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Melderpflicht zum Jahresende Rauchmelder bei Warentest – welche Melder retten wirklich Leben?

Rauchmelder müssen regelmäßig  überprüft werden.
Rauchmelder müssen regelmäßig  überprüft werden.
© SetsukoN / Getty Images
Ab Januar müssen in jeder Wohnung Rauchmelder unter der Decke hängen. Die Stiftung Warentest hat sich 17 Geräte angesehen.

Pünktlich zum Jahresende 2020 enden alle Übergangsfristen, dann müssen Rauchmelder in jeder Wohnung installiert sein. Anders als Actionfilme suggerieren, ersticken die meisten Brandopfer, viele sogar im Schlaf, ohne den Brand rechtzeitig zu bemerken. Sie sollen von den kleinen Geräten gewarnt werden.

Die Tester haben 17 Rauchmelder geprüft, unter ihnen drei Modelle, die per Funk vernetzt werden. Wenn ein vernetztes Gerät Rauch aufspürt, lärmen alle los. Das ist in größeren Wohnungen wichtig, in denen ein entfernter Alarm überhört werden kann.

Rauchmelder billiger im Multipack

Die gute Nachricht: 13 von 17 Geräten schnitten gut ab. Darunter der Abus RWM150 für 18,90 Euro, der Hekatron Genius Plus Edition für 22 Euro. 29,90 kostete der kleine und laute Cavius 2007–004. Der günstigste "gut" benotete Funkmelder ist der Hekatron Genius Plus X Edition für 68 Euro.

Da man aber mehrere Geräte benötigt – für Schlafräume und Flure, die als Fluchtweg dienen, sind sie vorgeschrieben – erhöhen sich die Kosten. In Berlin und Brandenburg müssen in allen Aufenthaltsräumen, also auch in Wohnzimmern, Melder installiert werden. Der Preisabstand zwischen den einfachen Meldern und den Funkgeräten ist bei Einzelgeräten hoch. Die meisten Geräte werden aber deutlich günstiger, wenn mehrere Stück gekauft werden. Preisidee: Der X-Sense Rauchmelder war nicht im Test. Kauft man ein Fünfer-Bundle kostet ein Funkgerät nur noch 25 Euro.

Kontrolle einmal im Jahr

Das Gesetz schreibt eine jährliche Kontrolle vor. Dann wird geprüft, ob der Melder noch funktioniert, es empfiehlt sich, ihn bei der Gelegenheit ab- und auszusaugen. Da lohnt sich etwas Sorgfalt, die Geräte dürfen innen nicht verstauben. Nicht getestet wurden Wlan-Rauchmelder. Hier lassen sich die Funktionen komfortabel per App überprüfen. Diese Geräte senden auch einen Alarm auf das Smartphone, so erfährt man von einem Brand, auch wenn niemand daheim ist.

Kleben besser als Dübeln

Selbst wenn die Geräte klein sind, sind sie doch auffällig. Sie sollen an der Decke und möglichst mitten im Raum installiert werden. Mitgeliefert werden meist Schrauben und Dübel. Die kleinen Melder lassen sich aber auch ganz einfach ohne das mühsame Bohren in Betondecken mit einem doppelseitigen Montageklebeband wie dem Tesa Powerbond Ultrastrong befestigen. Bei weißen Decken fallen sie daher weniger auf, bei farbigen Decken umso mehr. Auf keinen Fall dürfen die Melder mit einer Wandfarbe einfach übergepinselt werden, da sonst die Lamellen zugeklebt werden und sie von Luft und Rauch angeschnitten werden.

Grundsätzlich müssen sich die Eigentümer mit dem Thema befassen. Mieter können immer eigene Melder installieren, müssten im Zweifel aber zusätzlich die Geräte des Vermieters und die damit verbundenen Kosten akzeptieren.

Den ganzen Test können Sie gegen eine Gebühr hier einsehen.

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