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stern-Rezept: Rote Bete: Ein Sommer mit Knolle

Rote Bete ist ein Wintergemüse? Nein: Nur im Sommer ist sie knackig frisch und vielseitig. So beinhart sie sich roh gibt, so zart ist sie gegart, beinahe cremig. Der Beweis: drei Rote-Bete-Rezepte.

Von Bert Gamerschlag

Die drei "R": Rote Bete, Räucherfisch und Roggenbrot

Die drei "R": Rote Bete, Räucherfisch und Roggenbrot

Im Winter schmeckt Rote Bete vor allem rustikal - sie ist nicht auf der Höhe ihrer Möglichkeiten. Jetzt im Sommer ist die Knolle besonders vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Püree:

Rote-Bete-Püree

Zutaten:

Rote Bete Knollen, frisch
griechischer Joghurt (1–2 Becher; ersatzweise Saure Sahne)
Salz
Pfeffer
Zitronensaft
Knoblauch
Rote Zwiebel
Ducca Gewürzmischung (1–3 TL, wenn erhältlich)
Roggenbrot
Olivenöl
Räucherfisch (z. B. Maräne/Felchen, Makrele, Bückling, Stremel-Lachs, Sprotten)

Zubereitung:

Die ungeschälten Knollen in ungesalzenem Wasser weich kochen (ca. 30 Minuten, das Grün, so vorhanden, zuvor abschneiden und für eine Suppe beiseite legen).

Die Knollen samt Kochwasser in ein Sieb gießen, mit kaltem Wasser abschrecken und anschließend mit einem Messerrücken von der Haut befreien.

Die Knollen vierteln und in einer Schüssel mit dem Schneidstab pürieren, dabei griechischen Joghurt einarbeiten.

Das Püree mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken. Nach Belieben auch 1 gehackte Knoblauchzehe und 1 fein geschnittene rote Zwiebel mit einarbeiten. Nach Geschmack mit Ducca überstreuen und servieren.

Den auf Zimmertemperatur gebrachten, oder im Backofen bei 80 Grad leicht erwämten Räucherfisch ggf. filetieren und bereit stellen.

Die Roggenbrotscheiben doppelt toasten, mit Olivenöl beträufeln und mit dem Fisch zu dem Püree reichen.

Auch als Salat in Kombination mit Joghurt und Minze macht sich die Rote Bete im Sommer hervorragend

Auch als Salat in Kombination mit Joghurt und Minze macht sich die Rote Bete im Sommer hervorragend

Rote-Bete-Salat

Zutaten:

Rote Bete Knollen, frisch
den Saft von 1 Zitrone
Salz
Pfeffer
Wasabi-Erbsen
griechischer Joghurt, 150 g pro Person
1–2 Zweige frische Minze
Olivenöl

Zubereitung:

Die rohen Roten Beten mit dem Sparschäler schälen (dabei evtl. dünne Haushaltshandschuhe anziehen) und zunächst in 5 mm dicke Scheiben, dann in Stifte und schließlich in Würfel schneiden.

Die Zitrone auspressen, kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und die Roten Bete Würfel darin ca. 30 Minuten marinieren.

Inzwischen eine Hand voll Wasabi-Erbsen im Blitzhacker nicht zu fein hacken.

Den griechischen Joghurt glatt rühren und dabei mit etwas Salz würzen. Die Minze von den Stielen zupfen und grob hacken.

Die Rote Bete Würfel in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

Tiefe Teller etwa kleinfingerdick mit Joghurt ausstreichen, den Joghurt mit 1–2 TL Wasabi-Bröseln bestreuen, darüber Rote Bete Würfel und gehackte Minze streuen, mit 1–2 TL Olivenöl beträufeln und servieren.

Rote-Bete-Essenz

Zutaten:

4 Rote Bete Knollen, frisch
1 l Hühnerbrühe, selbst gemacht (ersatzweise aus dem Glas)
1 Chilischote (frisch oder getrocknet)
1–2 EL Sojasoße
Salz
1–2 EL Zitronensaft

Zubereitung:

Die Rote Bete Knollen waschen, ungeschält raffeln, zusammen mit der Hühnerbrühe in einen Topf geben, aufkochen und ca. 10 Minuten schwach siedend ziehen lassen.

Dabei die Chilischote nach Geschmack mehr oder minder lang mit ziehen lassen (die Essenz sollte nicht wirklich scharf sein).

Die tiefrote Brühe durch ein Sieb in einen anderen Topf umschütten, die ausgekochte geraffelte Rote Bete wegwerfen.

Die Brühe mit Sojasoße, Salz und Zitronensaft nach Geschmack würzen.

Mögliche Einlagen:

- Würfel von 1 Roten Bete Knolle, roh in die Brühe gegeben und einmal aufgekocht

- Würfel von Halloumi-Käse, evtl. nach Geschmack angebraten

- gehackte feine Kräuter wie Kerbel, Estragon, Petersilie oder Röllchen von Schnittlauch

- Garnelenschwänze, zusammen 1 Minute von beiden Seiten gebraten und mit Salz, Zitrone, Cayennepfeffer und frisch geriebenem Ingwer gewürzt

Auf den Geschmack gekommen? Mit diesem Video können Sie lernen, wie man Borschtsch kocht.

Und mehr zu unserem Autoren Bert Gamerschlag finden Sie zum Beispiel hier.

Mehr darüber, warum Rote Bete eigentlich ein Sommergemüse ist, erfahren Sie im neuen stern.

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