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Thermomix-Woche: Teil 2 Der Thermomix kann alles? Von wegen!


Der Küchen-Alleskönner Thermomix erlebt momentan einen Hype. Warum eigentlich? Kochmuffel Heiner Walberg hat eine Woche lang den Selbsttest gemacht. Heute: Essen wie beim Italiener.

Als bekennender Konsumjunkie bin ich dem Thermomix verfallen. Knapp 20 Jahre im Hotel Mama und nochmal die gleiche Zeit mit Tiefkühlpizza sind wie ausgelöscht. Wenige Stunden mit der Küchenwunderwaffe und ich fühle mich einer Gehirnwäsche unterzogen.

Am ersten Tag gab es Tomatensuppe, selbstgemachtes Baguette und leckere Smoothies, alles mit frischen Zutaten. Dank Thermomix ist das auch super gelungen. Lecker, aber da geht doch noch mehr!?

Was bringt der zweite Tag?

Heute gibt es Nudeln mit Chorizo und Schinken. Zum Nachtisch ist ein Schokoladenkuchen geplant. Laut Thermomix-Kochbuch beides einfache Rezepte. Obwohl mir die Maschine fast alles abnimmt, sind verschiedene Schwierigkeitsgerade vermerkt. Als Kochmuffel kann ich das nicht beurteilen, entscheide mich aber vorsichtshalber für das vermeintlich einfache Essen - ich will mir die Erfolgserlebnisse vom Vortag nicht kaputtmachen.

essen & trinken mit thermomix
In dem neuen Magazin essen & trinken mit Thermomix finden Freunde der cleveren Küchenmaschine Rezepte, Tipps und Tricks. Das Heft erscheint sechs Mal im Jahr und ist offizieller Partner vom Thermomix.

Die Woche ist lang genug, um mich später an die "Haute cuisine" zu wagen. Das mitgelieferte Kochbuch liegt neben dem Elektro-Kochprofi, der dazugehörige Datenchip haftet magnetisch an der Maschine. Fehlen nur noch die Zutaten. Für Apple-Nutzer gibt es eine App, mit der sich in automatisierter Form eine Einkaufsliste erstellen lässt - genial! Leider habe ich kein iPhone. Ich erstelle meine Einkaufsliste notgedrungen von Hand und fühle mich als Handy-Besitzer zweiter Klasse - klarer Punktabzug.

Kleine Stolpersteine

Der Einkauf ist deutlich teurer, als ich es gewöhnt bin. Aber wenn das Essen so gut wird wie gestern ist mir das recht. Ich lege alle Zutaten bereit und mache mich an die Arbeit.

Erster Schritt: Den Parmesan-Käse häckseln. Macht wieder einen Höllenlärm, gelingt aber beeindruckend schnell und einfach. Als nächstes sollen Chorizo und Schinken kurz in den Edelstahltopf und ein bisschen zerkleinert werden. Ich ignoriere, dass ich beides im Supermarkt in Scheiben und nicht wie im Rezept vermerkt in Stücken bekommen habe. Das Ergebnis ist eine feine rötliche Pampe, die noch krebserregender aussieht, als sie es angeblich ohnehin schon ist. Ein Glück, dass die Nachspeise vegetarisch ist.

Das erste Mal merke ich, dass mir der Thermomix zwar das Kochen abnimmt, nicht aber das Mitdenken. Ich stehe wie ein Kaninchen vor der Schlange, starre den Thermomix an, beschließe dann aber, das kleine Malheur zu ignorieren. Die Nudeln werden bei diesem Rezept in der halbfertigen Soße und nicht im Wasserbad gekocht. Ich befürchte, dass echten Italienern an dieser Stelle der Appetit vergeht. Das Ergebnis ist trotzdem gut, zumindest geschmacklich. Optisch ist der merkwürdige Fleischbrei in den Nudeln kaum zu retten. Und  der Schokokuchen? Der ist am Ende super geworden! Hat aber stundenlang gedauert.

Ein Mindestmaß an "Küchenerfahrung" würde mir die Arbeit erleichtern. Ich wusste nicht, dass schon das kleinste Stückchen Eigelb die Zubereitung von Eischnee unmöglich macht. Mama wäre das nicht passiert.

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In dem neuen Magazin essen & trinken mit Thermomix finden Freunde der cleveren Küchenmaschine Rezepte, Tipps und Tricks. Das Heft erscheint sechs Mal im Jahr und ist offizieller Partner vom Thermomix.
Heiner Walberg

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