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Ernährung: Das sind die Food-Trends für 2020 - und Sie sollten sie nicht verpassen

Egal, ob Sie sich für Essen interessieren oder nicht: 2019 kamen Sie an Poké-Bowls, Shakshuka und Ramen nicht vorbei. Doch was gibt es dieses Jahr an Food-Trends?

Food-Trend

Immer mehr Menschen ernähren sich pflanzlich, auch wenn sie keine Vegetarier oder Veganer sind.

Getty Images

Poké-Bowls, Shakshuka oder Ramen: Das sind fast schon Trends von gestern. Obwohl sie natürlich nach wie vor ihren legitimen Platz haben. 2019 kam man an dem hawaiianischen Fischsalat, den israelischen pochierten Eiern und der japanischen Nudelsuppe nicht vorbei. Aber was landet 2020 auf den Tellern - und wovon werden wir noch einiges hören?

CBD-haltige Lebensmittel

Die "BBC" hat sich auf Recherche begeben und die Food-Trends 2020 identifiziert: Der wohl neueste Trend, der in diesem Jahr seinen Peak erreichen wird, sind CBD-infusionierte Öle, Getränke und Speisen. Zumindest im englischsprachigen Raum. CBD ist die Kurzform für Cannabidiol, ein nicht-psychoaktives Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf (Cannabis). Medizinisch wirkt es entkrampfend, entzündungshemmend, angstlösend und gegen Übelkeit. Bislang sind in Deutschland Lebensmittel mit enthaltenem CBD noch nicht zugelassen, das könnte sich aber ändern, falls die Nachfrage wächst. Die Verbraucherzentralen raten indes vom Verzehr CBD-haltiger Lebensmittel ab. Und auch vor deren Zulassung auf dem deutschen Markt.

Nachhaltige Lebensmittel

Der Klimawandel steht im Mittelpunkt jeder politischen und nicht-politischen Diskussion - und immer mehr Menschen hinterfragen ihr Essverhalten. Deshalb wird sich die Ernährung immer mehr um saisonale und regionale Lebensmittel drehen. Gut zu wissen: Bereits vier vegane Tage die Woche können den individuellen CO2-Abdruck um 10-15 Prozent reduzieren.

Seacuterie

Das Wort 'Seacuterie' setzt sich aus Seafood (Englisch für Meeresfrüchte) und Charcuterie (Französisch für Wurstwaren) zusammen. Denken Sie an Lachs- oder Tintenfischsalami, Schwertfischschinken und Muschelwürste. Der Trend stammt aus Australien und ist eine Weiterentwicklung dessen, was Köche seit Jahren mit Fleisch machen: fermentieren, einlegen und räuchern. Die Prognose der "BBC": Die Techniken könnten sich jetzt auch auf Fisch und Meeresfrüchte ausweiten.

Pflanzliche Ernährung und Flexitarier

Die Zahl der Veganer und Vegetarier wächst stetig - und auch die der Flexitarier, die sich hauptsächlich pflanzlich ernähren, aber auch noch Fleisch essen. Das muss dann aber von bester Qualität sein, biologisch und aus artgerechter Haltung. Zukünftig werden sich deshalb auch Restaurants umstellen müssen. Kunden, die nicht unbedingt vegan leben, fragen immer mehr nach veganen Alternativen, da Verbaucher ihre Lebensmittel bewusster konsumieren.

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Antialkoholische Getränke und fruchtige Cocktails

Es heißt, nüchtern sei das neue Cool. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich immer mehr Bars der Nachfrage stellen und alkoholfreie Cocktails auf ihre Karte packen. Und die Auswahl an Softgetränken wird ebenso größer. Konnte man früher in Restaurants nur auf Saftschorlen zurückgreifen, gibt es mittlerweile aromatisierte Wasser, Hopfenlimonaden oder fermentierte Tees wie Kombucha.

Bei den alkoholischen Getränken sollen dieses Jahr die fruchtigen Cocktails zurückkommen, nicht süß, sondern trocken. Der Drink 2020? Es könnte ein Revival des Cosmopolitan geben.

Kochen mit Sirup

Granatapfelessig und Dattelsirup stehen schon seit längerem in den Supermarktregalen. Jetzt aber ist es Zeit, auszuprobieren, was man damit noch anstellen kann: Mit sirupartigen Reduktionen aus Datteln, Granatapfel oder Kokosnuss lassen sich Desserts, Fleischglasuren und Marinaden zaubern, die jedem Gericht das gewisse Etwas verleihen. Aber Achtung: Sirupe enthalten vor allem Zucker. Deshalb sollte man sparsam mit ihnen umgehen.

Alternative Mehle

Die sind nicht nur etwas für Weizenallergiker, sondern für jedermann. Die Prognose: Alternative Mehle wie Mandel, Kokos und Maniok sind auf dem Vormarsch - und es könnten sich noch weitere aus Blumenkohl, grüne Bananen und Cashews unter sie reihen. Wer sich für eine kohlenhydratarme und weizenfreie Ernährung interessiert, wird hier zuschlagen.

Quelle: "BBC"

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