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Diagnose Eierstockkrebs: Bewegende Worte einer Mutter an ihre verstorbene Tochter

Giovannas Trainerin vermutete, die 15-Jährige sei schwanger, ihre Mutter war schockiert. Stattdessen hatte das Mädchen einen Zehn-Kilo-Tumor im Bauch und Eierstockkrebs. Dieses Jahr wäre sie 21 geworden – ihre Mutter schrieb ihr einen letzten Brief.

Drei Bilder des Teenagers auf der Website der Stiftung

Unter dem Titel "Giovanna's Gift" sammeln Giovannas Eltern Spenden für die Erforschung von Eierstockkrebs und für betroffene Familien

"Liebe Giovanni, mein süßes, quirliges Mädchen", beginnt der Brief von Angela Ienco an ihre Tochter. An Giovanna, die am 11. Juli 2012 ihrer Krebserkrankung erlag. An Giovanna, die in diesem Jahr 21 geworden wäre. An Giovanna, deren letzter Wunsch es war, dass ihre Eltern Geld sammeln und spenden für die Eierstockkrebs-Forschung. Und für Menschen, die einen solchen Fall in der Familie haben, wie sie ihn erlebt haben. 

Giovanna war 14 Jahre alt, als ihre Mutter sie 2012 vom Korbball-Training abholte. Die Trainerin sprach Angela Ienco an und fragte sie, ob ihre Tochter vielleicht schwanger sei. Die Mutter kochte innerlich bei dem Gedanken, schließlich war ihre Tochter doch noch ein Kind. Doch dann schaute sie Giovanna an, wie sie über das Spielfeld lief – und ihr Bauch unter dem T-Shirt sichtbar hervorstand. Zwar habe das Mädchen immer ein Bäuchlein gehabt, doch in der letzten Zeit war sie auch häufig müde. Die Mutter hatte sich das mit Stress in der Schule erklärt.

"Wie konnte ich das nicht bemerken?"

"Darling, kann Mama deinen Bauch abtasten", fragte Angela Ienco abends, als Giovanna im Bett lag. Er habe sich wie der Bauch einer im fünften Monat schwangeren Frau angefühlt, schreibt die Mutter in ihrem Abschiedsbrief. Steinhart. Ob das Kind wirklich schwanger war? Ob es sexuell belästigt worden war?, fragte sich die besorgte Mutter. Sie beschloss, am folgenden Tag mit Giovanna einen Arzt aufzusuchen. Sie verstand nicht, wie sie den Bauch ihrer Tochter nicht bemerkt haben konnte.

Beim Hausarzt bat Angela Ienco darum, diskret einen Schwangerschaftstest zu machen. Anschließend wurden die beiden direkt zum Ultraschall geschickt. Während der Sonographie sah der Arzt besorgt aus und sagte: "Es ist ein Geschwür in der Größe eines Fußballs." Er schickte Mutter und Tochter direkt ins Krankenhaus. Dort vermutete man eine Zyste und machte Tests. Ein paar Tage später, Angela Ienco bereitete gerade das Abendbrot zu, klingelte das Telefon. Ein Arzt sagte: "Kommen Sie bitte morgen früh um 9 Uhr." Am nächsten Tag wurde Giovanna operiert, ein zehn Kino schwerer Tumor und ein Eierstock wurden aus dem Bauch entfernt. Eine Woche später durfte Giovanna nach Hause. Doch die Freude darüber währte nur kurz.

Zwei Tage später kam die Diagnose: Eierstockkrebs

"Sechsmal Chemo und du spielst wieder Korbball", zitiert Angela Ienco den Onkologen in ihrem Abschiedsbrief. Ein paar Wochen später hatte Giovanna Geburtstag, an dem Tag, an dem sie 15 wurde, bekam sie ihre erste Chemotherapie. Am Tag darauf wurde nachgefeiert, alle Freund kamen zu Giovannas Party. Obwohl sie noch geschwächt war, sagte sie: "Das war die beste Nacht meines Lebens!" Ihre Mutter hätte den Abend am liebsten für immer konserviert.

Mutter und Tochter im Jahr 2012

Unter größten Schmerzen kam Giovanna zwei Wochen später wieder in Krankenhaus. Ihr Bauch war erneut angeschwollen, dieses Mal so sehr, dass sie wie im neunten Monat schwanger aussah. Sie erhielt eine weitere Chemotherapie. Zwei Wochen und eine weitere Chemo später nahm der Arzt die Eltern zur Seite. "Giovannas Organe versagen", sagte er. "Es gab nichts, was wir tun konnten, Liebling", schreibt die Mutter in ihrem letzten Brief an Giovanna. Am kommenden Tag wurde das Mädchen sediert, um die Schmerzen zu lindern. Angela Ienco kroch zu ihr ins Bett und schlief sofort ein. Am nächsten Morgen übernahm Giovannas Vater Fred ihren Platz, anschließend kuschelte sich ihr Bruder zu ihr. Mittags atmete Giovanna zum letzten Mal aus. Zwischen der Diagnose und ihrem letzten Atemzug waren weniger als drei Monate vergangen.

Giovannas letzter Wunsch: Spenden für andere Erkrankte

"Deine Stimme leitete mich, wenige Monate nach deinem Tod gründete ich eine Stiftung mit dem Namen 'Giovannas Geschenk'", schreibt Angela Ienco an ihre Tochter. "Nach sechs Jahren haben wir mehr als 50.000 Dollar für die Erforschung von Eierstockkrebs und das Ronald-McDonald-Haus, so wie du es wolltest. Dort gibt es dir zu Ehren sogar einen Raum mit deinem Namen", schreibt die Australierin ihrer verstorbenen Tochter. "Ich weiß, dass du gewollt hättest, dass ich deine Geschichte erzähle, aber anderen Familien unser Leid erspare. Eierstockkrebs ist ein silent killer. Hätten wir seine Anzeichen früher erkannt, hätten wir dich vielleicht retten können. Du wirst immer mein größtes Geschenk bleiben, Giovanna. Mit all meiner Liebe, Mum", verschiedet sie sich.

Ronald-McDonald-Häuser sind Hospize für schwer erkrankte Kinder, von denen es mehrere auf der Welt gibt. Giovanna war mit ihren 15 Jahren die jüngste Patientin im australischen Bundesstaat Victoria, die an Eierstock verstorben ist. Sie wäre in diesem Jahr 21 geworden. Ihre Eltern veranstalten daher in Mildura, Australien, ihr zu Ehren ein Galadinner und hoffen auf weitere Spenden. Februar ist in Australien der "Ovarian Cancer Awareness Month", der Monat, in dem die Aufmerksamkeit dem Thema Eierstockkrebs gibt.

Quellen: "kidspot", "abc.net,au"

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(