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Tierpark Hagenbeck: Nach unbemerkter Schwangerschaft bringt Orang-Utan-Mutter Toba einen Sohn zur Welt

15 Jahre ist es her, dass im Hamburger Tierpark Hagenbeck das letzte Orang-Utan-Baby geboren wurde – bis am 24. Mai Toba, das ranghöchste Weibchen, einen Sohn zur Welt brachte. Die Pfleger hatten geglaubt, ihr Bäuchlein sei angefuttert.

Die Orang-Utan-Mutter hält ihr Neugeborenes im Arm

Überraschung! Das Orang-Utan-Baby, das im Tierpark Hagenbeck unerwartet auf die Welt gekommen ist, begeistert seit Tagen nicht nur Hamburger

DPA

Dass Tiere in Gefangenschaft Nachwuchs bekommen, ist für Zoos und Tierparks immer wieder ein Zeichen, dass es ihnen gut geht. Wenn dort jedoch sogar ein Tier einer bedrohten Art auf die Welt kommt, gibt es einen ganz besonderen Grund zur Freude: Jedes einzelne Wesen erhöht die Chance, dass die Tierart überleben kann. Während Menschen bei so einem Ereignis in der eigenen Familie an eine dicke Zigarre und ein Glas Champagner denken, wird sich die Orang-Utan-Mutter Toba eher über ein paar feine Früchte freuen. Sie hat am 24. Mai einen gesunden Sohn zur Welt gebracht – und dann auch noch klammheimlich.

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Gepostet von Hagenbeck - Tierpark und Tropen-Aquarium am Montag, 8. Juni 2020

Der Tierpark veröffentlichte die schöne Neuigkeit erst zum vergangenen Wochenende und die Freude der Pfleger und Angestellten lässt sich in jeder Zeile der Facebook-Ankündigung herauslesen.

Endlich! Orang-Utan-Baby im Tierpark geboren 😍 😍 😍 15 Jahre ist es her, dass das letzte Orang-Utan-Baby im...

Gepostet von Hagenbeck - Tierpark und Tropen-Aquarium am Freitag, 5. Juni 2020

"Das ranghöchste Weibchen kommt als Erste zum Fressen"

Es klingt wie ein kleines Wunder, dass selbst die erfahrenen Tierpfleger von Tobas Schwangerschaft nichts bemerkt haben. Tobas Söhnchen war plötzlich "einfach da". Auf der Facebook-Seite des Tierparks wird der erstaunte Reviertierpfleger Tjark Rüther-Sebbel zitiert: "Da Toba das ranghöchste Weibchen ist und deshalb als Erste zum Fressen kommt, hat sie auch immer ein wohlgerundetes Bäuchlein. Dass diesmal ein Baby dafür verantwortlich war, konnte ja niemand ahnen."

Mutter und Kind erhielten zunächst Zeit, um einander kennenzulernen und natürlich die Chance, dass Toba ihren Nachwuchs den eigenen Artgenossen vorstellen konnte, bevor sie ihn im Orang-Utan-Haus der Öffentlichkeit präsentierte. "Für die erfahrene Mutter ist es bereits das vierte Jungtier. Die Trächtigkeit bei Orang-Utans beträgt wie beim Menschen rund neun Monate", erklären die Social-Media-Verantwortlichen. "Bei der Geburt wiegt das Jungtier etwa 1,5 Kilogramm und verbringt viele Jahre in der Obhut seiner Mutter. Das Geburtsintervall bei Orang-Utans beträgt sieben bis acht Jahre und ist damit das längste aller Menschenaffen."

Spannend wird nun, welchen Namen der junge Mann bekommen wird. Da sein "Haarschnitt" an die Pilzköpfe der Beatles erinnert, hätten wir schon eine Idee. 😉

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