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Studiengebühren: Mehrheit für Studiengebühren

Mehr als zwei Drittel der Studenten sind laut einer Umfrage des "Handelsblatts" für die Einführung von Gebühren.

Unter den deutschen Studenten gibt es laut einer Umfrage des "Handelblatts" eine Mehrheit für Studiengebühren. Wie das Blatt in seiner Montagsausgabe berichtet, plädieren mehr als zwei Drittel der Befragten grundsätzlich für die Einführung solcher Gebühren.

Bei ihrem Votum unterscheiden die Studenten laut dem Bericht allerdings nach der Art des Studiums. 40 Prozent der Befragten können sich demnach Gebühren schon für das Erststudium vorstellen der größte Teil von ihnen nach Ablauf der Regelstudienzeit; weitere 30 Prozent sagen, Gebühren sollten erst für das Zweitstudium erhoben werden.

ZVS soll abgeschafft werden

Eine grundsätzliche Reformbereitschaft der Studenten zeigt sich laut dem Blatt auch darin, dass 53,7 Prozent die Abschaffung der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) fordern. Zudem würden fast zwei Drittel der Befragten die Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verkürzen.

In der Debatte um die Einführung von Elite-Universitäten stehen die Studenten dagegen eindeutig auf der Seite der Skeptiker: Die meisten Befragten bewerteten das Projekt von Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) demnach kritisch bis ablehnend.

Studenten mit Qualtität der Unis zufrieden

Zufrieden sind der Umfrage zufolge die meisten Studenten mit der Qualität von Forschung und Lehre an der eigenen Hochschule: Sie glauben auch nicht, dass es einen nennenswerten Unterschied zwischen ausländischen und deutschen Universitäten gibt.

Das Düsseldorfer Meinungsforschungsinstitut Innofact hat in der letzten März-Woche 1.002 Studenten für das "Handelsblatt" befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für Studierende in Deutschland. Die Verteilung von männlichen und weiblichen Befragten und die Studienrichtung bilden jeweils die Realität ab. Es wurden keine sozialen Eliten befragt.

AP / AP
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