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Für einen Gesangswettbewerb Mann will 35 Finken in seiner Kleidung in die USA schmuggeln

Links ist der Kopf einer dunkelhäutigen Stoffpuppe mit rotem Kopftuch zu sehen, links ein Reptil in einem Terrarium
Sehen Sie im Video: Zoll entdeckt am Flughafen Köln/Bonn in Puppen eingenähte Reptilien.




Der Zoll hat in Paketen aus Mexiko mehr als zwei Dutzend artgeschützte Reptilien entdeckt. Der Schmuggel der Tiere sei am Flughafen Köln/Bonn verhindert worden, erklärten die Beamten am Mittwoch.  Die insgesamt 26 Dosenschildkröten, Baumschleichen und Krötenechsen seien auf dem Weg zu Privatleuten in Deutschland gewesen. Das Perfide: Die Reptilien waren in kleine Stoffpuppen eingenäht. O-TON Jens Ahland, Pressesprecher Hauptzollamt Köln
"In den Paketen sollten Süßigkeiten aus Mexiko sein und Spielzeuge aus Mexiko. Das stimmte auch erstmal soweit aber wenn man sich die Figuren genauer angeschaut hat und vor allem der Geruch, der aus dem Paket kam." Beim Abtasten seien die Tiere dann gefunden worden. Ohne ausreichende Belüftung hätten mehrere von ihnen die Reise allerdings nicht überlebt. Mittlerweile seien insgesamt zwölf gestorben. Die Tiere wurden zur genaueren Bestimmung im zoologischen Museum König in Bonn untersucht. O-TON Jens Ahland, Pressesprecher Hauptzollamt Köln "Dort wurde eben festgestellt, dass es sich um sehr sehr seltene Tiere handelt, die es in Europa so noch gar nicht gibt, die also auch sehr wertvoll sind." Die beiden Pakete waren am 30. und 8. November überprüft worden
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Zollbeamte entdeckten am John-F.-Kennedy-Flughafen in New York 35 lebende Finken, die ein Mann in seiner Kleidung versteckte. Er hatte die Vögel in improvisierte Käfige aus Lockenwicklern eingenäht.

Zollbeamte am New Yorker Flughafen JFK haben 35 lebende Finken am Körper eines Mannes entdeckt. Die Vögel seien in kleinen Spezialbehältern an den Knöcheln und der Innenseite der Jacke befestigt gewesen, teilte die US-Bundesanwaltschaft am Dienstag (Ortszeit) mit. Demnach versuchte der Mann, die Finken aus dem südamerikanischen Guyana für Gesangswettbewerbe ins Land zu schmuggeln. Gegen eine Kaution von 25.000 Dollar (knapp 21.000 Euro) wurde er auf freien Fuß gesetzt.

Bei einer Kontrolle entdeckten die Beamten am Körper des Mannes mehrere längliche Behälter mit netzbedeckten Öffnungen, durch die die Finken atmen konnten. Der Mann hatte die kleinen improvisierten Käfige aus Lockenwicklern gebaut, wie auf online veröffentlichten Fotos zu sehen ist.

Die Vögel sollten an einem Gesangswettbewerb teilnehmen

Auf Befragung der Beamten hin sagte der Mann, dass ihm 3000 Dollar für den Transport der Vögel in die USA angeboten worden seien. Er habe davon bereits 500 Dollar als Anzahlung erhalten, als er aus Guyanas Hauptstadt Georgetown ausreiste. Den Rest des Geldes sollte er bei der Übergabe der Vögel in den USA erhalten.

Vor allem in den New Yorker Stadtteilen Queens und Brooklyn werden regelmäßig Gesangswettbewerbe mit Wetten auf die zartesten Tierstimmen abgehalten. Finken aus dem südamerikanischen Guyana sind wegen ihrer melodischen Stimmen besonders beliebt. Nach Angaben einer US-Tierschutzbehörde kann ein siegreicher Finke mehr als 10.000 Dollar einbringen.

mkb AFP

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