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Fotoprojekt "People of the South": Mehr als nur Trump-Wähler

Konsum, Digitalisierung, Luxus - das alles hat für die "einfachen" Leute im Süden der USA keine Bedeutung. Oft werden die Bewohner der Südstaaten belächelt oder beschimpft - doch wie herzlich die Leute dort sein können, hat Fotograf Robert Götzfried auf seiner Reise erlebt.

Unbekannt, Nashville Broadway, Tennessee:     "Ich traf diesen Kerl in einer Honky Tonk Bar in Nashville. Ich versuchte, mich mit ihm zu unterhalten, als ich mir ein Bier holte. Ich denke, es ist durchaus gerechtfertigt, ihn nicht als das größte Small-Talk-Talent zu bezeichnen. Als ich ihn fragte, ob ich ein Foto von ihm machen kann, hat er nur lautlos genickt."

Unbekannt, Nashville Broadway, Tennessee:

"Ich traf diesen Kerl in einer Honky Tonk Bar in Nashville. Ich versuchte, mich mit ihm zu unterhalten, als ich mir ein Bier holte. Ich denke, es ist durchaus gerechtfertigt, ihn nicht als das größte Small-Talk-Talent zu bezeichnen. Als ich ihn fragte, ob ich ein Foto von ihm machen kann, hat er nur lautlos genickt."

Fotograf und Designer Robert Götzfried fuhr 2014 und 2015 jeweils den ganzen Sommer quer durch die USA - einmal von New York nach Memphis und das zweite Mal von Washington DC nach Nashville. Auf seinem Weg durch das Land traf der Bayer auf die Bevölkerung abseits der beliebten Großstädte und des Glamours, für den das Land steht. 

"Ein verwittertes Abziehbild vergangener Zeiten"

Seine Serie "People of the South" zeigt "ein Amerika, das wie ein verwittertes Abziehbild von längst vergangen Zeiten übrig geblieben ist", erzählt der Diplom-Fotograf. Die Einwohner haben andere Prioritäten, als die Menschen aus den großen Städten des Landes: Konsum, Luxus und Digitalisierung spielen bei ihnen keine Rolle. Gemeinschaft ist den Leuten hier wichtig.

Sie leben ein einfaches Leben, und sind meist glücklich damit. "Von ständiger Erreichbarkeit ist keine Rede und viele Menschen, die ich getroffen habe haben keinen E-Mail-Account", erzählt Robert Götzfried. "Das schneidet einerseits vom Rest der Welt ab, sorgt aber andererseits für eine enorme Entschleunigung."

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Mehr als Donald Trump

Die Menschen bleiben zwar gerne unter sich, haben den deutschen Fotografen bei seiner Reise allerdings sehr herzlich und hilfsbereit empfangen: "In den ländlichen Gegenden herrscht eine enorm konservative Haltung, die sich auch in der letzen Wahl widerspiegelte. Dennoch, die Südstaaten der USA sind mehr als Donald Trump und seine Anhänger, die für eine radikale Abgrenzung von allem Fremden stehen. Ich durfte eine Herzlichkeit und Wärme erleben wie selten zuvor in einem anderen Land."

Trotzdem ist es dem Fotografen wichtig, dass er mit seiner Arbeit nicht urteilt. "Ich will lediglich zeigen was ich erlebt habe und wie es sich ganz individuell für mich dargestellt hat", betont er.

Zahlreich prämierte Arbeiten

Die Porträt- und Streetlife-Fotografie ist erst seit kurzem die neue Leidenschaft von Robert Götzfried. Zuvor lag sein Fokus meist auf Architektur.

"Meine fotografischen Reihen zeichnen sich durch klare, konsistente Konzepte aus", sagt er über sein Portfolio. Nationale und internationale Zeitungen, sowie Online-Magazine berichteten bereits von seiner Arbeit; mit zahlreichen Ausstellungen und Preisen wurde er ausgezeichnet. 2015 hat er im Auftrag von Canon Europa die Serie "Looking Down on Munich" exklusiv fotografiert. 

Weitere Bilder von Robert Götzfried  finden Sie in unserer VIEW Fotocommunity.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.