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Gut zu wissen: Darum läuft Ihnen bei heißer Suppe die Nase

Heiße Suppe, scharfes Essen oder Tee: Sie alle lösen das gleiche Phänomen aus - die Nase fängt an zu laufen. Warum eigentlich?

Suppe

Läuft Ihnen bei Suppe auch immer die Nase? Das ist der Grund

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Wer kennt das nicht: Eine große Schüssel heißer Suppe steht auf dem Esstisch. Nach den ersten Löffeln muss man bereits schniefen, ist der halbe Teller leer, kann man schon das erste Taschentuch zücken: die Nase läuft. Dass dieses Phänomen nicht nur bei heißer Suppe, sondern auch bei scharfem Essen oder Teetrinken passiert, sollte jeder schon einmal bemerkt haben. Aber was steckt da eigentlich dahinter?

Um eins vorwegzunehmen: Wenn Ihre Nase bei heißer Suppe läuft, handelt es sich dabei um keine Allergie, sondern um ein Phänomen, das tatsächlich noch nicht ganz erforscht ist. Experten geben aber davon aus, dass es sich um eine Hyperreaktivität, also einen Reflex auf bestimmte Reize handelt. Der übrigens nicht bei allen Menschen vorkommt. Es kann sogar sein, dass Menschen auf unterschiedliche Auslöser reagieren. Das kann zum Beispiel Alkohol, Tabak, Dämpfe oder eben auch Wärme, wie von einer heißen Suppe oder einem heißen Getränk sein.

Was passiert also, wenn man heiße Suppe isst? Die Mund- oder die Nasenschleimhaut und die Gesichtsnerven leiten die Reize an das vegetative Nervensystem weiter. Der Sympathicus lässt die Nasenschleimhäute abschwellen, der Parasympathicus anschwellen. Schwellen die Nasenschleimhäute an, kann die Nase anfangen zu laufen. 

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Südkorea  Samgyetang heißt nichts anderes als Hühnchensuppe auf Koreanisch. Die wird meist mit einem kleinen Huhn zubereitet, das mit Klebreis, Knoblauch, Ginseng und chinesischen Datteln (Jujube) gefüllt ist.

Südkorea

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Darum brennt Chili - und so verhindern Sie es

Haben Sie Chili geschnitten und sich anschließend mit dem Finger die Augen gerieben oder in der Nase gebohrt, brennt es höllisch. Daran ist wiederum nicht das Anschwellen der Nasenschleimhäute Schuld, sondern das enthaltene Capsaicin in der Chilischote. Das sorgt dafür, dass nicht nur die Augen und die Nase brennen, sondern meist auch die Finger, wenn die Chili scharf genug war. Natürlich könnte man jedes Mal Handschuhe anziehen, um dem Reizstoff zu umgehen. Aber es gibt einen anderen Trick. 

Wer seine Finger vor dem Schneiden der Schote mit Speiseöl einreibt, wird sich nicht mehr mit brennenden Augen quälen müssen. Die Chili-Rückstände lassen sich anschließend unter warmen Wasser mit etwas Seife problemlos wieder abspülen, weil Öl das Capsaicin der Chilischote bindet.

Für die laufende Nase beim Suppeessen gibt es indes keinen Trick, um es zu verhindern. Also am besten immer Taschentücher in der Nähe haben.

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