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Uni: Mehr Deutsche sollen im Ausland studieren

Die deutschen Hochschulen müssen sich nach den Worten von Bildungsministerin Edelgard Bulmahn noch stärker international ausrichten.

Die deutschen Hochschulen müssen sich nach den Worten von Bildungsministerin Edelgard Bulmahn noch stärker international ausrichten. Ein weltweiter Austausch sei Voraussetzung dafür, um Spitzenforschung und Modernisierung in Deutschland voranzubringen, sagte Bulmahn in Kairo. Um ausländische Spitzenkräfte nach Deutschland zu holen, müssten ihnen aber auch attraktive Bedingungen geboten werden.

Die Ministerin hält sich in Kairo auf, wo am Sonntag die weltweit erste Hochschule den Lehrbetrieb aufnimmt, die sich an deutschen Standard- und Lehrinhalten orientiert. Das Bildungsressort fördert die Institution mit 600 000 Euro.

Wettbewerb um die besten Köpfe

Nach Bulmahns Ansicht müssen im internationalen Wettbewerb «um die besten Köpfe» auch wieder mehr junge Leute aus dem Ausland zum Studium nach Deutschland kommen. Ziel sei es, den Anteil der ausländischen Studenten von derzeit acht auf zehn Prozent in den nächsten Jahren zu steigern. Derzeit studierten knapp 143 000 Ausländer in Deutschland. Gleichzeitig solle der Anteil der deutschen Studenten, die mindestens ein Semester zu ausländischen Hochschulen wechseln, von 14 auf 20 Prozent wachsen.

Die SPD-Politikerin sagte, bei der internationalen Ausrichtung habe es in jüngster Zeit viele Fortschritte gegeben. So gebe es inzwischen 1800 Bachelor- und Master-Studiengänge, davon rund 500 englischsprachige. Fünfzehn Prozent der Juniorprofessoren stammten nicht aus Deutschland.

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