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Bobbi Kristina Brown & Co.: Deshalb haben Promikinder häufig Probleme

Bobbi Kristina Brown, Cameron Douglas und Guillaume Depardieu tragen berühmte Nachnamen - und haben im Alltag große Probleme. Forscher erklären, warum es für sie so schwierig ist, normal zu leben.

Bobbi Kristina Brown, 21, zeigte sich via Twitter noch am Freitag guter Dinge, Samstag wurde sie leblos in ihrer Badewanne gefunden

Bobbi Kristina Brown, 21, zeigte sich via Twitter noch am Freitag guter Dinge, Samstag wurde sie leblos in ihrer Badewanne gefunden

Kurz vor ihrem Zusammenbruch sieht es so aus, als ob
Bobbi Kristina Brown fröhlich der Zukunft entgegenblickt. "Lasst uns
diese Karriere starten und schnell nach oben bringen, ja?", teilte
die 21 Jahre alte Tochter von Whitney Houston und Bobby Brown über Twitter ihren Fans mit. Seit Samstag nun
liegt Brown im Krankenhaus. Wie es ihr genau geht, ist offiziell
nicht bestätigt. Fest steht, dass sie kurz vor dem dritten Todestag
ihrer Mutter reglos in einer Badewanne gefunden wurde und ins
Krankenhaus gebracht werden musste.



Berichten zufolge war sie am Samstag in ihrem Haus in Roswell im
US-Staat Georgia von ihrem Ehemann und einem Freund entdeckt worden.
Die Behörden gehen nach ersten Ermittlungen von einem medizinischen
Vorfall aus. Mehr öffentliche Informationen solle es derzeit nicht
geben, teilte ein Anwalt mit, man wünsche sich derzeit Privatsphäre.

Schwieriges Verhältnis zu den Eltern

Es ist das bisher letzte Kapitel in der wechselhaften
Familiengeschichte der Browns und Houstons. Whitney Houstons einziges
Kind stammt aus der 2007 geschiedenen Ehe mit Brown, er hat fünf
Kinder. Immer wieder hatten Drogen- und Familienprobleme für
Schlagzeilen gesorgt, auch über den Tod der Sängerin hinaus. Sie war
am 11. Februar 2012 im Alter von 48 Jahren in einem Hotelzimmer in
Los Angeles gefunden worden. 

Die Promifamilie ist mit ihren Problemen nicht alleine. Häufig ist
das Verhältnis von Kindern prominenter Eltern zu diesen Stars
schwierig. So sitzt beispielsweise Michael Douglas' Sohn Cameron seit
gut vier Jahren wegen Drogenproblemen im Gefängnis. Peaches Geldof,
Tochter von Sänger Bob Geldof, starb schon mit 25 Jahren, vermutlich
an Drogen. Ihr Vater sagte später, er habe von ihrer Heroinsucht
gewusst und gebe sich Mitschuld an ihrem Tod. 

Alkohol und Drogen

Guillaume, der selbst schauspielernde Sohn des französischen Stars
Gérard Depardieu, konsumierte schon als Jugendlicher Alkohol und
Drogen, immer wieder stand er vor Gericht. Es folgten ein schwerer
Motorradunfall, unzählige Operationen, eine Beinamputation. Mit nur
37 Jahren starb er 2008 an einer Lungenentzündung. 

Und auch wenn die Kinder selbst eine passable Karriere hinlegen,
hören die Probleme oft nicht auf. Charlie Sheen ("Platoon"), jüngster
Sohn von "Apocalypse Now"-Star Martin Sheen, verlor seine Rolle in
der Erfolgsserie "Two and a half men" wegen Pöbeleien und
Drogenproblemen. Kiefer Sutherland ("24"), Sohn von
Schauspieler Donald Sutherland, verschlug es Weihnachten 2008 wegen
wiederholter Trunkenheit am Steuer 48 Tage in eine Zelle.

Überhöhung der Eltern

"Kinder berühmter Menschen bekommen eine unglaubliche
Aufmerksamkeit", schreibt die Psychologin Surabhika Maheshwari aus
dem indischen Neu-Delhi im "International Journal of Social
Sciences". Der Ruhm, den sie erfahren, sei aber etwas anderes als
eigener Erfolg, stellt sie nach ihren Forschungsinterviews mit einem
Dutzend Prominentenkindern fest. Das löse häufig Spannungen aus -
auch, weil die Kinder ihre Promi-Eltern oft noch mehr überhöhen als
es Kinder ohnehin schon tun. Maheshwari zitiert Untersuchungen,
wonach Prominente doppelt so häufig Alkoholprobleme haben und mehr
als vier Mal so häufig Selbstmord begehen wie der Rest der
Bevölkerung. 

Viel Stress also für die immer stärker unter Beobachtung von Fans und
Medien stehenden Prominenten-Kinder. Bobbi Kristina Brown bekam nach
ihrem Zusammenbruch öffentliche Unterstützung anderer Stars. "Gebete
für Bobbi Kristina", schrieb R&B-Sängerin Ciara. "Ich bete für
Bobb Kristina", erklärte auch Lady Gaga. "Die Welt sende ihr Kraft."
Und Rapperin Missy Elliott zeigte in einem kurzen Kommentar, worum es
trotz allen Ruhms gehe: "Ich sehe, dass einige Leute noch Scherze
machen. Sie hat ihre Mutter verloren. Damit umzugehen, ist härter als
Ihr denkt."  

Christian Fahrenbach, DPA / DPA

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