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Alternativen zur staatlichen Bildung: Warum Privatschulen immer beliebter werden

Immer mehr Eltern sind unzufrieden mit dem staatlichen Schulsystem und suchen nach Alternativen für die Ausbildung ihrer Kinder. Wie gut sind Privatschulen? Und wie teuer sind sie überhaupt?

Von Christian Füller

Immer mehr Eltern vertrauen ihre Kinder Privatschulen an

Immer mehr Eltern vertrauen ihre Kinder Privatschulen an

Die Vorstellung, dass Privatschulen teure Eliteinstitute sind, die sich nur die oberen Zehntausend leisten können, ist einer der großen Irrtümer im Schulwesen. Zunächst einmal sind Privatschulen fast immer öffentlich, das heißt: offen für alle. Besser wäre es daher, von "Schulen in freier Trägerschaft" zu sprechen. Und nur etwa zwei Promille der deutschen Schüler zahlen jene horrenden Summen von bis zu 30.000 Euro pro Jahr, die alle schrecken.

Die Realität ist bunter - und billiger. Mehr als die Hälfte der 550.000 deutschen Schüler an allgemein bildenden Privateinrichtungen (ohne Förderschulen) besucht katholische Schulen - und die sind oft gebührenfrei, oder sie kosten so wenig wie das Berliner Canisius Kolleg: 70 Euro im Monat. Evangelische und Waldorfschulen, die auf Platz zwei und drei folgen, sind kaum teurer. Im Schnitt müssen Eltern 120 Euro monatlich aufbringen, schätzt der Verband der Privatschulverbände.

Wer schickt seine Kinder auf Privatschulen?

Seit dem Pisa-Schock haben viele Mütter und Väter das Vertrauen in die staatlichen Schulen verloren. Eine Meinungsumfrage des Forsa-Instituts für den stern zeigt, wie tief die Unzufriedenheit sitzt. Fast zwei Drittel aller Deutschen bemängeln das Schulsystem. Vielen Eltern gehen die permanenten Reformen auf den Nerv. Auch deshalb hat in den vergangenen zehn Jahren die Zahl der Privatschulen in Deutschland um 43 Prozent zugenommen. Von den rund 35.000 Schulen sind bereits 3057 privat.

Der Trend ist eindeutig: Nicht mehr nur das gehobene Bürgertum sucht heute nach Alternativen zur Staatsschule. Auch die Mittelschicht, so fand das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) heraus, wählt für ihre Kinder immer öfter eine private. Die Gruppe der Eltern mit Abitur ragt dabei heraus: Die Zahl der Privatschüler aus diesen Elternhäusern stieg in den vergangenen zehn Jahren um 77 Prozent. Die Studie "Eltern unter Druck" - erstellt im Auftrag der Konrad-Adenauer-Stiftung - erklärt, warum das so ist: "Vor allem in der bürgerlichen Mitte sind die Belange der Schule zum beherrschenden Thema des Familienlebens geworden. Das staatliche Schulsystemwird als mangelhaft und wenig zukunftsfähig erlebt." Eine Mehrheit der Bundesbürger wäre sogar bereit, "Schulgebühren zu bezahlen, wenn ihr Kind dadurch besseren Unterricht und bessere Lehrer hätte".

Aber leisten die Privatschulen das auch?

Bei der Pisa-Untersuchung schneiden sie im Durchschnitt tatsächlich besser ab. Die guten Leistungen haben allerdings weniger mit der Qualität der Institute zu tun, sondern viel mehr mit der Auswahl ihrer Schüler. Richtig aber ist: Sie können sich schneller entwickeln - indem sie ihr Konzept selbst bestimmen, ihre Lehrer selbst aussuchen und ihr Geld selbst verwalten. Und viele Privatschulen bringen Kinder und Jugendliche zum Erfolg, die von der Regelschule längst aufgegeben wurden. Es lohnt also, sich die Schulen in freier Trägerschaft genauer anzusehen.

Tipps für die Schulsuche:

Wie Eltern gute Privatschulen erkennen

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.