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China: Schwangere findet Ratte im Essen, Restaurant bietet ihr Geld – für eine Abtreibung

Als genügte die Tatsache nicht, dass sie in ihrer Brühe eine tote Ratte findet, reagiert das Personal des Hot-Pot-Restaurants in China auch noch extrem unterkühlt auf die Beschwerde der Kundin. Bestraft wurde die Fast-Food-Kette mit einem rasanten Börsenabsturz.

Eine tote Ratte schwimmt in einem Topf mit Brühe

Die Ratte, die eine Chinesin in ihrem Hot-Pot-Gericht fand, wird in den sozialen Medien entsetzt geteilt

Die Restaurantkette Xiabu Xiabu besitzt in China 759 Filialen, die meisten davon in Peking, Shanghai und Tianjin. Das Fast-Food-Konzept besteht aus Hot-Pot-Gerichten, bei denen die Kunden rohes Fleisch und Gemüse in eine kochende Brühe tunken, bis es gar ist. Meist sitzt die ganze Familie dabei um einen großen runden Tisch. Am Donnerstagabend enthielt das Essen einer Kundin allerdings eine Zutat, die nicht auf der Speisekarte steht: Die schwangere Frau war in einer Filiale in Weifang in der östlichen Provinz Shandong und zog mit ihren Stäbchen nach ein paar Bissen eine tote Ratte aus ihrer Brühe. Die "South China Morning Post" zitiert ihren Ehemann Ma, der wiederum den asiatischen "Kankan News" von dem Vorfall berichtet hat. Der Mann war mit seiner Familie bei Xiabu Xiabu und schildert die völlig unangemessene Reaktion des Personals auf die Beschwerde seiner Frau: "Wenn Sie um das Baby besorgt sind, geben wir Ihnen 20.000 Yuan (2500 Euro) für eine Abtreibung." Die Bilder von dem Vorfall gingen in den sozialen Netzwerken sofort viral.

Da das Angebot für die Familie natürlich nicht infrage kam, offerierte das Restaurant eine Entschädigung in Höhe von 5000 Yuan, rund 630 Euro. Diese Summe erwägt Ma zu verhandeln, nachdem seine Frau im Krankenhaus gründlich untersucht worden ist. Am Sonntag bestätigte die Marktaufsicht in Weifang, eine offizielle Regulierungsbehörde, dass sie am Freitag eine Beschwerde über eine Ratte in einem Hot-Pot-Gericht erhalten hatten.

Es folgt: ein Absturz an der Börse

Das Restaurant wurde sofort inspiziert, es fanden sich jedoch keine Spuren von Ratten. Allerdings waren die Arbeitsflächen in der Küche nass und die Lebensmittellieferanten für das Gemüse hatten keine ausreichende Qualifikation. Das Restaurant wurde geschlossen. Am Samstag erklärte die Kette, dass sie größten Wert auf Lebensmittelsicherheit lege und die nötigen Verbesserungen vornehmen werde.

Die "New York Times" berichtet, dass der Aktienwert von Xiabu Xiabu am Dienstag bei Börsenschluss um 12,5 Prozent gefallen war. Damit hat die Ratte die Fast-Food-Kette rund 164 Millionen Euro gekostet.

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bal