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Künstliche "Intelligenz": Trump, Tiere, Tortenrezepte: Das sind die lustigsten Twitter-Bots

Twitter gilt, abgesehen von Ausnahmen wie Donald Trump, als Spielwiese für Menschen, die in 280 Zeichen so viel Witz und/oder Intelligenz wie möglich quetschen wollen. Das ist toll, aber zwischendurch können ein paar eher simpel gestrickte Bot-Accounts Ihren Feed ganz herrlich auflockern.

Der Twitter-Account des Bots @common_squirrel

Der Twitter-Bot "Common Squirrel" (gewöhnliches Eichhörnchen) demonstriert, was ein Hörnchen eben so macht.

Hört man das Wort Bot, denkt man direkt an Propaganda, Meinungsmache, Wahlbetrug. Gibt es alles. Aber manche Menschen haben viel simplere Gründe, um solche automatisierten Twitter-Accounts zu programmieren. Viele starten schlicht als nerdiges Experiment, andere sind Fan-Accounts, und wieder andere machen einfach lustigen Quatsch. Auch, wer eine seriöse Twitter-Timeline pflegt – der ein oder andere Bot kann durchaus Vergnügen bereiten!

Für Touristen und Turm-Fans:

Gleich zwei Glockentürme von Weltruhm möchten wir Ihnen ans Herz legen: Für alle London-Fans ist es praktisch Pflicht, dem Big Ben (@big_ben_clock) zu folgen, der auf Twitter das tut, was er im Original gerade eine Weile nicht durfte: Läuten. Den selben Job hat auch das Hamburger Wahrzeichen St. Michaelis, besser bekannt als der Michel, auf dem Account @michelhamburg:

Für Bahnfahrer:

Momentan ist Bahn fahren ja nur bedingt witzig. Umso besser, dass @bahnansagen uns ein bisschen Liebe für die Deutschen Bahn zurückgibt, indem hier deren lustigste Schaffner zu Wort kommen. Die Ansagen stammen von Twitter-Nutzern.

Für Tierfreunde:

Was macht eigentlich ein Eichhörnchen den ganzen Tag? Wenn Sie auf Twitter dem @common_squirrel folgen, bekommen Sie da einen ganz guten Eindruck. Eichhörnchensachen eben. Klettern, springen, blinzeln, buddeln. Herzig!

Für Musikliebhaber:

Er ist für seine tiefgründigen Texte bekannt: Der Indiemusiker Marcus Wiebusch ist die Stimme der Hamburger Band Kettcar (gibt's auch in echt auf Twitter: @kettcar). Er ist auch sehr gut in Grammatik und Satzbau – im Gegensatz, das muss man eingestehen, zu seinem programmierten Twitter-Gegenpart @marcuswiebot. Der Bot bastelt aus Songtext-Bruchstücken neue Weisheiten zusammen. Und wenn er es mal satzbautechnisch hinbekommt, dann trifft er es auf den Punkt:

Für Freunde des historischen Kochens:

Klingt abseitig. Ist es auch. @kochkunstebooks zieht sich seine Satzfetzen aus einer Reihe digitalisierter historischer Kochbücher und vermengt die auf mitunter höchst amüsante Art. Mit ernsthaften Rezepten ist hier nicht unbedingt zu rechnen, wohl aber mit unfreiwillig weisen Lebensratschlägen.

Für Poeten:

Dieser Bot ist etwas hochschwelliger, aber sehr charmant. Denn "Accidental Haiku" alias @accidental575 findet in anderen Tweets die Struktur eines Haikus, einer japanischen Gedichtgattung mit drei Zeilen. Das macht besonders viel Vergnügen, wenn der Inhalt des "verhaikuten" Tweets eher plump ist.

Für Trump-"Fans":

Wer die polternden, oft unfreiwillig komischen Tweets des US-Präsidenten unterhaltsam findet, aber dessen Ego nicht als ein weiterer Twitter-Follower schmeicheln möchte, kann es stattdessen mit @deepdrumpf versuchen. Der Bot wurde von US-Wissenschaftlern entwickelt und bedient sich an Trumps echten Tweets. Die Neuschöpfungen können dabei mal lustig, mal verstörend sein:

WT