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J. Peirano: Der geheime Code der Liebe: "Mein Freund sorgt sich um seinen Job - und lässt seinen Frust an mir aus"

Maritas Freund hat Probleme im Job und fürchtet, dass er seinen Arbeitsplatz verliert. Seinen Frust lässt der launische Mann an seiner Freundin aus. Es geht in ihrer Beziehung nur noch um seine Belange. Wie kann sich Marita abgrenzen?

Mein Mann meckert und jammert

Mein Mann meckert und jammert - was kann ich tun?

Getty Images

Liebe Frau Peirano,

mein Freund hat seit einem halben Jahr Probleme bei der Arbeit und sein Job ist bedroht. Er war schon immer recht launisch und auf sich bezogen, aber es ist in letzter Zeit viel schlimmer geworden. Wenn er nicht schlafen kann (er hat Schlafstörungen), verlangt er von mir, dass ich aus dem Schlafzimmer ausziehen und auf dem unbequemen Sofa schlafen muss. Manchmal regt er sich wegen Kleinigkeiten total auf, dann redet er stundenlang über seine Probleme. Wir haben viel Streit. Ich kann verstehen, dass er sich Sorgen macht. Er ist 52, und wenn er seinen Job verliert, findet er vielleicht nichts mehr. Aber ich leide auch unter der schlechten Stimmung. Und ich habe das Gefühl, dass ich ihm nicht helfen kann. Meine Tipps befolgt er nie.

Was soll ich machen?

Viele Grüße, Marita P.

Liebe Marita P.,

ich finde es schön, dass Sie sich um Ihren Freund sorgen und so viel Geduld mit ihm haben. Sie hören ihm zu, versuchen anscheinend, ihm guten Rat zu geben und halten seine schlechte Stimmung aus.
Aus meiner Sicht lassen Sie sich jedoch von Ihrem Freund zu viel bieten. Das zeigt auch das Beispiel mit dem Schlafzimmer: Ihr Freund hat Schlafprobleme. Ihm fällt es anscheinend schwer, neben Ihnen zu schlafen. Er übernimmt aber keine Verantwortung für die Lösung seiner Probleme, sondern schafft Ihnen noch zusätzliche Probleme. Sie müssen aus dem Schlafzimmer ausziehen und auf dem Sofa schlafen und bekommen so auch weniger Schlaf.


Auch seine negativen Stimmungen lädt er in der gleichen Weise bei Ihnen ab: Er redet stundenlang über seine Probleme, regt sich über Kleinigkeiten auf und ist anscheinend streitbarer als sonst. Anscheinend hat er das Gefühl, dass Sie selbstverständlich seine Probleme mit (er)tragen müssen.
In Ihrer Beziehung führt das zu zwei Problemen: Sie vermissen die Dankbarkeit und Anerkennung dafür, dass Sie ihm helfen wollen und sich von seinen Sorgen mit belasten lassen.
Außerdem fühlen Sie sich, wie es klingt, zunehmend von der schlechten Stimmung belastet.


Sie brauchen Freizeit, in der Sie abschalten und sich erholen können. Es ist wichtig für Sie, dass Sie abends und am Wochenende zur Ruhe kommen und mit Ihrem Partner schöne Dinge unternehmen können. Ansonsten sind Ihre Kraftreserven auch bald aufgebraucht.

Ich würde Ihnen deshalb empfehlen, dass Sie lernen, sich besser gegen Ihren Partner abzugrenzen, wenn Sie sich von der schlechten Stimmung belastet fühlen. Der erste Schritt ist, dass Sie einmal in sich hineinspüren, wie belastet Sie sich in den einzelnen Situationen fühlen. Achten Sie doch einmal genau auf Ihren Körper, wenn Sie mit Ihrem Freund zusammen sind und hören Sie darauf, was er Ihnen erzählt. Bei manchen Menschen zieht sich in Stresssituationen der Magen zusammen, andere haben ein Rauschen im Ohr, wieder andere atmen flach. Manchmal gibt es auch (sehr leise und manchmal ungenaue) innere Stimmen, die so etwas sagen wie "Das wird mir jetzt zu viel" oder "O nein, nicht schon wieder das Jobproblem" oder "das ist ungerecht". Das alles sind wichtige Botschaften Ihres Körpers!
Wenn Sie gut in sich hineinspüren, wird Ihnen immer klar, wenn eine Situation für Sie überfordernd ist. Falls Sie gut mit Zahlen umgehen können: Schätzen Sie doch auf einer Skala von 1-10 im Laufe des Tages immer wieder ein, wie belastet Sie sich fühlen.

Wenn Sie ein Zeichen Ihres Körpers bekommen haben oder auf der Skala von 1-10 oberhalb einer 4 sind, ist es Zeit, sich abzugrenzen. Sie Ihrem Partner freundlich sagen: "Du, sei mir nicht böse, aber das wird mir jetzt zu viel, mir schon wieder deine Sorgen anzuhören. Ich hatte auch eine anstrengende Woche und würde jetzt gerne etwas Ruhe haben. Ich gehe mal nach drüben und lese etwas (oder gehe spazieren, telefoniere mit einer Freundin."


Wenn seine Stimmung schlecht ist, könnten Sie das ebenfalls benennen. Am besten wäre es, wenn Sie bei Ihren eigenen Gefühlen bleiben und ihn nicht angreifen. Ein Beispiel: "Wenn du in diesem Ton mit mir sprichst, werde ich ganz angespannt. Ich habe dann das Gefühl, dass ich hier für Frieden und gute Laune sorgen muss. Das ist mir gerade zu anstrengend. Ich würde jetzt gerne eine Pause machen." Die Vorteile dieser Methode sind, dass in erster Linie Ihnen selbst und in zweiter Linie Ihrem Partner deutlich gezeigt wird, wenn er eine Grenze überschreitet und Sie zu sehr beansprucht. Möglicherweise ist Ihrem Partner gar nicht bewusst, wie sehr er Sie mit seinen Problemen in Mitleidenschaft zieht. Außerdem bekommen Sie mehr Zugang zu Ihren eigenen Bedürfnissen und können sich Ruhe gönnen oder vor seiner Stimmung in Deckung bringen.


Sie können Ihrem Partner auch empfehlen, sich professionelle Hilfe für seine Probleme bei der Arbeit zu suchen und z.B. einen auf Arbeitsrecht spezialisierten Rechtsanwalt oder einen Business Coach aufzusuchen. Damit zeigen Sie, dass Sie die Probleme bei der Arbeit ernst nehmen. So ernst, dass ein Profi ins Spiel kommen und die nächsten Schritte aufzeigen sollte.

Ich hoffe, dass die Stimmung bei Ihnen zu Hause sich bessert.

Herzliche Grüße, Julia Peirano  


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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.