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Online-Dating: Der Heiratsmarkt des 21. Jahrhunderts

Schluss mit Speeddating und Barbesuchen: Moderne Singles suchen vermehrt in der digitalen Welt nach dem richtigen Partner. Laut einer Umfrage wird es bald die Mehrheit sein.

Von Viktoria Meinholz

Liebe per Klick: Inzwischen gibt es mehr als 2000 deutsche Online-Singlebörsen

Liebe per Klick: Inzwischen gibt es mehr als 2000 deutsche Online-Singlebörsen

Den Partner fürs Leben finden - auf diese romantische Suche begeben sich regelmäßig Tausende von Singles. Immer mehr von ihnen greifen dabei auf die Möglichkeiten des Internets zurück. Das Netz scheint die perfekte Lösung für die oft so komplizierte Partnersuche zu sein. 39 Prozent der Deutschen denken, dass sich in zehn Jahren die meisten Paare im Internet kennenlernen werden. Das hat eine Umfrage des Allensbacher-Instituts im Rahmen des aktuellen Wissenschaftsjahrs ergeben.

Eine Aussage an die auch Wera Aretz, Professorin an der Hochschule Fresenius in Köln, glaubt. Sie forscht seit Jahren zu Online-Dating und digitaler Eifersucht. "Die Nutzung von Onlinedating-Portalen hat seit den 90er Jahren stark zugenommen, mittlerweile buhlen mehr als 2000 deutsche Online-Singlebörsen um Nutzer", sagt Aretz. "Das Internet ist eine weitere - wenn man so will moderne - Möglichkeit, Ausschau nach einem Partner zu halten." Eine Möglichkeit, die sich nach Ansicht der Expertin immer weiter durchsetzen wird.

Partnersuche bei Facebook

Die Vorteile des Online-Datings liegen auf der Hand: Es ist bequem, man kann gemütlich auf dem Sofa sitzen und dabei auf Partnersuche gehen - zu jeder Uhrzeit. Anders als in der Bar um die Ecke, ist das Angebot scheinbar unendlich. "Für bestimmte Nutzer ist von Vorteil, dass es eine gewisse Anonymität gibt und sie selbst entscheiden können, wem sie wann welche Informationen preisgeben", erklärt Aretz. Anders als im "realen" Leben können potenzielle Partner beobachtet werden, ohne dass man selbst in Erscheinung treten muss.

Bei sozialen Netzwerken sogar kostenlos. So manch einer findet seinen nächsten Partner inzwischen bei Facebook und Co. Laut der Allensbach-Umfrage gehen knapp 30 Prozent davon aus, dass die Menschen in zehn Jahren durch soziale Netzwerke weniger einsam sein werden. Für Wera Aretz sind sie für Beziehungen allerdings Fluch und Segen zugleich. "Auf der einen Seite ermöglichen sie den Kontakt zu einer großen Anzahl an Personen quasi per Knopfdruck. Auf der anderen Seite begünstigt dieses Medium aber auch sogenannte dysfunktionale Aspekte", so Aretz.

Durch das Internet würden auch normalerweise nicht zur Eifersucht Veranlagte plötzlich misstrauisch. "Dies liegt zum einen daran, weil man im Internet - anders als im direkten Gespräch, bei dem man die Stimme, die Körperhaltung und den Gesichtsausdruck interpretiert - nie die ganze Wahrheit erfährt. Zum anderen bietet es die Möglichkeit, unbemerkt Informationen über den Partner zu ermitteln." Und dadurch etwas zu erfahren, dass man vielleicht gar nicht wissen wollte.

Nicht nur für Versager

Lange Zeit hatte Online-Dating etwas Peinliches, war scheinbar nur für diejenigen die im "echten" Leben niemanden abbekommen. Studien widersprechen der ausschließlichen Nutzung durch unattraktive, erfolglose und schüchterne Online-Dater. "Das Online-Dating ist salonfähig geworden und es lassen sich eine Vielzahl von Angeboten erkennen, zum Beispiel seriöse Partnervermittlungen, bei denen es vorrangig um die Vermittlung eines Partners geht, Singlebörsen, bei denen das Flirten und schnelle Kennenlernen oftmals im Vordergrund steht, und sonstige Anbieter für spezielle Vorlieben", sagt Aretz. Bei der Wahl der Dating-Plattform ist Vorsicht geboten, wie aktuelle Recherchen des stern zeigen. Sie locken oft mit kostenlosen Angeboten, die erst auf den zweiten Blick ihren wahren Preis offenbaren. Und leider entpuppt sich so mancher Traummann im Nachhinein als Betrüger.

Rund sieben Millionen Singles suchen inzwischen im Internet nach der großen Liebe. Die Art und Weise, wie Partner sich finden, verändert sich. Doch ab dem Moment, in dem man sich ganz real gegenübersteht, ist es wieder wie in allen Liebesgeschichten. Entweder springt der Funke über oder eben nicht, entweder es wird die große Liebe oder eben nicht - egal ob mit oder ohne Internet.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(