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SPD-Politikerin Manuela Schwesigs Sohn besucht Privatschule - so verteidigt sie die Schulwahl

Manuela Schwesig
Manuela Schwesig ist in die Kritik geraten, weil ihr Sohn auf eine Privatschule geht
© Odd Andersen/AfP
Der Sohn von Manuela Schwesig geht auf eine Privatschule. Das bringt der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern viel Kritik ein. Jetzt hat sie die Entscheidung verteidigt.

Die Wahl einer Privatschule für ihren Sohn ist nach den Worten der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, kein Ausdruck mangelnden Vertrauens in das staatliche Schulsystem. Das Bildungssystem des Landes bestehe aus öffentlichen Schulen und Schulen freier Träger, die vom Land auch finanziell gefördert würden. "Beide Schularten bieten für die Schülerinnen und Schüler in unserem Land guten Unterricht", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Wolgast. Ihr Sohn sei in den ersten vier Jahren in Schwerin auf eine staatliche Schule gegangen. "Und wir waren sehr zufrieden", betonte die Regierungschefin.

Es gehe um Vielfalt im Bildungsangebot. Die unterschiedlichen Angebote dürften nicht gegeneinander ausgespielt werden, mahnte Schwesig.

Lehrerverband kritisiert Manuela Schwesig

Zuvor hatte es Kritik von verschiedener Seite gegeben. Der Deutsche Lehrerverband kritisierte: "Die Regierungschefin hat in die öffentlichen Schulen Mecklenburg-Vorpommerns offenbar wenig Vertrauen", sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger zur "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ihrer Kultusministerin Birgit Hesse habe sie damit einen Bärendienst erwiesen. Allerdings, so Verbandschef Meininger, gelte auch hier, dass die Politikerin wie andere Bürger auch im Privatleben völlig frei entscheiden könne.

Nach Ansicht der Links-Opposition im Landtag offenbart der Schritt die Mängel und Lücken im staatlichen Schulsystem. Über Jahre hinweg seien öffentliche Schulen in Mecklenburg-Vorpommern kaputt gespart und Schulleitungen ans Gängelband gelegt worden.

tis DPA

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