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Schlachtung : Klassenlehrer will Hausschweine einer britischen Grundschule schlachten lassen

Die Kinder sollen lernen, woher ihre Nahrung kommt. Deshalb will der Lehrer Peter Harris, dass die beiden Hausschweine einer Grundschule in Leeds in den Sommerferien geschlachtet werden.

Die Schulschweine mit Schülerin Charlotte Heap, 11, die sich um sie kümmert

Die Schulschweine mit Schülerin Charlotte Heap, 11, die sich um sie kümmert

Action Press

Eine tolle Idee hatte die Grundschule Farsley Fields im britischen Leeds. Auf dem Schulgelände gibt es nicht nur einen Pausenhof, sondern sogar einen kleinen Bauernhof! Hier bauen die Kinder zusammen mit den Lehrern Obst und Gemüse an. Außerdem leben hier einige Hühner, die von allen gemeinsam versorgt werden – und seit diesem Schuljahr auch zwei kleine Schweine. Die beiden gefleckten Rüsselnasen gehören zur seltenen, alten Rasse Gloucester Old Spots, die als besonders freundlich und genügsam gilt. Doch in diesem Sommer soll das Leben der beiden Schweinchen ein Ende finden.

Die beiden Schulschweine sollen sterben

Der Lehrer Peter Harris, mit dem die Kinder die beiden Schweine betreuen, will die Tiere in den Sommerferien schlachten lassen. So sollen die Schüler lernen, wie die Nahrungskette funktioniert und woher ihr Essen kommt. Einerseits ein pragmatischer Schritt – tatsächlich finden ja, abgeschirmt von unseren Blicken, täglich Millionen von Schweinen dieses Ende und niemand empört sich. Andererseits hat man zu Haustieren, um die man sich täglich liebevoll kümmert, ein anderes Verhältnis. Deshalb ist es erstaunlich, dass es bisher wenig Gegenwind für Harris' Vorhaben gab.

Die "Yorkshire Evening Post" sprach mit einer seiner Schülerinnen. Die 11-jährige Charlotte Heap hat die beiden Schulschweine gern, kann aber nachvollziehen, dass sie geschlachtet werden sollen. "Für die meisten von uns ist die Vorstellung völlig okay", sagt sie. "Wir haben alle viel dadurch gelernt. Mr. Harris ist selbst Vegetarier und will, dass jeder seine eigenen Entscheidungen treffen kann und weiß, woher sein Essen kommt. Das ist mir auch wichtig." Und auch von einem Elternteil kommt Lob für die Aktion: "Obwohl sich einige Menschen über Social Media negativ äußerten, finde ich die Haltung der Schweine auf dem Schulbauernhof fantastisch. Alle meine Kinder wurden so erzogen, dass sie wissen, wie ihre Nahrung entsteht und das hält sie nicht davon ab, Fleisch zu essen."

Die beiden gefleckten Schweinchen haben (hatten?) ein gutes Leben

Die beiden gefleckten Schweinchen haben (hatten?) ein gutes Leben

Action Press

Eine Ex-Schülerin startet Petition gegen Schlachtung

Eine ehemalige Schülerin der Farsley Fields-Grundschule sieht das jedoch weniger entspannt: Ix Willow hat eine Petition gestartet, um das Leben der beiden gefleckten Schweinchen zu retten. "Indem man Kindern beibringt, dass es okay ist, Tiere auszubeuten und umzubringen, verfehlt man die Aufgaben einer Schule. Es könnte außerdem traumatisierend für die Kinder sein, die die Tiere kennengelernt haben und nun wissen, dass sie sterben müssen."

Klassenlehrer Harris respektiert diese Meinung. Er verstehe "die persönliche Ansicht mancher Menschen", sagt er, will aber trotzdem an seinem Vorhaben festhalten. "Ich glaube, dass wir so die Aufmerksamkeit auf die Fleischindustrie lenken, und auf deren Probleme wie Tierwohl und Nachhaltigkeit. Unsere Schweine leben doppelt so lange wie kommerzielle Nutztiere und genießen das Draußensein mit der Möglichkeit, in der Erde zu wühlen." Dennoch könnte im Sommer mit diesem glücklichen Schweineleben Schluss sein.

Quellen: "Metro UK" / "Yorkshire Evening Post"

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wt

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