Richtig Entsorgen Der Totenkopf darf nicht in den Hausmüll


Entladene Batterien, Farbreste und abgelaufene Medikamente landen aus Unkenntnis oft im Hausmüll. Da gehören sie aber nicht hin. Immer noch werden viele Abfälle falsch entsorgt. Die Verbraucherzentralen haben Tipps zur richtigen Entsorgung von Sondermüll zusammengestellt.

Verpackungen gehören in die Gelbe Tonne, alles andere zum Restmüll? Ganz so einfach lassen sich Abfälle im Haushalt nicht entsorgen. Vieles, was in deutschen Abflüssen und Abfalleimern landet, gehört eigentlich auf den Sondermüll. Aus diesem Grund haben die Verbraucherzentralen Tipps zur richtigen Entsorgung zusammengestellt. Zuerst sollte man auf die Verpackung schauen und entsprechende Warnhinweise suchen. Das Piktogramm "Toter Baum/Toter Fisch" steht beispielsweise für umweltgefährdende Stoffe. Ein "Totenkopf" weist auf Giftigkeit hin, eine durchgestrichene Mülltonne auf Altbatterien und Schwermetalle.

Alte Medikamente nicht in Toilette entsorgen

Produkte mit diesen Zeichen müssen separat über Sondermüllannahmestellen entsorgt oder an den Handel zurückgegeben werden. Handel und Kommunen sind zur kostenlosen Rücknahme verpflichtet. Knopfzellen, Akkus und Batterien aller Marken können kostenlos zurückgegeben werden, auch dann, wenn keine neuen gekauft werden. Händler müssen jedoch nur die Typen zurücknehmen, die sie auch im Sortiment führen oder geführt haben, informieren die Verbraucherschützer.

Auch Medikamente sind problematisch. Oft werden sie über das Abwassersystem, also Toilette oder Spüle entsorgt. Das ist falsch, denn das Reinigungssystem ist damit überfordert. Richtig ist, kleinem Mengen abgelaufener oder nicht mehr benötigter Arzneien in Entsorgungsgebieten, die an Müllverbrennungsanlagen (MVA) angeschlossen sind, in die graue Restmülltonne zu werfen. Das gilt auch für angebrochene Glas-Fläschchen. Die Wirkstoffe der Medikamente verlieren bei der Verbrennung ihre ökologische Schädlichkeit.

Elektrogeräte nicht über Hausmüll entsorgen

In Entsorgungsgebieten, die an eine mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage (MBA) angeschlossen sind, sollten die Altmedikamente bei der Sondermüllsammlung oder in Apotheken abgegeben werden. Leere Arzneimittel-Fläschchen gehören ins Altglas, leere Pillen-Blister-Verpackungen in den gelben Sack und leere Pappschachteln zum Altpapier.

Seit März 2006 gilt das Elektrogeräte-Gesetz, nach dem alte Computer und Elektronikschrott nicht über den Hausmüll entsorgt werden dürfen. Jede Kommune muss mindestens eine kostenlose Sammelstelle dafür anbieten. In einigen Kommunen gibt es Recyclingwerkstätten. Auch einige Computerhersteller und -händler nehmen alten PCs zurück. Dieser Service muss auf jeden Fall kostenlos sein. Nicht immer ist der alte Computer reif für den Schrott. Die Experten der Verbraucherzentralen raten, ihn per Kleinanzeige zu verkaufen oder zu verschenken, damit er noch nützliche Dienste leisten kann. Schulen, gemeinnützige Organisationen und Bastler, die den Computer ausschlachten, freuen sich über eine Computerspende.

Renovierungsabfälle gehören in den Sondermüll

Energiesparlampen enthalten das sehr giftige Schwermetall Quecksilber und gehören nicht in die Mülltonne, sondern unversehrt zum Elektroschrott. Kommunen müssen für die Sammlung dieser Lampen spezielle Container bereitstellen. Zudem bieten einige Händler freiwillig eine kostenlose Rücknahme an. Kunden sollten sich deshalb beim Kauf von Lampen erkundigen, ob sie die Ware nach Gebrauch zurückgeben können.

Viel falsch gemacht wird mit Farb- oder Lackresten. Sie gehören, ebenso wie Verdünner und Reiniger in den städtischen Sondermüll. Tapetenreste, Kleister und eingetrocknete Dispersionswandfarbe können über den Hausmüll entsorgt werden. Alte Tapeten, an denen noch der Kleber hängt, gehören in die Restmülltonne statt ins Altpapier.

Katja Fischer/DDP DDP

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