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Ungewöhnliche Perspektive: Braut Liisa fotografiert ihre eigene Hochzeit

Als Liisa Luts und ihr Verlobter ihre Hochzeit planten, beschlossen sie, Organisations- und Entscheidungsstress zu vermeiden – von der Gästeliste bis zur Hochzeitstorte sollte nichts geplant sein. Die Hochzeitsbilder machte die Fotografin einfach selbst.

Am 28. August war er so weit: Hochzeit! Und zwar eine ganz besondere. Auch wenn die eigene Heirat für jedes Paar etwas ganz Besonderes ist, unterscheidet sich der große Tag von Liisa Luts und ihrem Mann doch sehr von anderen Trauzeremonien. Das in Tallinn, Estland, lebende Paar hatte im Vorwege beschlossen, die unzähligen Entscheidungen, mit denen sich Heiratswillige manchmal schon ein ganzes Jahr vor dem Termin auseinandersetzen müssen, zu umgehen. Sie wollten jeglichen Stress vermeiden und ganz schlicht heiraten. Ohne Brautkleid, ohne Torte – und ohne Fotografen.

Aber natürlich sollte es kein Fest ohne Erinnerungsfotos werden. Da die Braut Fotografin ist, beschloss sie, ihre Hochzeit selbst zu dokumentieren – vom Aufwachen bis zum Ins-Bett-Gehen. So nah dran sind Hochzeitsfotografen sonst nie. Das ist der eine Grund, warum die Bilder zu den ungewöhnlichsten gehören, die je auf einer Hochzeit gemacht worden sind.

Der zweite Grund ist die besondere Perspektive, die entsteht, wenn einer der beiden Hauptakteure bei einer Heirat den Part des Fotografen übernimmt. Um sich selbst im Bild zu haben, musste Liisa Luts tricksen. Dabei halfen Spiegel oder auch mal ein Selfie mit der Kamera – was nicht ganz einfach ist, da man, anders als beim Smartphone, nicht sieht, was man fotografiert.

Bereits die Vorbereitungen für den Gang zum Standesamt ziehen den Betrachter in Bann – und in das Privatleben des Paares. Da wird geschlafen, geduscht, geflochten und das richtige Paar Schuhe ausgesucht, bis alles stimmig ist. Es regnet, es ist kühl und die Hochzeitskutsche ist ein Cabrio. Luts hält nach Trauung nicht nur ihren Hochzeitsstrauß im Bild fest, sondern auch die Gänsehaut auf ihren Beinen. Und die Hand ihres Mannes auf dem Schaltknüppel – nun mit Ehering.

Die kleinen Details, die einem gebuchten Fotografen wohl niemals aufgefallen wären, geben diesem Album eine warme Atmosphäre und die Perspektive der Braut.

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.