Neue Passfotos Lächeln verboten!


Mit der Einführung biometrischer Merkmale in Reisepass ist Schluss mit guter Laune auf dem Passfoto. Detailliert ist festgelegt, wie man auf den Bilder auszusehen hat.

Für das Passfoto der Zukunft gilt die strikte Devise "Lächeln verboten". Es darf nur noch nach Schablone hergestellt werden. Das geht aus einer Foto-Mustertafel des Bundesinnenministeriums hervor. Vom 1. November an werden nur noch ePässe oder Reisepässe mit Computerchip zur Identifizierung des Inhabers ausgegeben. Gegen den ePass erwägen Bürgerrechtler eine Verfassungsklage, weil neue Überwachungsgefahren drohten. Das beim Passamt eingereichte Foto wird elektronisch darauf überprüft, ob das Gesicht so von vorn gezeigt wird, dass das Augenpaar in der Horizontalen und das Nasenbein in der Vertikalen liegt. Der Mund hat geschlossen zu sein. Halbprofil ist out. Die Gesichtshöhe muss außerdem 70 bis 80 Prozent des Fotos einnehmen. Es muss in allen Bereichen scharf abgebildet und gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Bei Schlagschatten, Haaren im Gesicht oder spiegelnden Brillen leuchtet auf dem Computer ein roter Bilderrahmen oder ein roter Punkt auf, wie eine Inaugenscheinnahme in der Bundesdruckerei ergab: Das Bild wird zurückgewiesen.

"Wie dunkel dürfen getönte Augengläser sein?" wurde der Präsident des Centralverbandes der Deutscher Berufsfotografen, Hans Starosta, bei der Informationsveranstaltung des Bundesverbandes Informationswirtschaft (Bitkom) in der Bundesdruckerei gefragt. "Das würde ich auch gern wissen," sagte er. Immerhin, an der Kopftuchfront gibt es klare Entscheidungen. Das Kopftuch auf dem Foto, das nur Haare, Teile der Stirn und die Ohren bedeckt, wird akzeptiert, Verschleierungen, die nur die Augenpartie freilassen, ebenso wenig wie Basecaps.

Mit Material von Reuters

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