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Thanksgiving: Truthahn – gefüllt mit Äpfeln Nüssen und Geschichte

Kein Braten ohne Leiche. Am traditionellen Truthahnbraten zu Thanksgiving kleben allerdings ein paar mehr von ihnen. In der aktuellen Ausgabe von viva! erfahren Sie, warum.

Die Keulen gar, die Brust zart und saftig - so muss der Truthahn sein.

Die Keulen gar, die Brust zart und saftig - so muss der Truthahn sein.

Am letzten Donnerstag im November - also übermorgen - sagt Amerika mal wieder: Danke lieber Gott! Dafür, dass wir leben. Anschließend langen dann alle zu. Arme Pute. Und: arme Indianer. Denn sie kamen den Passagieren der Mayflower 1620 zuhilfe, als die Puritaner von Stürmen nicht wie geplant im warmen Virginia, sondern deutlich nördlicher am Cape Cod anlandeten. Die Folgen machten sich erst schleichend, dann katastrophal bemerkbar. Das Klima war eisig, die Zelte nass, Krankheiten wüteten und schließlich waren die Essensvorräte aufgebraucht. Die Indianer retteten die Weißen – mit Vögeln und Mais. Wie sie ihnen das dankten, ist weithin bekannt.

Der Rettung der englischen Protestanten also gedenken die Amerikaner Jahr für Jahr, wenn sie sich am Thanksgiving-Tag Scheibe um Scheibe von der Truthahnbrust schneiden und zu Cranberrys und Süßkartoffeln auf die Teller türmen. Seit 1941 ist das Erntedankfest gesetzlicher Feiertag.

Etymologisch betrachtet ist auch der Truthahn ein Einwanderer. Gut möglich, dass frühe Weltumsegler ihn von Mexiko noch Indien und später über osmanische Häfen nach Italien brachten. So plump und fluguntauglich er sein mag, so lecker schmeckt er – sofern er richtig zubereitet wird. Die hohe Kunst ist es, die Keulen durchzugaren, die Brust aber zart und saftig zu halten. Der Trick: Ein in Wein getränktes Tuch. In der aktuellen Ausgabe von viva! finden Sie das komplette Rezept samt weiteren Tricks für den perfekten Putenbraten.

Hier können Sie sich durch die aktuelle viva! blättern.

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Bert Gamerschlag/ mm