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diplomand: Diplomand des Monats: Andre Freudenberg

geb. geb.1972

Universität Leipzig

Kommunikations- und Medienwissenschaft

Freuberg@gmx.de

Zur Person:

Ich heiße Andre Freudenberg. Geboren bin ich am 10. August 1972 in einer kleinen Stadt tief im Süden des heutigen Sachsens.

Die friedliche Revolution von 1989 war für mich in erster Linie eine Freiheitsrevolution. Das Eintreten für Freiheit auf der Basis christlicher Werte ist auch heute noch entscheidend für mein politisches Denken.

Nach dem Abitur und dem Zivildienst begann ich ein Studium der Journalistik und Politikwissenschaft in Leipzig. Dabei habe ich mich sehr viel mit den Printmedien, und im Rahmen meines Politikstudiums mit dem politischen System der Bundesrepublik beschäftigt.

Gegenwärtig studiere ich im 12. Semester und werde in wenigen Monaten meine letzten Prüfungen ablegen. Nicht zuletzt mein Freiheitsdrang hat mich bewogen, das »Land der unbegrenzten Möglichkeiten« einmal aus der Nähe kennen zu lernen. So habe ich ein Semester an der Binghamton University studiert und vier Monate am Cato Institute, einem Think Tank in der amerikanischen Bundeshauptstadt als Praktikant verbracht. Erfahrungen, die auch meine beruflichen Zukunftspläne beeinflusst haben: Politikforschung, wie sie an diesem Institut betrieben wird, stelle ich mir sehr spannend vor.

Der öffentliche Konflikt um die Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944«

Wie kaum eine andere historische Ausstellung war die Wehrmachtsausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung in den letzten Jahren Gegenstand öffentlicher Aufmerksamkeit und unzähliger teils heftig geführter wissenschaftlicher und politischer Kontoversen. Zu recht kann daher in vielerlei Hinsicht von einem öffentlichen Konflikt gesprochen werden, der in der vorliegenden Arbeit untersucht wird.

Theoretische Basis bilden zunächst allgemeine Konflikttheorien, wobei speziell auf die Bedeutung der Wehrmachtsausstellung als Thema eines öffentlichen Konfliktes eingegangen wird. Untersuchungen früherer NS-Konflikte in der Bundesrepublik Deutschland haben bestimmte Merkmale dieser Konfliktkategorie zutage gefördert, wozu unter anderem die Bedeutung von Werten und Normen, Legitimität und Interpretation, Normalisierung und Dramatisierung als Diskursstrategien, sowie die Bedeutung von NS-Konflikten für die politischer Kultur der Bundesrepublik Deutschland gehören (vgl. Bergmann, Lepsius, Herz/Schwab-Trapp). Diese Erkenntnisse spielen für die vorliegende Arbeit eine entscheidende Rolle.

Auf dieser Grundlage werden ausgewählte Redebeiträge aus politischen Debatten (Sitzung der Vollversammlung des Stadtrates München vom 11. Dezember 1996: Manfred Brunner, Dr. Dietmar Keese; Aktuelle Stunde des Deutschen Bundestages in der 163. Sitzung am 13. März 1997: Dr. Alfred Dregger, Otto Schily, Dr. Otto Graf Lambsdorff, Gerhard Zwerenz) analysiert. Hierbei findet die Methode der qualitativen Inhaltsanalyse Verwendung.

Dabei stellt sich insbesondere die Frage, welche spezifischen Kennzeichen dieser Konflikt trägt, und ob er Gemeinsamkeiten mit anderen NS-Konflikten aufweist, sich also in einen größeren Kontext einordnen lässt. Außerdem sollen die inhaltlichen Schwerpunkte und die Argumentationsstrategien der am Konflikt beteiligten Redner diskutiert werden.

Inhaltsverzeichnis 1. Einleitung

1.1 NS-Konflikte seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland

1.2 NS-Konflikte in den achtziger und neunziger Jahren

1.3 Die Wehrmachtsausstellung - Inhalt, Veranstalter, Geschichte

1.4 Forschungsleitende Fragen und Annahmen

1.5 Anmerkungen zur Methode

2. Begriffe und deren Erläuterungen

2.1 Konflikt - Definitionen und Funktionen

2.2 Öffentlicher Konflikt

3. NS-Konflikte - theoretische Ansätze

3.1 Nationalsozialismus und kulturelle Ordnung

3.2 Merkmale von NS-Konflikten

3.3 Argumentationsmodi: Normalisierung und Dramatisierung

4. Lager und Argumente im Konflikt um die Wehrmachtsausstellung

4.1 Einleitende Bemerkungen

4.2 Ausstellungskritiker - Argumente und Protestformen

4.3 Ausstellungsbefürworter: Argumente und Verhaltensweisen

4.4 Bevölkerungsmeinungen

4.5 Zusammenfassung

5. Der Konflikt um die Ausstellung »Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944« in München

5.1 Vorbemerkungen

5.2 Redebeitrag: Stadtrat Manfred Brunner (BFB)

5.3 Redebeitrag: Stadtrat Dr. Dietmar Keese (SPD)

6. Der Konflikt um die Ausstellung »Vernichtungskrieg - Verbrechen der Wehrmacht 1941-1944« im Deutschen Bundestag

6.1 Einleitende Gedanken

6.2 Redebeitrag Dr. Alfred Dregger (CDU)

6.3 Redebeitrag Otto Schily (SPD)

6.4 Redebeitrag Dr. Otto Graf Lambsdorff (F.D.P.)

6.5 Redebeitrag: Gerhard Zwerenz (PDS)

7. Schlussfolgerung

7.1 Inhaltliche Schwerpunkte

7.2 Merkmale der analysierten Teilkonflikte (Redebeiträge)

7.3 Normalisierungsdiskurs / Dramatisierungsdiskurs

7.4 Zusammenfassung und Fazit

7.5 Der Konflikt im Vergleich zu anderen NS-Konflikten

8. Literaturverzeichnis

Diplomarbeit:

Hochschule: Universität Leipzig

Institut: Universität Leipzig

Fachbereich: Kommunikations- und Medienwissenschaft

Art der Arbeit: Diplom

Abgabe: September 2000

Bearbeitungsdauer: 6 Monate

Seitenzahl: 134

Note: 3,3

Preis: 423,72 DM ?

Preis für Studierende: 211,86 DM ?

Bestellnr.: 25502930

Inhaltsangabe

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