Rentendebatte Sorge dich nicht - spare!


Rund die Hälfte der Deutschen fürchtet, im Alter zu wenig Geld zu haben. Die gesetzliche Rente allein wird nach Überzeugung einer großen Mehrheit nicht ausreichen. Der stern zeigt in seiner neuen Ausgabe Wege aus der Armutsfalle.
Von Stefan Schmitz

Nach einer Forsa-Umfrage für den stern, glaubt gerade noch jeder Vierte, dass seine gesetzliche Rente ihm ein Auskommen im Alter sichern wird. Wie die exklusive Umfrage ergab, sorgen daher 73 Prozent der Deutschen privat vor - etwa durch Lebensversicherungen, Aktien oder Sparpläne. Trotzdem fürchten 49 Prozent, dass das Geld am Ende nicht reicht.

Alle Experten sagen voraus, dass die Altersarmut in Deutschland in den kommenden Jahrzehnten deutlich zunehmen wird. Einschnitte bei den künftigen Leistungen der Rentenversicherung sind bereits beschlossen: So wird das Rentenniveau sinken und das Renteneintrittsalter angehoben. Bereits in den vergangenen Jahren wurde die Anrechnung von Ausbildungszeiten gestrichen. Eine Rente oberhalb der stattlichen Mindestsicherung wird 2030 nach den Vorhersagen nur noch erhalten, wer mindestens 30 Jahre lang Beiträge auf das Durchschnittseinkommen gezahlt hat, das zur Zeit bei rund 30.000 Euro im Jahr liegt.

Der stern bietet in seiner neuen Ausgabe einen Rentencheck an, mit dem jeder überschlagen kann, wie hoch seine Alterseinkünfte voraussichtlich sein werden. Ein Fünf-Punkte-Plan hilft dabei, sinnvolle Vorsorgemöglichkeiten zu finden - das beginnt bei der richtigen Einschätzung der eigenen Absicherung durch die gesetzliche Rente und reicht über die Möglichkeiten der Betriebs- und Riester-Renten bis zu Wohneigentum und Lebensversicherungen.

In ganz Deutschland traf der stern Menschen, die in unterschiedlicher Weise von den Veränderungen betroffen sind. Glückliche Pensionäre waren ebenso darunter wie Teilzeitbeschäftigte, die kaum Möglichkeiten haben, sich eine eigene Altersvorsorge aufzubauen. Für sie alle gilt: Niemand kann voraussagen, wie die Welt in zwei, drei oder noch mehr Jahrzehnten aussehen wird. Anlass zur Depression angesichts der Versorgungslücken ist das nicht. Aber sehr wohl dazu, sich mit der eigenen Rente zu befassen - auch wenn dazu kaum jemand Lust hat. Die stern-Titelgeschichte bietet hierfür konkrete Tipps, nennt Kontaktadressen, Telefonnummer und Internetlinks.


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