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Xbox gegen Playstation Der Wettstreit der Konsolenhersteller hat begonnen

Xbox Series X: Logo der neuen Playstation 5
Die PS5 soll am 19. November 2020 in den Handel kommen. 
© CHARLY TRIBALLEAU / AFP
Microsoft läutet mit dem Verkaufsstart seiner Xbox Series X den Wettstreit der Konsolenhersteller ein. Der der US-Technologieriese ist damit früher dran als Mitbewerber Sony, der erst am nächsten Donnerstag die PlayStation 5 in den Handel bringt. 

Microsoft hat am heutigen Dienstag die lang ersehnten Xbox Series X in den Handel gebracht und läutet damit den Wettbewerb zu Mitbewerber Sony ein. Das japanische Unternehmen wird am kommenden Donnerstag (19. November 2020) die fünfte Generation seiner PlayStation launchen – der Streit um das lukrative Weihnachtsgeschäft beginnt. Beide Modelle sollen hierzulande für 499 Euro erhältlich sein. Dabei bieten Microsoft und Sony jeweils eine abgespeckte Digital-Version ohne Laufwerk für ein schmaleres Budget an. 

Xbox gegen PlayStation 5: Beide Modelle haben technisch aufgeholt 

Sony startet als Marktführer in das Rennen: Die Playstation 4 des japanischen Konzerns verkaufte sich seit dem Start 2013 doppelt so gut wie Microsofts Xbox One. Experten rechnen jedoch damit, dass der US-Computerriese mit seinen Verkaufszahlen aufholen könnte. So erwarten etwa die Experten von Ampere Analysis, dass die Xbox bis Ende kommenden Jahres 13,5 Millionen Mal verkauft werden könnte und die PS5 17,9 Millionen Mal. Zudem ist Microsoft in geringerem Umfang von den Erlösen seiner Videospielsparte abhängig. 

Technisch haben beide Konsolen dabei einen enormen Sprung gegenüber den Vorgängermodellen gemacht. Nach Angaben des Spieleexperten Charles-Louis Planade von Midcap Partners, bringen beide Konsolen etwa zehn Mal so viel Leistung wie die bisherige Generation. "Wir werden Spiele haben, die schöner und realistischer aussehen und fesselnder sind", erklärte er. "Die Leute wird das umhauen."

Konsolen-Boom in der Coronakrise 

Sowohl Microsoft als auch Sony könnten nicht nur vom Weihnachtsgeschäft, sondern auch von der Coronakrise profitieren. Seit Ausbruch der Pandemie waren weltweit mindestens drei Milliarden Menschen aufgrund der damit einhergehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens dazu gezwungen, mehr Zeit als üblich zu Hause zu verbringen. Analyst Morris Garrard von FutureSource rechnet deshalb damit, dass es in den kommenden drei bis sechs Monaten für Kunden schwierig werden könnte, eine Konsole zu ergattern. "Sobald welche verfügbar sind, sind sie innerhalb weniger Minuten ausverkauft", lautet die Prognose des Experten.

Zugleich könnte die neue Generation womöglich die letzte physische Konsole sein. Google und Amazon setzen bereits auf Streamingdienste für Videospiele. Dabei müssen die Nutzer keine Spiele mehr kaufen und nicht einmal mehr die Hardware besitzen: Hier wird in Zukunft vom Endgerät der Wahl über eine Cloud auf die Games zugegriffen. 

yak mit AFP

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