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Satellitennavigation: Fahrradwege aus dem Weltraum

Da geht's lang! Nein, dorthin müssen wir! Ein typischer Disput unter Radwanderern. Bald nicht mehr, denn Satellitennavigation für Biker kommt auf Touren.

Wir können die Schreiende-Brunnen-Tour fahren, die Rosswald-Runde oder unter 25 anderen wählen", sagt Barscht Hasenauer, 41, und grinst. In voller Biker-Montur sitzt er am PC, im Frühstücksraum seines Hotels im österreichischen Saalbach Hinterglemm. Weil es schon spät am Nachmittag ist, empfiehlt er die kurze Schleife zu einer Alm, tippt auf dem Rechner herum und hält dann triumphierend ein graues Gerät in die Höhe: "Jetzt ist hier die Route drauf. Mit dem Ding findet jeder den Weg."

Das kleine Teil, kaum größer als eine Zigarettenschachtel, ist ein Satellitennavigationsgerät (GPS). Hasenauer hatte 2001 als erster Biker Europas eine Strecke per GPS eingemessen und ins Internet gestellt. Inzwischen hat er auch das Revier seiner Heimatgemeinde eingespeist, 750 Streckenkilometer mit Höhenprofil, Hütten und Fotos. "Das zieht viele Fahrer an", sagt er. "Und jeder kann sich seine Tour bei mir runterladen."

Tourendaten von Profis und Amateuren

Dutzende Fremdenverkehrsämter in Österreich, der Schweiz und Deutschland haben es ihm nachgemacht. Die Tourendaten von professionellen Anbietern wie www.bike-gps.de kosten Geld, der Kilometer einige Cents, eine Alpenüberquerung, die fast jeder Zehnte heute mit Navigationsgerät meistert, etwa zehn Euro. Dazu kommen die Touren von Hobby-Radlern, die es gratis im Netz gibt (zum Beispiel bei www.gps-tour.info; www.gps-tracks.com). "Wir erleben gerade den Durchbruch", sagt Manfred Thaler, 37, Vermessungsingenieur bei Garmin, dem Marktführer für mobile GPS-Empfänger (www.garmin.de). "Die Radler freuen sich, dass sie sich die Touren nicht mehr selber erarbeiten müssen."

Abweichler brauchen weiterhin Papierkarten

Landkarten auf Papier werden nur gebraucht, wenn man von der geplanten Route abweichen möchte. Die Geräte, die Hasenauer verleiht, navigieren je nach Satellitenempfang zwischen einem und zehn Metern genau. Präzise genug, um zu erkennen, dass es nach dem Supermarkt links zur Alm geht und hinter der Brücke abermals links. Nur manchmal, im Wald, in Tälern oder bei dichten Wolken, verliert das Gerät kurz die Orientierung. "Schwaches Signal. Freie Himmelssicht erforderlich", meldet das Ding am Lenker beim Anstieg zur Alm. Hasenauer beruhigt: "Das dauert nur Sekunden, und es passiert ja nichts. Hauptsache, das Signal ist an der nächsten Gabelung wieder da."

Die Geräte werden immer robuster

Das Geräteangebot wächst sehr schnell, rund alle drei Monate kommen neue auf den Markt - die Preise sinken, der Speicherplatz wächst. Manche sind schlagfest und schwimmsicher, andere besitzen barometrische Höhenmesser und Kompass. Auf den Displays der meisten neuen Modelle sind Karten der jeweiligen Umgebung sichtbar, mit dem Radler als kleinem, mobilem Pfeil mittendrin. Das Topprodukt gibt auch akustische Fahrbefehle.

Mittlerweile sind sämtliche, auch topografische, Karten des deutschen Straßen- und Wegenetzes für solche Geräte verfügbar. Wer einen Windows-PC hat, kann seine Tour per Mausklick markieren und im GPS-Gerät speichern. Verfahren ist dann nicht mehr drin. Vorausgesetzt, man hat frische Batterien dabei. GPS-Pionier Hasenauer hat sie vergessen. Seine Alm ist kaum in Sichtweite, da meldet das Gerät: "Batterien schwach". Kurz darauf verschwindet die Anzeige. Zum Glück hat er die kurze Tour ausgewählt: Das Dorf ist noch in Sichtweite, die Rückfahrt kein Problem.

Joachim Rienhardt / print
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.