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Produktionsvideo: Hiernach essen Sie nie wieder Gummibärchen – ohne an diese Bilder zu denken

Jedem Gummibärchen-Fan ist zumindest bewusst, dass die enthaltene Gelatine aus tierischen Produkten gewonnen wird. Die Herstellung ist alles andere als lecker. 

Gummibärchen

Schweineschwarten, Haut und Knochen: Daraus werden Gummibärchen gemacht

Sie sind bunt, klein, weich und mit einem Haps im Mund: Gummitierchen gibt es in unzähligen Varianten - als Bärchen, Schlangen, Frösche, Schnecken, Cola-Flaschen. Sie wecken vor allem eins: Kindheitserinnerung. Kein Wunder also, dass wir die süßen Leckereien auch noch gern als Erwachsene naschen. Aber wissen wir eigentlich wie sie hergestellt werden?

Um die Konsistenz zu erreichen, die Gummitierchen haben, braucht man Gelatine. Die wird aus tierischen Proteinen gewonnen, die geschmacksneutral sind. Hauptbestandteil dieser Eiweiße ist denaturiertes Kollagen, das aus dem Bindegewebe verschiedener Tierarten produziert wird. Vorzugsweise aus Schweinen (das ist preisgünstiger). Die Gelatine quillt in Wasser und löst sich beim Erwärmen ab etwa 50°C auf, beim Abkühlen entsteht Gel, das sogenannte Hdyrokolloid, das beim Erwärmen wieder flüssig wird. Diesem Zustand ist es zu verdanken, dass Gummitierchen im Mund zergehen und nicht im Mund kleben bleiben.

So wird Gelatine für Gummitierchen gewonnen 

Und hier kommt der Ekelfaktor, der bildlich dargestellt wie im Video des belgischen TV-Senders VRT in der Show "Over Eten" ("Über Essen") noch sehr viel unappetitlicher wirkt: Das Video zeigt die Herstellung eines Gummitierchens - und zwar rückwärts. Also vom Haps im Mund über Hautfetzen, die vom Schweinefleisch gezogen werden bis hin zum lebenden Schwein. Zur Gewinnung der Gelatine muss nämlich das Bindegewebe, das vor allem von Haut und Knochen von Schweinen (aber auch von Rindern, Geflügel und Fischen) gewonnen wird, aufgespalten werden. 

 

Weltweit werden jährlich um die 450.000 Tonnen Gelatine produziert, das schätzt ein Report, der von "Transparency Market Research" veröffentlicht wurde. Rund 70 Prozent der in Europa hergestellten Gelatine wird übrigens aus Schweineschwarten hergestellt. Aus fünf Kilogramm Schwarte kann ein Kilogramm Gelatine produziert werden. Das Ende des Videos zeigt lebende Schweine, die mit traurigen Kulleraugen in die Kamera gucken. 

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