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Private Haftpflicht: Nicht nur was für Tolpatsche

Was die wenigsten Menschen wissen: Richtet jemand einen Schaden an, haftet er dafür mit seinem ganzen Vermögen. Da macht eine private Haftpflichtversicherung durchaus Sinn. Dennoch sollten einige Regeln beachtet werden.

Zwar heißt es, dass die Deutschen grundsätzlich überversichert sind - doch wenn es um die wirklich wichtigen Policen geht, dann sieht es in den heimischen Haushalten gar nicht so gut aus. So sollte grundsätzlich die private Haftpflichtversicherung bei niemandem fehlen. Denn jeder Mensch haftet, wenn er einen Schaden anrichtet, unbegrenzt - mit seinem gesamten Vermögen. Worauf es bei der Haftpflichtversicherung ankommt, lässt sich in zehn Regeln zusammenfassen.

1.

Ausreichenden Schutz vereinbaren: Grundsätzlich sollte die Versicherungssumme bei Sach- und Personenschäden mindestens drei Millionen Euro betragen. So ist man für alle Eventualitäten abgesichert.

2. Die Familie mitschützen: Wichtig ist, dass jeder in der Familie geschützt ist - auch ohne eigene Police. Bei Verheirateten mit Kindern ist das ohnehin der Fall, aber auch Unverheiratete brauchen nur eine Police, wenn der Partner im Vertrag steht. Kinder unter 18 Jahre sind immer mitversichert. Auch nach der Volljährigkeit besteht Schutz bis zum Ende der ersten Ausbildung.

3.

Selbstschutz ist wichtig: Wer selbst von jemandem ohne Haftpflichtversicherung geschädigt wird, kann sich durch eine Forderungsausfallversicherung im eigenen Haftpflichtvertrag gegen die finanziellen Folgen schützen. Man bekommt dann einen eigenen Schaden von der eigenen Versicherung ersetzt, wenn der Verursacher nicht zahlen kann.

4. Geld sparen: Wenn zwei zusammenleben, die vorher jeweils einen eigenen Vertrag hatten, ist nur noch eine Police nötig - die andere kann gekündigt werden. Möglich ist das immer beim zuletzt abgeschlossenen Vertrag.

5.

Den günstigsten Anbieter wählen: Der Umfang der privaten Haftpflicht ist (außer bei der Versicherungssumme) nahezu identisch. Die Wahl kann also nach dem Preis erfolgen.

6.

Alle Risiken versichern: Die private Haftpflichtversicherung schützt nicht gegen jedes Risiko. So ist für Hausbesitzer eine Police sinnvoll, die zusätzlich Bauvorhaben bis zu einer Bausumme von mindestens 50.00 Euro versichert. Damit sind spätere Umbauten abgedeckt. Außerdem brauchen Besitzer von Hunden, Pferden, wilden Tieren, Rindern, sonstigen Reittieren und landwirtschaftlich genutzten Tieren eine Tierhalterhaftpflichtversicherung. Zu den wichtigen Versicherung zählt auch die Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung, wenn in der eigenen Immobilie ein Öltank eingebaut ist.

7. Schaden sofort melden: Grundsätzlich sollten alle Schäden sofort gemeldet werden, damit die Versicherung von Anfang über den Sachverhalt Bescheid weiß. Das ist vor allem aus einem Grund wichtig: Die Haftpflichtpolice zahlt nicht nur bei berechtigten Ansprüchen, sondern sie verteidigt den Versicherten auch gegen unberechtigte Forderungen - notfalls vor Gericht. Je besser die Versicherung informiert ist, desto besser kann sie helfen.

8.

Niemals die Schuld anerkennen: Wer bei einem Haftpflichtschaden seine eigene Schuld anerkennt oder sogar schon eine Zahlung leistet, verliert in aller Regel den Versicherungsschutz. Deshalb niemals zur Schuldfrage äußern und immer auf die Versicherung verweisen.

9. Nicht zu lange binden: Bei einer Haftpflichtversicherung ist es völlig ausreichend, Einjahresverträge abzuschließen. Die Verträge verlängern sich ohnehin von Jahr zu Jahr, wenn sie nicht gekündigt werden. Eine längere Bindung schränkt den Kunden in seiner Flexibilität ein, im Jahrestakt zu einem möglicherweise günstigeren Versicherer zu wechseln.

10.

Beschränkungen beachten: Haftpflichtversicherer zahlen nicht immer, wenn der Kunde einen Schaden anrichtet. Vor allem bei Gefälligkeiten wie der Hilfe beim Umzug gehen die Versicherer davon aus, dass eine Haftung nicht anzunehmen ist: Wer freiwillig hilft, will nicht auch noch zahlen, wenn er etwas kaputt macht. In solchen Fällen besteht also kein Versicherungsschutz.

>>> Zum Haftpflicht-Versicherungsvergleich

Oliver Mest/DDP / DDP
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(