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Sachsen: Totes Baby in Müllbetrieb gefunden

Auf einem Förderband einer Müllsortieranlage in Sachsen ist ein totes Baby gefunden worden. Der Junge hat nach der Geburt noch gelebt und wurde gewaltsam getötet.

Erneut ist in Sachsen ein totes Baby entdeckt worden: Mitarbeiter fanden am Dienstag den Leichnam auf dem Förderband einer Müllkippe in Wiesenbad beim Sortieren des am Vortag angelieferten Hausmülls, wie die Chemnitzer Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Junge habe laut dem Ergebnis der Obduktion nach der Geburt gelebt und sei gewaltsam getötet worden.

Bislang ist noch unklar, wer die Mutter des Jungen ist. Nach Angaben der Ermittler hatten Mitarbeiter der Entsorgungsfirma beim Sortieren vom am Montag angelieferten Hausmüll den grausigen Fund gemacht. Die Staatsanwaltschaft Chemnitz erklärte, die Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen. Die Rechtsmediziner sollen nun klären, ob das Kind vorsätzlich getötet wurde. Die Ermittler hoffen, den Tatort nun auch mit Hilfe des Mülles eingrenzen zu können. So werde auch der Frage nachgegangen, aus welcher Region der angelieferte Müll stammt.

Erst am Montag war der Fund eines toten Neugeborenen im vogtländischen Elsterberg bekanntgeworden. Ein Ehepaar hatte sein mutmaßliches Enkelkind tot in einem Pappkarton auf dem Dachboden entdeckt. Die 22-jährige Tochter des Paares wurde festgenommen.

Die in München studierende Frau hat nach Angaben der dortigen Polizei eingeräumt, Mutter des toten Kindes zu sein. Sie habe das Kind im November 2007 allein zur Welt gebracht. Nach ihrer Darstellung war das Kind zu dem Zeitpunkt bereits tot. Den Leichnam brachte sie nach bisherigen Ermittlungen von ihren Eltern unbemerkt im Dezember 2007 in das Haus in Elsterberg.

AP/DPA / AP / DPA