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Bobbi Kristina Brown: Aufweckversuch der Ärzte endet dramatisch

Nach 24 Tagen sollen die Ärzte versucht haben, Bobbi Kristina Brown aus dem künstlichen Koma aufzuwecken. Doch die Tochter von Whitney Houston reagierte ganz anders als erhofft.

Von Frank Siering, Los Angeles

Bobbi Kristina Brown soll nach einem missglückten Aufweckversuch weiterhin im künstlichen Koma liegen

Bobbi Kristina Brown soll nach einem missglückten Aufweckversuch weiterhin im künstlichen Koma liegen

Eine junge Frau kämpft um ihr Leben. Kurz nachdem Bobbi Kristina Brown am 31. Januar leblos in ihrer Badewanne in ihrem Haus in Georgia gefunden worden war, versetzten die Ärzte die Tochter von Whitney Houston in ein künstliches Koma.

Jetzt sollen sie versucht haben, die 21-Jährige zurück ins Leben zu holen und aus dem künstlichen Koma aufzuwecken. Doch der Versuch scheiterte. Nach Aussagen von Familienmitgliedern gegenüber dem "People Magazine" habe die junge Frau mit "schlimmen Anfällen und heftigen Krämpfen" auf den schwierigen Aufweck-Prozess reagiert. Daraufhin hätten die Ärzte Brown sofort wieder in ein künstliches Koma versetzt.

"Keine Chance auf ein normales Leben"

Zuvor sollen die Spezialisten, die Bobbi Kristina behandeln, die Medikamente abgesetzt haben, die die junge Frau bis dahin im Dauerschlaf gehalten hatten. "Doch ihr Körper reagierte nicht besonders gut auf die Absetzung der Medikamente", zitiert das Magazin einen Arzt im Emory University Hospital, in dem Brown behandelt wird.

Die Aussagen um ihren aktuellen Gesundheitszustand gehen derweil weiterhin auseinander. Ihr Vater, Bobby Brown, füttert die Medien immer wieder mit positiven Nachrichten und soll sich vor Kurzem geweigert haben, seine Tochter aufzugeben und die sie am Leben haltenden Maschinen abstellen zu lassen.

Von anderer Seite ist zu hören, dass die 21-Jährige selbst bei einem möglichen Überleben dieser Extremsituation "keine Chance mehr auf ein normales Leben hätte, da sie zu lange bewusstlos unter Wasser war", so ein Mitglied der Ärztefakultät des Krankenhauses, in dem Brown vor ihrer Verlegung nach Emory war.

Die Familie hofft weiter

Warum Bobbi Kristina überhaupt aus dem künstlichen Koma aufgeweckt werden sollte, erklärt Subhashini Ramesh, ein Medizin-Professor an der Georgeia Regents University: "Entweder haben sich die Probleme des Patienten leicht verbessert oder die Ärzte wollten sehen, was der Körper des Patienten mittlerweile selbst aushalten kann."

"Heute haben wir einen herben Rückschlag erlitten", soll ein Familienmitglied den Aufweck-Versuch kommentiert haben. "Wir waren so optimistisch. Am härtesten trifft es Bobby. Er betet jeden Tag für seine Tochter und hofft, dass alle anderen das ebenso tun", so die Quelle weiter.

Ermittlungen gegen Nick Gordon

Und so setzt sich die tragische Geschichte der Tochter einer Poplegende weiter fort. Bleibt zu hoffen, dass Bobbi Kristina nicht genauso endet wie ihre berühmte Mutter. Die Sängerin war 2012 ebenfalls bewusstlos und voller Drogen in einer Badewanne in einem Hotelzimmer im Beverly Hilton Hotel gefunden worden. Für sie kam damals jede Hilfe zu spät.

Weiterhin unklar ist, welche Rolle der Freund von Bobbi Kristina in diesem tragischen Vorfall in Georgia spielt. Gegen Nick Gordon wird derzeit ermittelt, weil angeblich zwei Tage vor dem Badewannen-Zwischenfall ein Vorfall stattgefunden habe, bei dem Gordon Bobbi Kristina möglicherweise verletzt haben könnte.

Die Familie der 21-Jährigen erlaubt Gorden deshalb im Moment auch nicht, seine im Koma liegende Freundin im Krankenhaus zu besuchen. Ein TV-Sender in Georgia zitiert eine Quelle mit den Worten: "Es gibt viele Familienmitglieder, die glauben, dass Gordon etwas mit dem Koma von Bobbi Kristina zu tun haben könnte."