wie Camping gewesen. "Das ist eine andere Art zu leben. Da muss man mit anpacken – du musst deine Gasflaschen tragen und Kohle heranschaffen und deine Wassertanks auffüllen." 

Mit etwa 30 Meter Länge und acht Meter Breite bietet die Davenham allerdings sehr viel Platz. Der große Salon misst 15 mal 6,5 Meter, teilweise hat der Saal sogar doppelte Raumhöhe. Die Maklerfirma PER Westray weist vorsichtshalber darauf hin, dass es viel Spielraum gibt, "um die vorhandenen Hauptwohnflächen und andere Räume zu verbessern".

Einiges bleibt zu tun

Anderseits sei schon viel gemacht. Allein 20 große Bullaugen wurden eingebaut, um die dunklen Frachträume in helle Wohnflächen zu verwandeln. Die Räume sind isoliert, Zentralheizung und Bad wurden neu installiert. Stromleitungen und Treibstofftanks benötigen dagegen eine helfende Hand. Dafür soll der Schiffsdiesel nur einen Service und eine Reinigung benötigen, die SS Davenham wäre also seetüchtig. Zumindest im Prinzip, denn die Brücke befindet sich im technischen Zustand der Nachkriegszeit. Moderne Elektronik fehlt vollkommen und sollte besser nachgerüstet werden.

Das wunderschöne Ruderhaus aus Holz bedarf auch einer kompletten Sanierung von innen und außen. Ohnehin hat sich die Vorbesitzerin im Wesentlichen mit dem Wohnraum aufgehalten. Von außen sieht das formschöne Schiff noch so aus, wie es vom Schiffsfriedhof gekommen ist. Oberhalb und unterhalb der Wasserlinie müssen Farbe und Rost entfernt werden. Danach sollte das Schiff neu gestrichen beziehungsweise beschichtet werden.

Die alte Lady benötigt also weiterhin viel Liebe, Arbeit und Geld.

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