VG-Wort Pixel

Gutes aus dem Küchengarten Welches Gemüse soll ich anbauen?

Gutes aus dem Küchengarten: Welches Gemüse soll ich anbauen?

Jedes Jahr beschäftigt mich die Frage: Welches Gemüse wird heuer gepflanzt? Neben den Must-Haves wie Tomaten, Zucchini, Stangenbohnen, Salate und meinen Kräutern plane ich auch immer Neues ein. Außerdem gibt es Erfahrungswerte aus dem Vorjahr, was gut wuchs und einen guten Ertrag brachte. Und von was man eher die Finger lassen sollte.

Wie wähle ich meine Gemüsesorten aus, die angebaut werden? Mein Speiseplan bestimmt die Wahl wesentlich mit. Ich esse gerne mediterrane Küche und viel Gemüse. Meine Ernährung ist großteils vegetarisch. Also versuche ich meine Lieblingsgemüse in Einklang mit dem möglichen Platz in meinem Küchengarten zu bringen.

Man kann auch das täglich verwendete Gemüse (Kräuter, Salate, Radieschen, Cocktailtomaten,...) nahe am Haus anbauen. Und jene Sorten, welche man nur ein oder zwei Mal in der Woche erntet, in einem etwas entfernteren Gemeinschaftsgarten kultivieren. Dort können Zucchini, Fleischtomaten, Kürbisse, Bohnen, Kartoffeln, Kraut, Kohl,... gemeinschaftlich gezogen werden. Vielleicht gehen sich dann dort auch noch ein paar Hühner aus. So ist für Eier gesorgt.

Bei der Wahl der Küchenkräuter gehe ich ähnlich vor. Ergänze sie aber noch um ihren heilenden Aspekt, ganz auf mich abgestimmt. Fängt man sich also leicht einen Schnupfen oder Blasenentzündungen ein, kann man entsprechend die Kräuterauswahl für den eigenen Küchengarten gestalten. Wer Kinder hat, sollte Kräuter gegen Erkältung, Husten, Grippe und Schnupfen selbstverständlich anbauen. Eine gute Übersicht zu den Kräutern, die uns helfen, gesund zu bleiben, bietet das einzigartige Werk von Siegrid Hirsch und Felix Grünberger: Die Kräuter in meinem Garten.

Hirsch-Grünberger sind für mich die selbe "Bibel" wie der Gärtner Pötschke. Nur eben auf Kräuter bezogen. Dieses Buch leistete mir im Vorjahr beste Dienste, weil es über einen großartigen Index verfügt und man sogar nach Krankheiten suchend die passenden Kräuter findet. Die Rezepte für Sirupe und Verarbeitung der Kräuter sind auch eine Klasse für sich.

Zurück zum Kuchelgarten. Wenn ich meine Hitliste an Gemüsen schreibe, die angebaut werden, dann berücksichtige ich dafür auch immer die Regeln der Fruchtfolge und Mischkultur. Ergänzt durch die Bewirtschaftungsmethoden der Permakultur lassen sich hervorragende Ergebnisse erzielen. Die herkömmlichen Ertragsprognosen von 2 bis 3 Kilogramm Gemüse je Quadratmeter Garten können mit Perma-Mischkultur um das Doppelte gesteigert werden, ohne dass der Boden darunter leidet.

Wer mit dem Bepflanzen mit dem Mondkalender arbeiten will, findet hier eine echt lässige Online-Version dazu. Ja, ich weiß, das gilt für manche Kopfmenschen als esoterischer Schmarrn und regt sie ungeheuer auf. Wir wissen es bereits. Also lest einfach drüber hinweg, wenn euch das nicht passt! Lasst doch mal eine Andersmeinung auch zu. Danke.

Also, ab ins Beet mit euch. Denkt noch dran, der Ertrag bei Erdbeeren geht nach dem dritten Jahr zurück. Düngt sie höchstens jetzt im März/April, beispielsweise mit Effektiven Mikroorganismen. Dann blühen sie gut, und lasst nach der Ernte die Ableger anwurzeln. Diese ergeben dann wieder neue junge Erdbeerpflanzen, die man in ein zweites Erdbeerbeet setzt. So bekommt man jährlich Nachwuchs und kann diesen auch noch durch den Zukauf neuer Pflanzen ergänzen. Am meisten tragen Erdbeeren im zweiten und dritten Jahr.

Und – gebt euren Kids auch einen Platz im Küchengarten, damit sie einen Bezug zur Natur finden.

IN EIGENER SACHE:

Auch ich werde das Bloggen hier beim Stern einstellen. Bis Ende März gibt es noch "Gutes aus dem Küchengarten" als Sternstimme. Parallel dazu geht aber nächste Woche die neue Seite für Kuchelgartler und alle, die es werden wollen, unter der Adresse www.gutesausdemkuechengarten.com online. Tägliche KüGa Tipps gibt es sowieso auf der Facebookseite.


Wissenscommunity


Newsticker