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News des Tages: Facebook löscht Posts von Mark Zuckerberg zur US-Wahl - aus Versehen

Blackbox der Unglücksmaschine in Kolumbien geborgen +++ IS reklamiert Anschlag in Ohio für sich +++ Botnet für Telekom-Attacke verantwortlich +++ Beben in Italien +++ Die Nachrichten des Tages im Ticker.

Mark Zuckerberg während eines Vortrags - Facebook hat seine Posts zur US-Wahl gelöscht

Mark Zuckerberg: Facebook jat etliche Posts des Chefs zur US-Wahl gelöscht - aus Versehen, wie es heißt

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker.

+++ 23.03 Uhr: Facebook löscht aus Vershehen Zuckerberg-Posts zur US-Wahl +++

Das Online-Netzwerk Facebook hat nach eigenen Angaben versehentlich Posts von Gründer Mark Zuckerberg zur Rolle des Internetriesen in den US-Präsidentschaftswahlen gelöscht. "Diese Posts wurden versehentlich entfernt. Grund war ein Fehler in einem unserer Systeme und die Posts sind nun wiederhergestellt worden", teilte Facebook dem Online-Magazin "The Verge" mit. Zuckerbergs Konto sei nicht gekapert worden und er stehe auch weiterhin zu seinen Aussagen. Insgesamt seien "rund zehn" seiner Posts betroffen gewesen. In einem der Einträge hatte Zuckerberg wenige Tage nach der Wahl von Donald Trump zum nächsten US-Präsidenten bezweifelt, dass weit verbreitete Fake-News bei Facebook den Wahlausgang mit entschieden hätten. Mehr als 99 Prozent dessen, was die Nutzer sähen, sei authentisch. Eine Woche später meldete er sich erneut zu Wort und kündigte Pläne an, um Falschmeldungen besser zu bekämpfen. Facebook war im Wahlkampf vorgeworfen worden, zu wenig gegen die Verbreitung gefälschter Nachrichtenartikel zu unternehmen.

+++ 22.19 Uhr: Elf Mädchen sterben bei Brand in türkischem Heim +++

Bei einem Brand in einer Mädchenschule im Süden der Türkei sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. 22 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der Gouverneur der südlichen Provinz Adana, Mahmut Demirtas. Demnach brach das Feuer in einem Schlafsaal der Schule in der Provinzhauptstadt Adana aus. Nach Angaben von Bürgermeister Huseyin Sozlu waren unter den Opfern elf Mädchen. Zudem sei eine Mitarbeiterin der Schule getötet worden. Einige Schülerinnen verletzten sich demnach, als sie in Panik aus dem Fenster sprangen. Ersten Erkenntnisse zufolge wurde der Brand durch einen elektrischen Defekt ausgelöst.

Trümmerwüste an der Absturzstelle eines Flugzeugs in Kolumbien - Flugschreiber wurde gefunden

Die Absturzstelle einer Passagiermaschine nahe La Union in Kolumbien gleicht einer Trümmerwüste. Trozdem konnte der Flugschreiber geborgen werden.


+++ 22.01 Uhr: Flugschreiber von Unglücksmaschine in Kolumbien gefunden +++

Nach dem Flugzeugabsturz in Kolumbien mit mehr als 70 Toten sind die beiden Flugschreiber der verunglückten Maschine geborgen worden. Die Einsatzkräfte am Unfallort fanden den Flugdatenschreiber und den Stimmenrekorder, haben die örtliche Regierung sowie Vertreter der Luftfahrtbehörde mitgeteilt. Unklar ist, wie lange die Auswertung des auf den Geräten aufgezeichneten Materials dauern wird. Bei dem Absturz in der Nacht zum Dienstag in Kolumbien starben nach jüngsten Angaben 71 Menschen, sechs Insassen überlebten das schwere Unglück. An Bord der Maschine war fast die gesamte Mannschaft des brasilianischen Fußball-Erstligisten Chapecoense. Die Absturzursache ist noch unklar. Vermutet wird bisher Treibstoffmangel.


+++ 21.46 Uhr: Doping - Russische Mehrkämpferin verliert WM-Titel - Deutsche Oeser profitiert +++

Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat der russischen Siebenkämpferin Tatajana Tschernowa ihren WM-Titel 2011 in Daegu und die Olympia-Bronzemedaille von London 2012 aberkannt. Die Leichtathletin wurde wegen mehrfachen Blutdopings rückwirkend vom 5. Februar 2016 an für drei Jahre und acht Monate gesperrt. Tschernowa wurde zudem nachträglich aus allen Ergebnislisten zwischen dem 15. August 2011 und 22. Juli 2013 gestrichen. Nach der Aberkennung des WM-Titels für die Russin erhält Jennifer Oeser mit fünf Jahren Verspätung die Silbermedaille. Sie war in Daegu Dritte geworden. Die mittlerweile zurückgetretene Britin Jessica Ennis-Hill - damals Zweite - ist die neue Weltmeisterin von 2011.

+++ 21.35 Uhr: Cyber-Attacke auf Telekom durch bekanntes Botnet +++

Für den Hackerangriff auf Router der Deutschen Telekom wurde vermutlich ein bekanntes Bot-Netz benutzt. Sowohl das Unternehmen als auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nannten das sogenannte Mirai-Netz, bei dem zahlreiche internetfähige Alltagsgeräte zusammengeschaltet und für Angriffe missbraucht werden. Die Geräte sollten Teil dieses Netzes werden, sagte Telekom-IT-Sicherheitschef Thomas Tschersich dem "Tagesspiegel". Dazu hätten die Angreifer versucht, Schadsoftware aufzuspielen - was erfolglos geblieben sei, die Router aber zum Absturz gebracht habe. Betroffen waren Geräte des Modells Speedport, die die Telekom ihren Kunden zur Verfügung stellt. Die Störung ist laut Telekom bei den meisten Kunden behoben.


+++ 21.09 Uhr: Wieder heftiges Beben in Mittelitalien +++

Einen Monat nach der starken Erdbebenserie in Mittelitalien hat ein Beben der Stärke 4,4 die Region erschüttert. Das teilte die nationale Erdbebenwarte INGV mit. Der Erdstoß habe sich um 17.14 Uhr in 14 Kilometern Tiefe unweit der Orte Amatrice und L'Aquila südwestlich von Perugia ereignet. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es zunächst nicht. Viele Wohnhäuser, Kirchen und andere öffentliche Gebäude sind seit den jüngsten Beben ohnehin schon zerstört in den vielen kleinen Gemeinden in den Bergen.

+++ 20.14 Uhr: Täter von Ohio angeblich "Soldat des Kalifats" +++

Die Attacke an einer Universität im US-Bundesstaat Ohio ist dem IS-Sprachrohr Amak zufolge von einem Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat ausgeführt worden. Der Angreifer sei ein "Soldat des Kalifats" gewesen, berichtet Amak unter Berufung auf eine "Sicherheitsquelle" des IS. Ähnliche Formulierungen hatten die Dschihadisten zuletzt verwendet, wenn ein Anschlag nicht vom IS geplant war, der Angreifer aber Beziehungen zur Terrormiliz hatte. Ein Student der Ohio State University war am Montag zunächst in eine Gruppe Fußgänger auf dem Campus in Columbus gefahren. Danach stieg er aus dem Wagen und griff Umstehende mit einem Schlachtermesser an. Elf Menschen wurden verletzt. Die Polizei erschoss den Mann.

Mann betet an einer Gedenkstätte für die Opfer des Anschlags an der Ohio State University

Ein Student betet an einer Gedenkstätte für die Verletzten des Anschlags auf den Campus der Ohio State University in Columbus


+++ 17.22 Uhr: Niederlande verbieten Burkas +++

In den Niederlanden werden Burkas in öffentlichen Gebäuden verboten. Das niederländische Parlament stimmte mit großer Mehrheit einem entsprechenden Gesetzentwurf zu. Danach dürfen Ganzkörperschleier (Burkas) und Gesichtsschleier (Nikabs) nicht mehr in staatlichen Gebäuden, im öffentlichen Nahverkehr, Schulen und in Krankenhäusern getragen werden. Bei einem Verstoß droht eine Geldstrafe von bis zu 400 Euro.

Die Erste Kammer des Parlaments muss dem Gesetzesvorschlag noch zustimmen. Wann das Verbot in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt. Die Koalition aus Rechtsliberalen und Sozialdemokraten hatte das Verbot bereits vor vier Jahren angekündigt. In den Niederlanden gibt es nach Schätzungen der Regierung rund 100 muslimische Frauen, die eine Burka oder einen Nikab tragen.

+++ 17.10 Uhr: Landgericht Berlin untersagt Makler Reservierungsgebühr +++

Ein Immobilienmakler darf nach einem Urteil des Berliner Landgerichts von Kaufinteressenten keine Reservierungsgebühr verlangen. Eine solche Gebühr stelle eine unangemessene Benachteiligung des Verbrauchers dar, befand das Gericht in dem Urteil, das die Verbraucherzentrale Berlin am Dienstag verbreitete; sie hatte gegen ein Maklerunternehmen aus der Hauptstadt geklagt. 

Schon das Amtsgericht hatte argumentiert, dass für den Kaufinteressenten nicht sichergestellt sei, dass er das reservierte Objekt tatsächlich kaufen könne. Zudem stelle die Reservierungsgebühr neben der Courtage eine weitere, erfolgsunabhängige Vergütung für den Makler dar. Dem schloss sich das Landgericht an.

+++ 17.05 Uhr: Tausende fliehen vor Bränden in Tennessee +++

Im US-Bundesstaat Tennessee weitet sich ein verheerendes Feuer am Rande des bei Touristen beliebten Nationalparks Great Smoky Parks aus. Nach Angaben lokaler Behörden wurden alleine aus den Städten Gatlinburg 14.000 Besucher und Einwohner in Sicherheit gebracht, hinzu kämen mehrere Tausend aus dem Ort Pigeon Forge. Nach Angaben der Behörden erlitten drei Menschen schwere Brandverletzungen. Medienberichten zufolge wurden bereits mehr als 100 Gebäude zerstört, die meisten davon Hütten des Parks.

+++ 16.55 Uhr: Mitbewohner erstochen - 22-Jähriger zu acht Jahren Haft verurteilt +++

Weil er seinen Mitbewohner in einem Wohnheim der Stuttgarter Sozialberatung erstochen hat, ist ein 22-Jähriger wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Dem Urteil des Stuttgarter Landgerichts vom Dienstag zufolge hatte der Angeklagte nach einer Kneipennacht mit Alkohol und Drogen im Streit mit einem Jagdmesser auf seinen Kontrahenten eingestochen. "Wahllos und heftig" seien die Stiche bei der Tat im Mai gewesen, sagte der Richter. Der 25 Jahre alte Mitbewohner starb wenig später im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Den Auslöser des Streits konnte das Gericht nicht vollständig rekonstruieren.

+++ 16.43 Uhr: Bahn verklagt Partner auf Kostenbeteiligung bei Stuttgart 21 +++

Die Deutsche Bahn will noch in diesem Jahr Klage gegen das Land Baden-Württemberg und die anderen Partner beim umstrittenen Projekt Stuttgart 21 einreichen. Sie will damit verhindern, dass mögliche finanzielle Ansprüche auf eine Beteiligung der Partner an Mehrkosten verjähren. Das teilte das bundeseigene Unternehmen mit.

+++ 16.25 Uhr: Treibstoffmangel mögliche Ursache für Flugzeugabsturz in Kolumbien +++

Das in Kolumbien verunglückte Flugzeug mit dem brasilianischen Fußballteam Chapecoense an Bord könnte wegen Treibstoffmangels abgestürzt sein. Das erklärte der Direktor der kolumbianischen Luftfahrtbehörde, Alfredo Bocanegra. Die Piloten hätten wegen Problemen Landepriorität beantragt. Die vierstrahlige RJ85 der bolivianischen Charterfluggesellschaft Lamia sei in Runden geflogen, obwohl Landeerlaubnis gewährt worden sei, sagte Bocanegra. 


+++ 16.03 Uhr: Ermittlungen eingestellt gegen frühere Pegida-Frontfrau Festerling +++

Die Staatsanwaltschaft Leipzig hat ein Ermittlungsverfahren gegen die frühere Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling eingestellt. Ihr war vorgeworfen worden, auf einer Kundgebung des fremdenfeindlichen Bündnisses Legida in Leipzig Männer für einen fremden Wehrdienst angeworben zu haben. Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte, das Verfahren sei bereits Ende Oktober eingestellt worden. Ein für eine Anklage hinreichender Tatverdacht auf einen Verstoß gegen Paragraf 109 h des Strafgesetzbuches bestehe nicht, hieß es zur Begründung. Zunächst hatten der Berliner "Tagesspiegel" und die "Sächsische Zeitung" darüber berichtet. 

+++ 15.14 Uhr: Polizei findet Frauenleiche im Sachsenwald +++

Die Polizei hat im Sachsenwald östlich von Hamburg eine Frauenleiche gefunden. Das bestätigte ein Sprecher gegenüber dem stern, zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Ob es sich bei der toten Frau um die vermisste Polizeischülerin Maxime Linder handelt, wollte der Sprecher nicht sagen.

Seit vergangener Woche sucht die Polizei fieberhaft nach der 22-Jährigen. Die aus Schleswig-Holstein stammende Frau arbeitet als Auszubildende bei der Polizei Hamburg und gilt dort als zuverlässige Kollegin. Am Mittwoch war sie nicht zum Dienst erschienen, einen Tag später wurde sie vermisst gemeldet. Die Suche konzentrierte sich auf den Sachsenwald in Schleswig-Holstein - in der Nähe war die 22-Jährige zuletzt an einem S-Bahnhof gesehen worden.


+++ 14.06 Uhr: Erdogan: Kapitel EU für Türkei noch nicht abgeschlossen +++

Trotz der angespannten Beziehungen zwischen Europa und der Türkei hat sich für Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan das Thema EU-Beitritt vorerst noch nicht erledigt. Die Empfehlung des Europaparlaments zum Einfrieren der Beitrittsverhandlungen habe die Türkei gekränkt. "Dennoch haben wir im Moment - seht, ich sage im Moment - das Kapitel Europäische Union noch nicht abgeschlossen", sagte Erdogan in Istanbul. Er mahnte zugleich, die derzeitige Situation rufe keine positiven Erwartungen hervor. "Für die Türkei gibt es immer eine Vielzahl an Alternativen", sagte Erdogan.

+++ 13.37 Uhr: Facebook wagt einen zweiten Anlauf in Indien +++

Das Online-Netzwerk Facebook unternimmt einen neuen Anlauf, das ländliche Indien mit Internetzugängen auszustatten. "Wir testen zurzeit das Angebot "Express Wifi" an verschiedenen Standorten", sagte ein Sprecher. Bei dem Programm sollen Anbieter in ihren Dörfern und Regionen lokal per Funknetzwerk Internetzugänge anbieten. Die Bezahlung soll mit Hilfe von Coupons erfolgen. Das Angebot richtet sich vor allem an ländlichen Regionen lebende Inder, die bisher noch keinen Internetzugang haben. Es ist der zweite Versuch von Facebook, in Indien als Anbieter von Internetzugängen Fuß zu fassen. Im Februar hatte die Telekom-Aufsicht TRAI die Plattform "Free Basics" der Facebook-Initiative "Internet.org" in Indien verboten, weil sie einzelne Services gegenüber anderen bevorzuge.

+++ 13.36 Uhr: Messerangriff nach Mathe-Streit - Anklage fordert sieben Jahre Haft +++

Im Prozess um die Messerattacke nach einem Streit um ein Mathe-Rätsel hat die Staatsanwaltschaft für den Angeklagten sieben Jahre Haft wegen versuchten Totschlags gefordert. Er habe seinem Opfer zwei gezielte, wuchtige Stiche in Bauch und Rücken versetzt, sagte die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer im Landgericht Schwerin. Der 29-Jährige habe den Tod des 19-Jährigen billigend in Kauf genommen. Der Tat am 13. April 2016 in Wismar war am Vortag ein Streit auf Facebook mit gegenseitigen Beleidigungen und Drohnungen vorausgegangen. Als die beiden zufällig in der Stadt aufeinandertrafen, habe sich der Angeklagte spontan entschlossen, den anderen anzugreifen, sagte die Staatsanwältin. Das Opfer überlebte, verlor aber eine Niere.

+++ 13.30 Uhr: Dreitägige Staatstrauer in Brasilien nach Flugzeugabsturz +++

Der brasilianische Staatspräsident Michel Temer hat nach dem Absturz eines Flugzeugs mit der Fußballmannschaft Chapecoense an Bord eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. "Ich möchte in dieser traurigen Stunde, die die Tragödie für Dutzende Familien bedeutet, mein Mitgefühl aussprechen", ließ Temer in einer Mitteilung des Präsidentenpalastes in Brasilia verlauten.
Man werde alles Mögliche tun, um den betroffenen Familien zu helfen.
Nach offiziellen Angaben starben mindestens 75 Menschen. Zunächst war von 76 Toten die Rede. Sechs Personen konnten gerettet werden. Der Club sollte am Mittwoch das Finale der Copa Sudamericana, vergleichbar der Europa League, gegen Atlético Nacional aus Medellín in Kolumbien bestreiten. Beim Landeanflug stürzte das Flugzeug an einem Berg ab. An Bord sollen auch rund 20 Journalisten gewesen sein.

+++ 13.27 Uhr: Gewerkschafter: Bei Airbus fallen über 1100 Jobs weg +++

Beim europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus sollen nach Gewerkschaftsangaben 1164 Stellen wegfallen. Das habe die Unternehmensleitung angekündigt, berichtete der Gewerkschafter Yvonnik Dreno dem Nachrichtensender BFMTV.
Der Schritt kommt nicht überraschend. Gewerkschafter hatten bereits gewarnt, dass beim Konzernumbau von Airbus mehr als 1000 Jobs zur Disposition stehen.

+++ 12.57 Uhr: Hagenbecks Tierpark in Hamburg schließt wegen Vogelgrippe +++

Der Hamburger Tierpark Hagenbeck bleibt nach ersten Vogelgrippe-Nachweisen bei Gänsen vorerst geschlossen. Wie lange dies erforderlich sei, konnte eine Sprecherin zunächst nicht sagen. Drei Gänse des Parks waren demnach positiv auf die derzeit europaweit kursierende H5N8-Variante getestet worden. Die Tiere waren am Montag tot in ihren Stallungen gefunden worden. Mit Experten, Gesundheitsbehörde und Amtstierärzten sollen nun weitere Schritte abgestimmt werden, um die übrigen Tiere des Parks bestmöglich zu schützen, hieß es. 

+++ 12.15 Uhr: Polizei sucht erneut nach vermisster Kollegin im Sachsenwald +++

Im Fall der vermissten Hamburger Polizistin hat die Polizei eine neue Suchaktion im Sachsenwald gestartet. Eine Hundertschaft sei mit mehreren Hunden im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher. Das Waldgebiet östlich von Hamburg hatten Beamte bereits am Wochenende mit Hunden durchkämmt. Auch ein Hubschrauber überflog das Gebiet und die Umgebung. Am Sonntag hatte es geheißen, alle Suchmaßnahmen auf dem Boden seien abgeschlossen worden. Bei der neuen Aktion gehe es darum, eine mögliche Spur auszuschließen, die sich aus den Ermittlungen ergeben habe, sagte der Sprecher.

Am Montag hatte die Polizei ein neues Foto der 22-jährigen Maxime Linder veröffentlicht. Das Bild aus einer Überwachungskamera zeigt die Polizeischülerin am vergangenen Mittwochmorgen um 8.56 Uhr am S-Bahnhof Hamburg-Bergedorf. Sie habe sich kurz im Bahnhofsbereich aufgehalten und sei wenig später wieder in eine S-Bahn nach Aumühle eingestiegen. Dort sei sie um 9.15 Uhr angekommen. Die Polizei bat um Hinweise. Die etwa 1,65 Meter große, schlanke Frau war am vergangenen Mittwoch nicht zum Dienst erschienen und am Donnerstag vermisst gemeldet worden.

+++ 11.20 Uhr: 99 Jahre alte Granate per Post verschickt +++

Eine fast 100 Jahre alte Granate auf dem Postweg nach Deutschland hat der bayerische Zoll abgefangen. Das Päckchen aus Norwegen sei an einen privaten Sammler historischer Gegenstände adressiert gewesen, teilte der Zoll mit. Beamte der technischen Sondergruppe des Landeskriminalamts hätten die aus dem Jahr 1917 stammende Gewehrsprenggranate vergangene Woche am Zollamt Hallbergmoos untersucht, weil sie auf den ersten Blick noch intakt zu sein schien. Erst nach einer Prüfung mit einem Röntgengerät stuften sie die Granate als unbrauchbar gemachte Kriegswaffe ein. Der deutsche Sammler kann die Granate nun behalten.

+++ 10.39 Uhr: 76 Tote bei Flugzeugabsturz in Kolumbien +++

Bei dem Absturz eines Flugzeugs mit der brasilianischen Fußballmannschaft Chapecoense an Bord sind in Kolumbien 76 Menschen gestorben. Fünf Insassen hätten überlebt, teilte die Polizei mit.

+++ 10.22 Uhr: Autofahrer überfährt absichtlich Hund auf der Straße +++

Erst gebremst, dann doch abrupt beschleunigt: In Walkenried im Harz hat ein Autofahrer nach Angaben der Polizei offensichtlich in voller Absicht einen auf die Straße gelaufenen Hund überfahren. Das Tier sei noch einige Meter mitgeschleift worden und dabei verendet, berichteten die Beamten im niedersächsischen Northeim.

Sie beriefen sich auf Angaben von Zeugen und Hundebesitzerin. Der Vorfall ereignete sich demnach am Freitag. Als das Tier unvermittelt auf die Straße gelaufen sei, habe der zunächst unbekannte Fahrer zunächst stark gebremst, dann "abrupt" beschleunigt und seinen Wagen in dessen Richtung gelenkt. Die Beamten sprachen von einem "schier unglaublichen Ereignis".

+++ 9.59 Uhr: "Wildpinkler" tot geprügelt - Zwei Männer gestehen +++

Gut eineinhalb Monate nach dem tödlichen Angriff auf einen 51 Jahre alten "Wildpinkler" in Freiburg hat die Polizei zwei mutmaßliche Täter gefasst. Die beiden Männer - Vater und Sohn - hätten die Tat teilweise zugegeben, teilte die Polizei mit. Die Ermittler hätten zuvor einen Hinweis auf ein Auto erhalten und seien dadurch auf die Spur der 25 und 50 Jahre alten Männer gekommen. Dass, wie ursprünglich angenommen, ein dritter Täter beteiligt war, erscheine inzwischen unwahrscheinlich, hieß es. Der 51-Jährige hatte Mitte Oktober in der Nähe einer Kirche in der Freiburger Innenstadt uriniert und war daraufhin angegriffen und geschlagen worden. Wenig später starb er an den Folgen der Schläge.

+++ 08.18 Uhr: Telekom will Probleme mit Routern heute komplett beheben +++

Die Deutsche Telekom will die Störungen bei ihren Routern im Laufe des Tages ausräumen. "Die Zahl der akut betroffenen Router ist von 900.000 dramatisch zurückgegangen, wir gehen davon aus, dass wir heute keine Probleme mehr sehen werden", sagte ein Sprecher des Konzerns im RBB-Inforadio. Die Ausfälle gehen nach Erkenntnissen der Telekom und des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) auf eine weltweite Attacke auf Router zurück.

Schon am Montagnachmittag hatte die Telekom weitgehend Entwarnung gegeben. Die betroffenen Kunden wurden aufgerufen, den Stecker bei ihren Routern zu ziehen. Beim Aufbau der neuen Verbindung zum Telekom-Netz wird auf die Geräte ein am Montag bereitgestelltes Update aufgespielt, das sie wieder funktionsfähig macht. Betroffen waren "Speedport"-Router, die vom Konzern vertrieben werden.

+++ 07.51 Uhr: Mord an 18-Jährigem nach 17 Jahren aufgeklärt +++

Mehr als 17 Jahre nach dem Mord an einem 18-Jährigen aus Marbach am Neckar ist der Fall laut Polizei weitgehend aufgeklärt. Wie die Ermittler mitteilten, haben sie drei mutmaßliche Täter identifiziert - allerdings sind alle drei bereits seit Jahren tot. Nachdem der Fall im Mai 2015 noch einmal in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" thematisiert worden war, habe ein Zeuge den entscheidenden Hinweis auf die drei Männer gegeben, die damals zur Stuttgarter Drogenszene gehört hätten, hieß es in einer Mitteilung.

Die Leiche des 18-Jährigen war 1999 in einem Wald nahe Pfullingen gefunden worden. Die Identität hatte die Polizei 15 Jahre lang nicht klären können.

+++ 07.26 Uhr: Mutmaßliche Täter von Anschlag auf Justizminister offenbar gefasst +++

Ein Jahr nach dem Anschlag auf die Wohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) wurde Anklage gegen zwei mutmaßliche Täter erhoben. Wie die "Sächsische Zeitung" berichtet, wirft die Staatsanwaltschaft Leipzig zwei 29-jährigen Männern versuchte gefährliche Körperverletzung und Sachbeschädigung vor. Eine Sprecherin der Anklagebehörde sagte dem Blatt, die beiden bestritten die Vorwürfe und verweigerten die Aussage.

Demnach wurden die Männer mithilfe von DNA-Spuren ermittelt. Das Motiv sei unklar. Am 24. November vergangenen Jahres hatten die Täter mit Pflastersteinen zwei Fenster von Gemkows Wohnung in Leipzig eingeworfen und ein Gefäß mit Buttersäure durch die zerbrochene Scheibe geschmissen. Gemkow, seine Frau und die beiden Kinder befanden sich zum Tatzeitpunkt im Haus. Verletzt wurde niemand.

+++ 07.03 Uhr:  Südkoreas Präsidentin macht Weg für ihre Amtsenthebung frei +++

Südkoreas politisch angeschlagene Präsidentin Park Geun Hye ist zu einem vorzeitigen Rücktritt von ihrem Amt bereit. Sie wolle dem Parlament die Entscheidung über ihre politische Zukunft einschließlich der Verkürzung ihrer Amtszeit überlassen, sagte Park in einer Rede.

Hintergrund ist ein Korruptionsskandal um eine ihrer Freundinnen. Die Opposition bereitet derzeit ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park vor. Parks Freundin Choi Soon Sil soll dank ihrer Beziehungen zur Präsidentin Sponsorgengelder für zwei Stiftungen eingetrieben und sich persönlich bereichert habe.


+++ 06.32 Uhr: 10.000 Festnahmen bei Drogenrazzien in China und Nachbarländern +++

China und fünf seiner Nachbarstaaten haben bei Anti-Drogen-Einsätzen über drei Monate fast 10.000 Verdächtige festgenommen. Außerdem seien bei Razzien entlang des Mekong-Flusses rund 13 Tonnen Rauschgift und 55 Tonnen Chemikalien zur Herstellung von Drogen sowie Waffen beschlagnahmt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Wie viel davon in welchen Ländern gefunden wurde, ist noch nicht bekannt.

An dem grenzübergreifenden Einsatz beteiligten sich neben China auch Kambodscha, Laos, Myanmar, Thailand und Vietnam. Durch alle Länder fließt der über 4000 Kilometer lange Mekong, den Händler zum Transport von Drogen benutzen. Die Zusammenarbeit der Staaten solle weiter aufgestockt werden, sagte der stellvertretende Direktor der chinesischen Drogen-Kommission, Liu Yuejin. 

+++ 06.22 Uhr: Flugzeug mit brasilianischem Fußballteam in Kolumbien abgestürzt +++

 In Kolumbien ist ein Flugzeug mit Mitgliedern einer brasilianischen Fußballmannschaft an Bord abgestürzt. Die Maschine stürzte nach offiziellen Angaben am Montagabend in der Nähe der kolumbianischen Stadt Medellín ab. Der Flughafen José María Cordóva de Rionegro teilte auf dem Kurznachrichtendienst Twitter mit, offenbar gebe es Überlebende.

+++ 06.14 Uhr: Bundesamt fordert nach Hackerangriff schärfere Sicherheitsstandards +++

Nach dem Hackerangriff auf die Deutsche Telekom hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik schärfere Sicherheitsstandards gefordert. "Je vernetzter die Welt ist und je allgemeiner Massenprodukte wie Router weltweit baugleich im Netz eingesetzt werden, desto verwundbarer sind unsere Netz-Infrastrukturen", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm der "Welt". Die Attacke auf die Router von Telekomkunden sei vergleichsweise glimpflich verlaufen. "Dieses Mal haben wir noch Glück gehabt - der Angriff hat nicht richtig funktioniert", so Schönbohm. Die Angreifer hätten nach einer ersten BSI-Analyse schlampig gearbeitet: Die Speedport-Router der Kunden seien durch den Angriff zwar abgestürzt, eine Schadsoftware aber hätten die Täter nicht installieren können.

Schönbohm regte an, für Geräte wie DSL-Router, die von asiatischen Herstellern wie Arcadyan oder Huawei massenhaft hergestellt werden, verstärkt Sicherheits-Gütesiegel einzusetzen. "Wir wollen im Rahmen der Cyber-Sicherheitsstrategie der Bundesregierung Gütesiegel und Zertifikate für IT-Sicherheit ausbauen, die Mindeststandards im Internet der Dinge garantieren", sagte Schönbohm. "Dazu könnte auch gehören, die Hersteller zu regelmäßigen und zeitnahen Sicherheitsupdates zu verpflichten, die automatisch aufgespielt werden." Eine solche Verpflichtung sei nur auf europäischer Ebene sinnvoll. Mit einem deutschen Alleingang lasse sich nicht viel erreichen.

+++ 04.19 Uhr: Maas will Gewalt gegen Polizisten härter bestrafen +++

Bundesjustizminister Heiko Maas will Gewalt gegen Polizisten härter bestrafen und dazu noch 2016 einen Gesetzentwurf vorlegen. "Die Zahl der tätlichen Angriffe auf Polizisten und Rettungskräfte steigt. Polizisten werden alltäglich brutal attackiert, ob von rechten Reichsbürgern oder linken Autonomen", sagte der SPD-Politiker. Das sei völlig inakzeptabel. Nach dem Willen von Maas soll nun der Paragraf 113 des Strafgesetzbuches, der den Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte regelt, verschärft und ausgeweitet werden. Das fordern auch die Innenminister der Länder.

In besonders schweren Fällen soll es eine Mindeststrafe von sechs Monaten geben. "Wenn ein tätlicher Angriff - etwa bei Demonstrationen - gemeinschaftlich von mehreren Personen verübt wird, soll dies als besonders schwerer Fall gewertet werden", betonte Maas. Dies soll auch gelten, wenn ein Angreifer eine Waffe oder ein gefährliches Werkzeug dabei hat - egal, ob er es einsetzen will.

Maas kündigte an, dass künftig nicht nur Gewalt bei "Vollstreckungshandlungen" - wie etwa Festnahmen oder Verkehrskontrollen - bestraft werden soll, sondern auch schon Störungen der Arbeit von Polizisten, Rettungskräften und Feuerwehrleuten an sich.

+++ 04.07 Uhr: Schlimmste Korallenbleiche am Great Barrier Reef bestätigt +++

Australische Wissenschaftler haben eine Hiobsbotschaft für das größte Korallenriff der Welt bestätigt, die sich seit dem Frühjahr abgezeichnet hat: das Great Barrier Reef hat in diesem Jahr die schlimmste Korallenbleiche seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt. Am nördlichen Ende des mehr als 2300 Kilometer langen Riffs seien zwei Drittel der Korallen abgestorben, manche Korallenbänke hätten gar keine lebenden Korallen mehr, berichteten die Wissenschaftler der James-Cook-Universität.

Vor Cairns und weiter südlich, wo die meisten Touristenboote zum Tauchen und Schnorcheln starten,  war die Lage deutlich besser. Dort starben nur sechs Prozent der gebleichten Korallen ab. Dem Barrier Reef setzt der Klimawandel mit höheren Wassertemperaturen zu. In den vergangenen Monaten kam das Wetterphänomen El Niño hinzu, das die Temperaturen zusätzlich stiegen ließ. Am Donnerstag will die Regierung neue Schutzmaßnahmen für das Riff vorstellen.

+++ 02.04 Uhr: Wolkenkratzer in San Francisco sinkt und kippt seitwärts +++

Der 58 Stockwerke zählende und knapp 200 Meter hohe Millennium Tower von San Francisco sinkt jedes Jahr um mehrere Zentimeter und kippt seitwärts. Das geht aus Satellitenbildern der Europäischen Raumfahrtagentur Esa von dem 2009 fertiggestellten Woklenkratzer hervor. Vermutlich ruhten die Stützstäbe unter dem Bau nicht fest auf dem Fundament, heißt es in einer Esa-Mitteilung.

In der kalifornischen Küstenstadt sorgt das als "Schiefer Turm von San Francisco" verspottete Gebäude schon seit Längerem für Gesprächsstoff. Für die mehr als 400 edlen Wohnungen im Herzen der Innenstadt hatten Käufer mehrere Millionen Dollar gezahlt. Der Millennium Tower ist der höchste Wohnbau in der immer wieder von Erdbeben geplagten Stadt. Einem Gutachter zufolge ist es seit 2009 mehr als 40 Zentimeter gesunken und 15 Zentimeter zur Seite gekippt. In einer Sammelklage gegen die Eigentümer, die Schadenersatz in Höhe von 500 Millionen Dollar fordert, ist von Rissen im Gebäude und eintretendem Wasser die Rede.

+++ 01.49 Uhr: Kritik an deutschen Steuergeldern für Clinton-Stiftung +++

Die Bundesregierung ist wegen Millionenzuwendungen an die umstrittene Clinton Foundation von Bill und Chelsea Clinton in die Kritik geraten. Das Bundesumweltministerium hat der Stiftung zwischen einer und fünf Millionen Dollar (940.000 bis 4,7 Mio Euro) zukommen lassen, wie die Foundation auf ihrer Webseite ausweist. Zumindest ein Teil davon wurde im dritten Quartal 2016 und damit im US-Präsidentschaftswahlkampf gezahlt, bei der Hillary Clinton kandidierte. Neben dem Umweltministerium ist auch das Staatsunternehmen GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) als Spender von mindestens einer Million Dollar aufgelistet. Die frühere CDU-Parlamentarierin Vera Lengsfeld kritisierte die Zuwendungen. "Klar ist, dass anschein--end deutsche Steuerzahler, ohne es zu wissen, Hillary Clintons Wahlkampf finanzieren mussten", schreibt sie in ihrem Blog.

Das Bundesumweltministeriums bestätigte der "Welt" die Zahlungen. Es handele sich aber nicht um Spenden, sondern um Zahlungen im Rahmen einer Klimainitiative. Die Clinton-Stiftung führe ein Projekt zur Forst- und Landschaftsrenaturierung in den ostafrikanischen Ländern Kenia und Äthiopien durch, das von Deutschland kofinanziert werde.

+++ 01.38 Uhr: Amtsenthebungsverfahren gegen Brasiliens Präsident Temer gefordert +++

Linke Parlamentarier streben ein Amtsenthebungsverfahren gegen den brasilianischen Staatschef Michel Temer an. Abgeordnete der Partei Sozialismus und Freiheit (PSOL) beantragten die Einleitung eines entsprechenden Verfahrens gegen den Präsidenten, begründet mit dessen mutmaßlicher Verantwortung bei der Begünstigung privater Interessen eines Ministers seiner Regierung.

Hintergrund ist eine Auseinandersetzung um ein Bauprojekt und einen Wohnungskauf in einem historischen Viertel in Salvador de Bahía, in deren Folge Kulturminister Marcelo Calero und der Minister der Staatskanzlei, Geddel Vieira Lima, vor kurzem zurückgetreten waren. Temer hat hier jede Einflussnahme zurückgewiesen.

Über Annahme oder Ablehnung des Antrags der PSOL-Abgeordneten muss der Vorsitzende der Abgeordnetenkammer, Rodrigo Maia, entscheiden. Dessen rechtsliberale Demokraten-Partei hatte Ende August für die Amtsenthebung von Temers Vorgängerin Dilma Rousseff gestimmt. 

+++ 01:05: BND-Chef warnt vor russischen Hacker-Eingriffen in deutschen Wahlkampf +++

Der Bundesnachrichtendienst hat vor dem Wahljahr 2017 vor Daten-Hacks und Desinformationskampagnen gewarnt, die aus Russland gesteuert würden. Es gebe "Erkenntnisse, dass Cyber-Angriffe stattfinden, die keinen anderen Sinn haben, als politische Verunsicherung hervorzurufen", sagte BND-Chef Bruno Kahl der "Süddeutschen Zeitung" im Hinblick ausdrücklich auf russische Internet-Aktivitäten. "Hier wird eine Art von Druck auf den öffentlichen Diskurs und auf die Demokratie ausgeübt, der nicht hinnehmbar ist."

Jüngst hatte in den USA der Direktor des FBI, James Comey, davon gesprochen, "ein Nationalstaat" versuche, den demokratischen Prozess von außen zu untergraben. Erst hatten Hacker Daten aus der Zentrale der Demokratischen Partei von Hillary Clinton gestohlen, dann hatten sogenannte Trolle falsche Schlagzeilen zugunsten des Republikaners Donald Trump verbreitet. Als professionelle Trolle im Internet werden Nutzer bezeichnet, die Propaganda für einen Auftraggeber betreiben.

Der BND-Chef bestätigte, es gebe "Anhaltspunkte" für eine Spur nach Russland. "Die Zurechnung zu einem staatlichen Akteur ist technisch naturgemäß schwierig. Aber es spricht einiges dafür, dass das von staatlicher Seite zumindest geduldet oder gewünscht wird." Auch in Deutschland, wo im kommenden Jahr gewählt wird, wachse diese Bedrohung. "Europa ist im Fokus dieser Störversuche, und Deutschland ganz besonders."

+++ 00:06: Deutlich mehr Krebserkrankungen - aber auch Positives +++

Die Zahl der Krebs-Neuerkrankungen hat sich laut einem neuen Krebsbericht seit 1970 fast verdoppelt. 2013 erkrankten etwa 482 500 Menschen an Krebs, wie das Bundesgesundheitsministerium und das Robert Koch-Institut am Dienstag in Berlin mitteilten. Begründet wird die Entwicklung mit der älter werdenden Gesellschaft. Bei vielen Krebsarten steigt das Erkrankungsrisiko mit dem Alter. Rechnet man den Altersaspekt heraus, so sei bei einigen Krebsarten in den vergangenen Jahren eine Trendwende zu beobachten, hieß es weiter.
Rückläufig sei zum Beispiel Lungenkrebs bei Männern. Dies hänge mit dem Rückgang des Rauchens zusammen.

Der "Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland" des Zentrums für Krebsregisterdaten am RKI ist am Dienstag erstmals veröffentlicht worden. Laut Angaben existiert damit erstmals eine Übersicht zu Krankheitsgeschehen, Fortschritten und künftigen Entwicklungen.

+++ 00:05: Würzburgerin gewinnt Bundeswettbewerb Gesang +++

Die Würzburgerin Jana Baumeister hat den diesjährigen Bundeswettbewerb Gesang im Bereich Oper/Operette/Konzert gewonnen.
Die in Darmstadt wohnende 28-Jährige erhielt am Montagabend nach dem finalen Konzert in Berlin den mit 10 000 Euro dotierten Hauptpreis.
Wie die Veranstalter weiter mitteilten, kam die 24 Jahre alte Sängerin Anna-Doris Capitelli aus Hannover auf Rang zwei, gefolgt von der in Bern lebenden 29-jährigen Elissa Huber aus Mosbach. Die Jury hatte in den vergangenen Wochen 250 Teilnehmer des Wettbewerbs gecastet, acht von ihnen wurden am Ende ausgezeichnet.

Der Hauptwettbewerb richtet sich an Künstler im Alter zwischen 22 und 30 Jahren. Erstmals waren auch Künstler mit Schweizer oder EU-Pass zugelassen, wenn sie in Deutschland seit mindestens zwei Semestern Gesang studieren oder einen Abschluss erworben haben. In dem Wettbewerb wird im jährlichen Wechsel nach Opern-/Operetten-Talenten und jungen Künstlern aus der Sparte Musical/Chanson gesucht.

mad/kis/amt / DPA / AFP