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Gartengeräte: Rasentrimmer bei Warentest – Akkugeräte überzeugen, weil sie leiser sind

In der Corona-Krise hat man endlich Zeit, sich dem Rasen zu widmen. Stiftung Warentest hat elektrische Rasentrimmer untersucht. Erfreulich: Es gibt gute Geräte, die sehr viel billiger sind als der teure Testsieger.

Mit einem Trimmer kann man auch an unzugänglichen Stellen das Gras stutzen (Symbolbild)

Mit einem Trimmer kann man auch an unzugänglichen Stellen das Gras stutzen (Symbolbild)

Getty Images

Quarantäne-Zeit ist Garten-Zeit. Nicht umsonst finden sich derzeit die längsten Schlangen vor Bau- und Gartenmärkten. Zweitwichtigstes Gerät neben den Rasenmäher ist der Rasentrimmer. Es ist eine Art von motorisierter Sense. Am Kopf eines langen Stabes sitzt ein Motor und dort rotiert entweder ein Kunststofffaden oder ein Set kleiner Plastikmesser. Mit den Trimmern kann man sehr genau Rasenkanten stutzen oder einen schmalen Pfad in einer Blumenwiese freihalten.

Es sind aber keine Motorsensen, die große Flächen mähen können. Profis benutzen Maschinen mit Benzinmotor, die machen nicht nur viel Krach, sie sind auch wegen der Kraft des Motors und der verstärkten Kunststofffäden ziemlich gefährlich. Bei Hobby-Gärtnern haben sich elektrische Geräte durchgesetzt. Nun hat die Stiftung Warentest 14 Exemplare getestet. Einige mit Kabel, die meisten mit Akkubetrieb. Alle Geräte arbeiten mit einem rotierenden Kunststofffaden. Maschinen, die mit kleinen Plastikmesserchen arbeiten, waren nicht im Test.

Akkus sind besser

Beim Rasentrimmer spricht viel für ein Akkugerät. Die Leistung reicht aus, wenn man nur einen Privatgarten pflegt. Gute Akkus schaffen 20 Minuten Dauerbetrieb. Weil man nur Kanten mit dem Gerät bearbeitet, bleibt man nicht an einer Stelle. Umso mehr Arbeit hat man bei Kabelgeräten mit der Stromzufuhr. Die Kabelgeräte sind sehr viel lauter, die Geräusche werden zudem als besonders unangenehm empfunden.

Allerdings sind Marken-Akkugeräte deutlich teurer. Ein Kabel-Trimmer eines Markenherstellers kostet weniger als 100 Euro, das Akkugerät mehr als 250. Hinzu kommt, dass der Stromspeicher gepflegt werden will. Wer ihn über den Winter im Gartenschuppen liegen lässt, wird sich nur kurze Zeit an dem Gerät erfreuen. Unter den Geräten eines Herstellers können die Akkus getauscht werden. Man muss also nicht für jedes Gerät einen teuren Akku kaufen. Der Nachteil der Systeme ist allerdings, dass man auf die Geräte eines Herstellers verwiesen ist. Auch ist keineswegs gesagt, dass die Marke in fünf Jahren noch die gleichen Batterien unterstützt.

Haltbare Geräte im Test 

Die gute Nachricht: Im Haltbarkeitstest erwiesen sich alle Trimmer im Test als unverwüstlich. Sie überstanden das Stutzen eines 6000 Meter langen Grasstreifens. Das schafft der Hobbygärtner in Jahren nicht. Wichtig ist, dass sich die Geräte auf die Größe des Gärtners anpassen lassen, im Bückgang macht das Stutzen keinen Spaß. Praktisch sind klappbare Pflanzenschutzbügel, sie verhindern, dass Blumen aus Versehen abgesäbelt werden.

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Die Kunststofffäden für Hobbygeräte sind nicht so gefährlich wie die verstärkten Fäden der Profis. Mit nackten Waden sollte man aber dennoch keinen Trimmer benutzen. Immer wieder passiert es auch, dass die Geräte kleine Steine emporschleudern. Daher sollte man eine Schutzbrille tragen.

Preiswert und gut

Testsieger unter den Kabelgeräten wurde der Stihl FSE 52 mit der Note "Gut". Es ist das einzige Kabelgerät mit akzeptabler Geräuschentwicklung. Der Preis beträgt 89 Euro. Der Testsieger unter den Akku-Trimmern ist deutlich teurer. 295 Euro kostet der Gardena Power Cut Li-40/30 Set. Das Gerät erzielt sehr gute Trimmleistungen und erreicht die Note "Gut" mit dem Wert 2,2. Auch auf 2,2 kommt auch der Trimmer von Makita. Der DUR181RF kostet aber nur 138 Euro. Mit der Note 2,3 auch noch "gut" schneidet der Alko Q 200 ab. Sein Preis beträgt 105 Euro. Das Gerät ist deutlich leichter als die Konkurrenten. Auch kostet ein Ersatzakku nur 40 Euro, beim Testsieger von Gardena sind 160 Euro fällig.

Den ganzen Text können Sie gegen eine Gebühr hier einsehen.

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