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Lehrer in Klinik: "Kuchen für Tschernobyl" war Haschischkuchen

Zehn Lehrer aus Lüneburg sind gestern ins Krankenhaus eingeliefert worden, weil sie ahnungslos einen Haschischkuchen gegessen haben.

Zehn Lehrer aus Lüneburg sind gestern ins Krankenhaus eingeliefert worden, weil sie ahnungslos einen Haschischkuchen gegessen haben. Der Schokoladenkuchen stand morgens vor dem Lehrerzimmer der Herderschule, wie die Stadt mitteilte. Nach dem Verzehr klagten mittags einige Lehrer über Zittern und Unwohlsein. Die Polizei wurde eingeschaltet. Im Klinikum erhärtete sich der Verdacht: Bei Proben wurden die typischen Spaltprodukte nach Cannabis-Genuss gefunden.

Der Kuchen stieß bei niemandem im Kollegium auf Misstrauen, weil es an der Schule üblich ist, dass Schüler für Lehrer so genannte "Kuchen für Tschernobyl" backen. Dabei bezahlen die Lehrer für den Kuchen; der Erlös kommt einem Projekt in der Region Tschernobyl zugute. Bis zum Mittwochabend sollten die Lehrer wieder aus der Klinik entlassen werden. Gesundheitliche Schäden trug niemand davon.

Unklar ist zurzeit noch, wer den Kuchen vor das Lehrerzimmer gestellt hat. Stadtdirektor Peter Koch schaltete das Gesundheitsamt ein; der Kuchen sollte von Spezialisten untersucht werden. Das Gymnasium hat knapp 700 Schüler und 65 Lehrer. Auf der Homepage prangt das Motto: "Fair miteinander umgehen, sich wohlfühlen und etwas leisten."

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