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"Heftige Diskussionen": Streit an Hamburger Grundschule: Eltern fordern Halal-Fleisch – Wunsch soll nicht erfüllt werden

Der Konflikt um das Mittagessen an einer Hamburger Grundschule hat weite Kreise gezogen. Einige Eltern sollen sich mit der Schulleitung um Halal-Fleisch gestritten haben. Nach einer AfD-Anfrage hat mittlerweile auch der Hamburger Senat Stellung bezogen.

Streit um Halal-Fleisch in Hamburg: Ein Schüler nimmt sich Essen in einer Schulkantine

Halal? Koscher? Gar kein Fleisch? In Hamburg wird über Katinenessen an Grundschulen diskutiert. (Symbolbild)

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Die Frage, was Schülern in Hamburger Grundschulen zum Mittagessen serviert wird, hat zu einem ordentlichen Streit geführt. Wie aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten in der Hamburger Bürgerschaft Alexander Wolf hervorgeht, habe der Elternratsvorsitzende einer Grundschule im Stadtteil Billstedt im Februar 2018 "unverhältnismäßig vehement" gefordert, dass in der Kantine zukünftig zum Mittagessen Halal-Fleisch angeboten werde. (Das Dokument können Sie hier einsehen.) Teile der Elternschaft und die Schulleitung sahen das anders. Daraufhin soll es, so der Senat, "heftige Diskussionen" zwischen den Eltern gegeben haben.

Zur Erklärung: Halal bedeutet nach islamischen Regeln geschlachtetes Fleisch. Bei der sogenannten Schächtung, die in Deutschland nur in Ausnahmefällen erlaubt ist, werden Tiere ohne Betäubung getötet und müssen vollständig ausbluten. Halal-Fleisch ist koscherem Fleisch, wie es orthodoxe Juden essen, sehr ähnlich.

Mittlerweile gibt es wieder Fleisch – halal ist es nicht

Wegen des Streits um Halal-Fleisch in der Grundschulkantine habe es an der besagten Schuleinrichtung seit Mai zunächst gar kein Fleisch mehr gegeben. Stattdessen wurde den Kindern vegetarisches Essen serviert. Seit September gibt es in der Kantine nun wieder Fisch und Fleisch. Halal sei das allerdings nicht. Muslimische und jüdische Kinder sind – je nach Auslegungen der Religion – somit vom Fleischkonsum in der Schulkantine ausgeschlossen. Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe stellte auf Anfrage des Hamburger Abendblatts klar, dass es grundsätzlich "keinen Anspruch auf Halal-Essen" gebe. Das gelte nicht nur für im Islam geltende Regeln, sondern auch für alle religiös motivierten Ansprüche: "Wir werden auf keinen Fall anfangen zu versuchen, die Vielfalt dieser Stadt in den Speiseplan zu pferchen."

Senat zum Streit um Halal-Fleisch: "Körperliche Angriffe gab es nicht"

Auf die AfD-Frage, ob es in dem Konflikt zwischen dem Elternrat und der Schulleitung der Billstedter Grundschule zu "körperlichen Angriffen" gekommen sei, antwortete der Senat: "Körperliche Angriffe gab es nicht." Mittlerweile hat sich auch der Elternbeirat zu dem Vorfall geäußert und der Darstellung des Senats widersprochen. Auf Anfrage des Hamburger Abendblatts erklärte dieser, dass es "weder vom Elternrat noch vom Elternratsvorsitzenden eine Forderung nach Halal-Fleisch" gegeben habe. Schulsenator Rabe will das nun klären und ergänzte: "Wir klären ihn auf und fragen die Schulleitung, was war. Aber ehrlich gesagt gab es dort wohl eine temperamentvolle Auseinandersetzung."

Auch muslimische Frauen haben ein Anrecht auf guten Sex, schriebt die Autorin Umm Muladhat in ihren Buch (Symbolfoto)
hh

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.