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Kuchenmythos: Panettone – Weihnachtskuchen mit rätselhafter Geschichte

Er stammt aus dem Norden Italiens, so viel ist sicher. Aber wurde der Panettone von einem Küchenjungen erfunden? Oder von einem verliebten Gesellen? Eine kulinarische Spurensuche.

Von Sonja Helms

Der Panettone sah nicht immer so aus wie heute. Früher war der lockere Weihnachtskuchen eher flach, wie ein Brot. Mit der Zeit wurde er höher, was unter anderem daran liegt, dass er in einer Papiermanschette gebacken wird.

Der Panettone sah nicht immer so aus wie heute. Früher war der lockere Weihnachtskuchen eher flach, wie ein Brot. Mit der Zeit wurde er höher, was unter anderem daran liegt, dass er in einer Papiermanschette gebacken wird.

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Kuchen mit der Kuppel, der in Italien zur Weihnachtszeit gegessen wird? Kaum einer, der nicht schon mal eine große Pappschachtel mit einem Panettone überreicht bekommen hat, jenem Gebäck, das an den Stollen erinnert und wie dieser kandierte Früchte und Rosinen enthält. Kein Vergleich zum Stollen!, werden jetzt einige einwerfen, und es stimmt: Er schmeckt anders, und an seinem Geschmack scheiden sich die Geister. Das ist aber eine andere Geschichte.

Uns interessiert vielmehr: Wie ist er eigentlich entstanden? Wer hat ihn erfunden und wann? Das ist leider nicht so genau überliefert. Und wie bei jeder Spezialität, deren Herkunft unklar ist, rankt sich so manche Legenden um ihre Entstehung. Weil Weihnachten die Zeit der herzerwärmenden Geschichten ist, erzählen wir Ihnen zwei der bekanntesten. Lehnen Sie sich zurück. Bereit? Los geht's.

Der Clou des Küchenjungen

Es war einmal… ein Küchenjunge. Er hieß Toni und diente in Mailand am Hofe des italienischen Herzogs Ludovico Sforza, der wegen seiner dunklen Haar- und Hautfarbe auch "il Moro", "der Dunkle", genannt wurde. Viel ist nicht von Toni überliefert. Bescheiden soll er gewesen sein, sicher auch klug, fleißig und talentiert. Immerhin so talentiert, dass er eines Tages seinen Küchenchef zu retten wusste.

Das Unglück geschah ausgerechnet an Weihnachten. Der Chef patzte, und zwar gewaltig! Er hatte ein fürstliches Bankett zu organisieren, alle Adligen der Gegend waren geladen, in der Küche herrschte große Aufregung. Überall wurde geschnippelt und gerührt, gekocht und gebraten, und alles ging gut - bis der Küchenchef feststellte, dass er die Süßspeise im Ofen vergessen hatte. Der Höhepunkt des prunkvollen Mahls: verbrannt!

Es war eine Katastrophe, Toni hatte seinen Chef nie so verzweifelt gesehen. Also nahm der Küchenjunge all seinen Mut zusammen und sagte, er habe aus übrig gebliebenen Zutaten wie Mehl, Butter, Zucker und Eiern, kandierten Früchten und Rosinen einen Kuchen gebacken. Der Chef könne ihn nehmen, wenn er nichts anderes habe. Da dieser keine Wahl hatte, servierte er ihn der adligen Gesellschaft und stand zitternd hinter dem Vorhang, um die Reaktion der Gäste zu beobachten. Die aber waren - entzückt. Als der Herzog nach dem Namen des Gebäcks fragte, verriet ihm der Küchenchef sein Geheimnis und sagte, es sei das Brot des Toni, "pan del Toni". Daraus wurde mit der Zeit der "Panettone".

So erzählt man sich es. Das Ganze soll sich vor etwa 500 Ja

ren abgespielt haben. Wahr daran ist - so gut wie nichts. Die Geschichte erinnert ein wenig an die Geschichte der Sachertorte, die ebenfalls ein Küchenjunge erfunden haben soll.

Schöner und romantischer ist folgende Legende. 

Verliebter Falkner

Ugo, einer der Falkner am Hofe des oben genannten Herzogs Ludovico Sforza, soll sich jede Nacht in die Mailänder Altstadt geschlichen haben. Sein Ziel war eine Bäckerei. Vordergründig half er bei einem Bäcker namens Toni aus, der in Not geraten war. Aber eigentlich wollte er das Herz von Tonis schöner Tochter Adalgisa erobern. Trotz aller Bemühungen blieb der Erfolg aus.

Der Bäcker und sein Gehilfe waren verzweifelt. Eines Tages entwendete Ugo seinem Herrn zwei Falken und verkaufte sie. Von dem Geld besorgte er Butter, die er mit in den Teig schummelte, ohne dass Toni es mitbekam. Schnell sprach sich herum, dass das Brot von Toni einen sensationellen Geschmack hatte - daraufhin wurde es sein Verkaufsschlager. Es lief so gut, dass er irgendwann auf die Idee kam, den Teig an Weihnachten noch mit Eiern, Rosinen und kandierten Früchten anzureichern, was ebenfalls gut ankam. Toni wurde seine Geldsorgen los, und Ugo und Adalgisa konnten endlich heiraten.

Beide Legenden gibt es in zahllosen Varianten, die wir hier nicht weiter ausführen können, das würde den Rahmen sprengen. Die Wahrheit ist, wie so oft, sicher weitaus weniger romantisch. 

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Mittelalterlicher Brauch

Der echte Ursprung des Panettone liegt wohl noch weiter zurück als die Legenden. So erzählen sich manche, dass es im Mittelalter üblich war, zum Weihnachtsfest ein Brot zu backen, das reichhaltiger war als das alltägliche Brot. Eine Version lautet, lombardische Familien hätten immer drei große Brote gebacken und an Weihnachten gegessen. "Panattun" hätten diese Brote im Dialekt der Region geheißen.

In einer anderen Version ist ebenfalls die Rede von drei großen Broten aus Weizenmehl, die an den Tisch gebracht wurden. Allerdings habe es sich um einen fürstlichen Brauch gehandelt, denn (feines) Weizenmehl war zu jener Zeit ein kostbares Gut, das sich nur die Wohlhabendsten leisten konnten. Das Oberhaupt einer solchen Familie habe dann jedem Mitglied eine Scheibe des Brotes serviert, wobei eine für das kommende Jahr aufgehoben wurde, als Symbol für das Fortbestehen. 

Eine Scheibe für den Heiligen Blasius

Und wer weiß? Vielleicht stimmt das ja. Noch heute ist es in Italien Brauch, eine Scheibe Panettone erst am 3. Februar zu essen. Laut katholischem Kalender ist das der Tag des Heiligen Blasius, der im Winter vor Halserkrankungen schützen soll. Medizinisch ist das sicher anfechtbar, aber die Wissenschaft zieht gegen den Glauben und eine uralte Tradition sicher den Kürzeren.

Neben dem Original mit kandierten Früchten und Rosinen gibt es übrigens noch zahlreiche andere Varianten: mit Schokolade, mit einer Cremefüllung, mit Marsala oder mit Pinienkernen verfeinert - und auch ganz ohne Früchte. In dem Fall handelt es sich um einen Pandoro aus Verona. In welcher Form auch immer: In Italien gehört der Weihnachtskuchen auf jede Tafel. Wer ihn mag, zupft ihn und trinkt ein Glas süßen Wein dazu. Wohl bekommt's!

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(