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Kulinarisches No-Go Trumps erstes Dinner auswärts: 54-Dollar-Steak mit Ketchup

So nicht, Mister President!
So nicht, Mister President!
© Stephen Lovekin/WireImage/Getty Images
Chaotisch, desaströs soll es im Weißen Haus zugehen, seit Donald Trump an der Macht ist. Nicht weniger desaströs ist Trumps Essenswahl. Er orderte ein 54-Dollar-Steak. Durchgebraten. Mit Ketchup.

Als Präsident der Vereinigten Amerikanischen Staaten hat man es auch nicht leicht: Dem einen passt die Politik nicht, dem anderen, was beim Präsidenten auf dem Teller landet. Über Politik kann man bekanntlich streiten, beim Essen hört der Spaß aber auf. Beispielsweise, wenn man ein sündhaft teures, mit Liebe veredeltes Stück Fleisch durchgebraten isst. Die Schuhsohle lässt grüßen! Das höchste aller Gefühle bei einem Steak dieser Qualität ist den Garpunkt medium, besser zwischen rare (blutig) und medium zu wählen.

Donald Trump ging am Samstagabend das erste Mal auswärts essen. Als US-Präsident. Nicht etwa in ein angesagtes Szene-Restaurant der amerikanischen Hauptstadt, sondern – ziemlich berechenbar – in eines seiner Häuser. Genauer gesagt ins BLT Prime Steakhouse von David Burke im Trump International Hotel.

Steak

Shrimp Cocktails? Okay. Well-done Dry-Age-Steak? No-Go!

Als Vorspeise bestellte sich Trump gigantische Shrimp Cocktails und andere Vorspeisen, wie die "Washington Post" berichtet, die er mit Familienmitgliedern und anderen Politikern teilte. Klassisch, aber keine kulinarische Offenbarung. Ein 70-Jähriger hält wohl eher an Altbewährtem fest, als sich kulinarisch weiterzuentwickeln.

Nur so ist es zu erklären, dass Donald Trump ein 54 US-Dollar teures Steak bestellt – und es nicht wie empfohlen rare (blutig) oder medium ordert, sondern – der größte aller kulinarischen Fauxpas – durchgebraten bestellt. Well-done! Auf gar keinen Fall, eher badly-done. Zumindest für jeden, der sich auch nur etwas mit Steaks auskennt. Nur Trump kann noch einen drauf setzen: Das sündhaft teure Steak isst er mit Ketchup. Wieso tut er sowas?

Der Autor der "Washington Post" beklagt sich außerdem darüber, dass Trump in ein Restaurant in eines seiner Häuser ging. Von einem US-Präsident hätte er etwas anderes erwartet. Für ihn demonstriere es, wie erpicht Donald Trump darauf ist, seine eigene Marke zu hüten. Kulinarische Neugierde? Fehlanzeige! (Trump ist bekannt dafür, Pizza mit Gabel und Messer zu essen.) Dabei gibt es gerade in Washington D.C. außerordentlich gute Restaurants, nur einen Steinwurf vom Weißen Haus entfernt.

Essen wird oft nachgesagt, eine Brücke schlagen zu können, die Menschen zu verbinden. Die Aussage teilt der derzeitige US-Präsident wohl eher nicht.

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